Wer nächsten Monat einen Neuwagen kauft für den werden die Winterreifen teuer

fr.jazbec

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Ich hatte es bislang nicht realisiert,aber bei allen Neuwagen ab dem 1.11.14 ist ein Reifendruckkontrollsystem Pflicht. Soweit so gut,allerdings erhöhen sich dadurch die Kosten für den Winterreifensatz um 300-400€ da auch hier dieses System Pflicht ist. Zusätzlich kommt ein erhöhter Aufwand bei jedem Reifenwechsel hinzu. Für Fahrer die im 10 Jahresrhythmus den Luftdruck kontrollieren sinnvoll,für die,die eh regelmäßig alle relevanten Funktionen checken einfach nur überflüssige Kosten. Schöne Grüsse von der EU.
http://www.reifenundraeder.de/uploads/media/RDK-Flyer_rur_01.pdf
 
Grundsätzlich dient es aber auch der Sicherheit und was nützt ein Luftdruckcheck bei Fahrtantritt in den Urlaub, wenn man an der Zuladungsgrenze auf der Autobahn einen schleichenden Plattfuß bekommt ?

Im Prinzip finde ich das System sehr gut, sehr schlecht hingegen den Kalkulationsaufschlag vom "Hersteller".
 
Ich will auch nicht sagen,dass das System schlecht ist. Für mich ist es allerdings ein weiteres Steinchen in der Entmündigung der Verkehrsteilnehmer,die letztendlich in autonom steuernden,komplett überwachten Fahrzeugen enden wird.
Vorteil sind natürlich dann Null Verkehrstote und auf ein Mindestmaß reduzierte Staus,allerdings wird auch die "Lust am Fahren" immer weiter reduziert.
Ein Risiko sehe ich auch grade in den Kosten. Die werden zu Ganzjahresreifen und einem Fahren des Altreifens bis unter die Verschleissgrenze führen,zumindest bei denen den eh schon jeder Mehreuro richtig weh tut.
 
Mein neuer F30 hat das System auch und ich finde es richtig klasse. Endlich sieht man wie viel Luft genau im Reifen ist, man kann auch beobachten wie er sich während der Fahrt verändert.
Das alte System von BMW ist hingegen nur ein ganz ganz grobes Schätzeisen, das bei mir häufig schon Fehlalarm gemeldet hat.

Mehrpreis beim 18 Zoll Winterradsatz liegt bei meinem Freundlichen bei kleiner 100€....
 
Mein neuer F30 hat das System auch und ich finde es richtig klasse. Endlich sieht man wie viel Luft genau im Reifen ist, man kann auch beobachten wie er sich während der Fahrt verändert.
Das alte System von BMW ist hingegen nur ein ganz ganz grobes Schätzeisen, das bei mir häufig schon Fehlalarm gemeldet hat.

Mehrpreis beim 18 Zoll Winterradsatz liegt bei meinem Freundlichen bei kleiner 100€....
Ja, die weniger als 100€ hast du jetzt momentan, da die Sensoren wiederverwendet werden. Aber falls nach 4 Jahren die Batterien in den Sensoren leer sind, wirds teuer.
 
Ich halte die RDK für überflüssig. Hier haben sich nur die Hersteller dieser Sensoren durchgesetzt und der Autofahrer darf dafür blechen. Wer einen neuen Satz Felgen kauft muss gleichzeitig auch diese Sensoren kaufen, Kostenpunkt ca. 100-140 TEUROS pro Stück, das gleiche Spiel nach 4-6 Jahren, wenn die Batterien leer sind!
Schöne teure Autowelt! Und für was haben wir dann noch RFT?
 
Zuletzt bearbeitet:
Stehe ich da auf dem Schlauch?
Der Zetti hat doch ein Reifendruckkontrollsystem und ich nehme die Winterräder, die mir gefallen.
Da wird doch nichts teurer.
 
Stehe ich da auf dem Schlauch?
Der Zetti hat doch ein Reifendruckkontrollsystem und ich nehme die Winterräder, die mir gefallen.
Da wird doch nichts teurer.

Bezieht sich auf Neuwagen, nicht Altbestand.
Und wenn nur Felgen ersetzt werden, dann sollte das auch nicht anfallen.

So jedenfalls mein Verständnis dafür.




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Bezieht sich auf Neuwagen, nicht Altbestand.
Und wenn nur Felgen ersetzt werden, dann sollte das auch nicht anfallen.

So jedenfalls mein Verständnis dafür.
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Der Z hat auch ein sogenanntes indirektes Kontrollsystem: Der Reifendruck wird nicht direkt gemessen, sondern quasi errechnet. Das ist nicht sonderlich genau - wie oben schon geschrieben. Andere Systeme arbeiten mit einem Sensor an/in der Felge und wenn man da nun wechselt, kostet es eben extra.

Tim
 
Der Z hat auch ein sogenanntes indirektes Kontrollsystem: Der Reifendruck wird nicht direkt gemessen, sondern quasi errechnet. Das ist nicht sonderlich genau - wie oben schon geschrieben. Andere Systeme arbeiten mit einem Sensor an/in der Felge und wenn man da nun wechselt, kostet es eben extra.

Tim

Das stimmt, dagegen sage ich ja nichts. Aber ein Zwang für einen Wechsel besteht doch nur ab Neuwagen ab 01.11.2014.
Fahrzeuge die vor dem 01.11.2014 zugelassen wurden, bei denen kann ich doch beim alten System bleiben.


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Ja, die weniger als 100€ hast du jetzt momentan, da die Sensoren wiederverwendet werden. Aber falls nach 4 Jahren die Batterien in den Sensoren leer sind, wirds teuer.

Wie werden die wiederverwendet wenn ich mir einen neuen Komplettradsatz für den Winter kaufe?
 
Reichtt denn bei den Neuwagen das indirekte RDK nicht mehr aus? Das hat doch fast jeder Hersteller schon seit Jahren drin.
 
Nein, das ist ja das Problem. Da haben sich die Lobbyisten der Sensorenhersteller durchgesetzt.
Das ist nicht korrekt, wie bereits aufmerksames Lesen der im Eingangsfred verlinkten Meldung deutlich macht. Vorgeschrieben ist lediglich ein Kontrollsystem, auch das alte mit der indirekten Messung wäre weiter zulassungsfähig. Offenbar möchte sich BMW aber das kleine Zusatzgeschäft mit den Sensoren nicht entgehen lassen. Umso besser, dass einige Fahrer auch noch ganz wichtig finden, den Druckanstieg bei wärmer werdenen Reifen irgendwo im Cockpit bestätigt zu bekommen und gerne dafür bezahlen. Andere werden das durchaus kritischer sehen. Wenn in Einzelfällen die indirekte Messung zu Fehlalarm geführt hat, sagt das wenig über die grundsätzliche Tauglichkeit aus. Autoforen sind auch voll von Ärger mit sensorbasierten Systemen. Für eine Warnung bei gefährlichem Druckverlust reichen beide Systeme gut aus. Hier noch ein Artikel zum Thema:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/...nsoren-machen-den-wechsel-teuer-a-995121.html
 
Mein neuer Golf hat dieses indirekt messende System und schlägt Alarm, wenn schon 0,2-0,3 Bar zu wenig Luft im Reifen sind.
Ich halte das für sehr genau!
 
Die Mehrkosten für die Reifenhändler (technische Ausstattung und Schulungen) sind erheblich und diese werden auf den Endkunden umgelegt: Ärgernis Nr. 1

Der Aufwand für die Montage ist erheblich, dadurch Mehrkosten und weniger Kundenabfertigungen pro Stunde: Ärgernis Nr. 2

Das wird in diesem Winter vielleicht noch nicht so ganz auffallen, aber nur aufgrund des höheren Zeitaufwandes wird es hier und da zu einem Terminstau kommen ... also am besten schon im August die Räder wechseln ;--).

Für Großbetriebe alles einfacher zu bewältigen, für kleinere Anbieter u. U. eine Überlebensfrage ... wer hat sich hier nochmal bei der EU damit durchgesetzt?!?!
 
... wer hat sich hier nochmal bei der EU damit durchgesetzt?!?!


Der EU haben wir es ja auch zu verdanken, dass wir in unserer Kreisstadt-Metropole jetzt eine Umweltzone bekommen.
Die Meßstation wurde auf einer der größten Kreuzungen direkt an einer Ampel montiert, auf der seit 25 Jahren die "grüne Welle" niemals funktioniert hat.
90% der Emmissionen kommen vom öffentlichen Personennahverkehr, der vor Jahren privatisiert wurde und der auch keine Plaketten bekommt, weil eine Ausnahmegenehmigung erteilt wurde..
Der Individualverkehr wird zur Verkehrsentlastung und Verkehrssicherheit nur noch mit Tempo 30 durch die Umweltzone, eingeengt durch schöne, gepflegte Blumenbeete über Schwellen geleitet.
Der überörtliche Verkehr wird über eine Hochstraße geführt, 5m hoch mitten über die Umweltzone.
Nahezu alle Kfz-Reparatur-Werkstätten und Autohäuser in der Stadt liegen exakt in dieser Zone!
Die EU will doch immer nur unser Bestes...
 
Nein, das ist ja das Problem. Da haben sich die Lobbyisten der Sensorenhersteller durchgesetzt.

das indirekte System, welches seit langem bei vielen PKW verbaut wurde, reicht weiterhin aus,,,oder sehe ich das falsch? dann braucht man auch nicht die teueren sensoren...
 
Mich wundert soetwas in einer Welt, in der selbst die Länge und Beschaffenheit von Schnullerketten und Bananenkrümmungswinkel genormt sind, nicht mehr :rolleyes:
Kruppstahlketten bei denen der Schnuller immer im Dreck schleift sind ein weitreichendes und ernstzunehmendes Problem auf der ganzen Welt! Europa kann seine Führungsposition nur behaupten wenn es dieses Problem schon im Keim erstickt, dass das der einfache auf dem Teppich zurück gebliebene Bürger nicht kapiert ist schade zeigt aber erst recht wie wichtig solche Vorschriften sind. :D
 
Der EU haben wir es ja auch zu verdanken, dass wir in unserer Kreisstadt-Metropole jetzt eine Umweltzone bekommen.
Die Meßstation wurde auf einer der größten Kreuzungen direkt an einer Ampel montiert, auf der seit 25 Jahren die "grüne Welle" niemals funktioniert hat.
90% der Emmissionen kommen vom öffentlichen Personennahverkehr, der vor Jahren privatisiert wurde und der auch keine Plaketten bekommt, weil eine Ausnahmegenehmigung erteilt wurde..
Der Individualverkehr wird zur Verkehrsentlastung und Verkehrssicherheit nur noch mit Tempo 30 durch die Umweltzone, eingeengt durch schöne, gepflegte Blumenbeete über Schwellen geleitet.
Der überörtliche Verkehr wird über eine Hochstraße geführt, 5m hoch mitten über die Umweltzone.
Nahezu alle Kfz-Reparatur-Werkstätten und Autohäuser in der Stadt liegen exakt in dieser Zone!
Die EU will doch immer nur unser Bestes...
Von wo sprichst du? Steh auf dem Schlauch :(
 
Über diese wertlose Änderung habe ich mich auch schon geärgert, obwohl es mich nicht betrifft und bis auf weiteres nicht betreffen wird.
Wie der TE sehe ich es vor allem als schemenhafte Andeutung darauf, daß in nicht allzu ferner Zukunft die Hemmschwelle für eine Verordnung zu ausschließlich vollautonom gesteuerten Fahrzeuge unerwartet gering sein könnte.
Nicht nur, daß die Contra-Lobby ihren Gegenspielern deutlich unterlegen ist - naturgemäß mangels Gewinnanreiz - es scheint an ernstzunehmendem Widerstand völlig zu fehlen.
Um das noch zu versüßen, findet man in der Pro-Argumentation dann Rechnungen wie "0,7 Bar zu wenig Reifendruck = 50% mehr Verschleiß = halbe Lebensdauer". Gut, es sind ja nur sogenannte "Experten", ich nehme an, das schließt nicht zwangsläufig mathematische Grundkenntnisse ein.

Wie sieht aber die Realitätsauswirkung aus?
Was machen die Autobesitzer, die nicht einmal bereit sind, diese 300-400€ für den Winterreifensatz (inkl. Felge) aufzuwenden?
Was machen die Autobesitzer, deren Budget gerade so hoch ist, daß sie sich auf Stahl- oder Billig-Alufelgen ordentliche Winterreifen aufziehen lassen? Mehr arbeiten?
Im Ergebnis werden es im Schnitt ältere, minderwertigere und unter Umständen auch mehr Ganzjahresreifen sein.
Bei einer Notbremsung habe ich aber im Zweifelsfall lieber etwas zu geringen Reifendruck in einem ordentlichen Reifen...

Davon abgesehen: Ist der Reifendruck wirklich noch ein Problem der Gegenwart? Wieviele Unfälle gehen auf Reifenprobleme zurück?

Indirekte Systeme erfüllen den Zweck natürlich. Nur wieviele Hersteller werden jetzt, wo das vorgeschrieben ist, dabei bleiben - vor allem wenn die Konkurrenz das zuverlässigere System anbietet und damit Mehreinnahmen erzielt, die man argumentativ abwälzen kann? Indirekte Systeme lassen durch ihre Fehleranfälligkeit zudem den Hersteller schlecht aussehen; das ist zumindest mein subjektiver Eindruck. Ich war davon ausschließlich genervt... und hatte bei einem Fahrzeug auf derselben Autobahnbrücke immer eine Fehlermeldung, die mir niemand erklären konnte.

Die einzige Änderung, die ich mir wünschen würde, wäre eine Verordnung an Tankstellenbetreiber im Gemeinschaftsgebiet, funktionsfähige Druckluftmeßgeräte in einem gewissen Verhältnis zur Anzahl der Zapfsäulen kostenlos zur Verfügung stellen zu müssen. Denn man kann mE kaum erwarten, daß jemand ohne Eigenheimgarage so etwas bereit hält... Und daß die Lust zum regelmäßigen Prüfen bei Zusatzkosten gering ist, liegt auf der Hand.

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Ich kann hinter all dem nur erneut diesen Verbrauchssenkungswahn um buchstäblich jeden Preis erkennen - inkl. Vergeudung aller anderen Ressourcen.
 
Wenn nachvollziehbar bürokratische Regulierungswut in Frage gestellt wird, sollte das nicht dadurch relativiert werden, dass in einem Atemzug eine neue Verordnung gefordert wird. Die natürlich andere trifft. Es gibt für 10€ taugliche Luftdruckprüfer, deren Besitz und Anwendung keinesfalls eine Eigenheimgarage voraussetzen. Die Dinger passen sogar ins Handschuhfach. Bei Bedarf kann man dann immer noch zur Tankstelle fahren und dort mit den auch jetzt schon vorhandenen Geräten den Reifendruck korrigieren.:D
 
Dazu muss man sich aber bücken und sogar die Finger am Ventilkäppchen dreckig machen.
Dazu ist der heutige Autofahrer zu bequem.
Der wartet lieber bis ihm sein RDK auf die passende Smartphone-App funkt und schimpft derweil über Brüssel.
 
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