Hoeneß Steuerhinterziehung

Klasse ;) Wikipedia wird wohl jedem, der nach "Nummernkonto Wiki" Google bemüht, so ziemlich als Erstes genannt :oops:

aber Danke für diesen Verweis, den keiner hier ohne Dich gefunden hätte :oops:
 
Tja. Ihr solltet vielleicht mal Leute fragen die ein Nummernkonto haben und nicht immer alles glauben was irgendwo geschrieben steht.
 
Ich spare mir jetzt jeden weiteren Kommentar. Ich denke wer die letzten Seiten und Deine letzte Antwort gelesen hat weiss schon Bescheid...
 
Hallo,
Viel merkwürdiger finde ich das der Name Uli Hoeneß schon auf einer CD im letzten Jahr auftauchte, aber die zuständige. Finanzbehörde nicht tätig wurde, sondern erst nach seiner selbstanzeige. Na da hatte wohl die Finanzbehörde auch auf das Steuerabkommen mit der Schweiz gehofft.
Irgendwie habe ich dadurch den verdacht das da einige den Steuersündern nicht so richtig an die Wäsche wollen.
Nicht das da jemand aus der Bayrischen Landespolitik jemand seine schützende Hand drüber hielt. Das könnte dann ein richtiger Skandal werden.
 
Ganz langsam Uli.
Das FA Bochum sagt, dass der Name nicht drauf war.

Lasst doch mal ide Ermittlungen in Ruhe laufen, und redet hinterher. Auch wenn es so viel interessanter ist 8-)

MfG Gerhard
 
und selbst wenn Hr. Hoeneß wirklich > 1Mio EUR vor dem Fiskus "verborgen" hat, kann er diese immer noch mit Aufschlag nachzahlen und nichts ist passiert. Wenn WIRKLICH jemand in der Politik gegen Steuerhinterziehung mal tätig werden will, wird dieser von den entsprechenden Lobbyisten und "Parteifreunden" "entsorgt". Siehe Fall Dr. Kirchhoff.
 
Nur mal so ein Gedanke am Rande:

Wem ist damit geholfen, einen Steuersünder nun mit Schimpf und Schande ins Gefängnis zu werfen? Wer weiß eigentlich, wieviel €uro täglich ein Gefängnis-Insasse kostet?

Gut, Hoeness hat wohl eine Steuerhinterziehung begangen (das belegt ja wohl die Selbstanzeige). Warum muss er nicht einfach die Steuern zzgl. der aufgelaufenen Zinsen nachzahlen (was er ja ohnehin tun muss) und zahlt als "Strafe" den kompletten Rest seines Vermögens?

Vorteil: Die Starfe ist hart! Und der Geldbetrag kommt der Bevölkerungssicht zu, die vorher darum betrogen wurde: Die Allgemeinheit! Ich formuliere das mal etwas laienhaft als "Täter-Opfer-Ausgleich".

Weiterer Vorteil: Es werden Steuern und Strafe eingenommen und es wird kein zusätzliches Geld für eine Haftunterbringung aufgewendet. Ferner würde dem Steuersünder die Möglichkeit gegeben, sein Leben fortzusetzen und finanziell "von vorne" anzufangen.

Und ja: Mit Steuersündern kann man eine solche Vorgehensweise praktizieren. Sie sind zwar auch Straftäter, jedoch bei Weitem nicht so eine Gefahr für die Allgemeinheit, wie z. B. Mörder, Vergewaltiger, Räuber, etc.
 
Basti, ganz einfach, weshalb das so nicht funktioniert. Weil es so im Strafrecht nicht vorgesehen ist. Ergo: Selbstanzeige erst nach Ermittlungsbeginn > Hinterziehung über 1 Mio > Knast.... oder vermutlich mit viel Wohlwollen ordentliche Geldstrafe in doppelter Höhe.
 
Basti, ganz einfach, weshalb das so nicht funktioniert. Weil es so im Strafrecht nicht vorgesehen ist.


Da stimme ich Dir ja vollkommen zu :t!

Mir geht es nur darum, in der jetzt aufgekeimten Debatte eine für alle dienliche Lösung in den Raum zu werfen, die der Allgemeinheit dient und nicht noch zusätzliche Kosten verursacht.
 

Das meinte ich. Ihr habt jetzt Beispiele zitiert, die keine klare Definition von "Steuerverschwendung" enthalten. Warum sollen die komische Oper in Hamburg oder BER denn nun Beispiele für Steuerverschwendung sein? Es gibt Kostensteigerungen - ja. Aber eine Verschwendung von Steuergeldern würde ja primär bedingen, dass diese Vorhaben nach einer gesamtwirtschaftlichen Rechnung weniger Nutzen als Aufwand einbringen. Und dies ist durch bloße Kostensteigerungen nicht gegeben. Auch BER kann nach diversen Verzögerungen und Kostensteigerungen noch gesamtwirtschaftlich profitabel sein. Punkt zwei ist die Frage der Zurechenbarkeit und des Vorsatzes. Wer ist verantwortlich? Wer hat wann was mit welchem Wissen entschieden? Wie wollt Ihr hier den Beweis führen?

Steuerhinterziehung ist möglicherweise individuell zurechenbar, belegbar und durch Tatbestandsmerkmale klar definiert. All das fehlt dem von Euch gebrauchten Begriff, den ich eher dem Reich der Polemik zuordnen würde. Das ist jetzt vielleicht kontrovers - aber meine Meinung.

Gruß, Jiro
 
Man kann natürlich alles zerpflücken. Es ändert allerdings nichts daran, dass der Staat an vielen Stellen mit Steuergeldern erheblich schlechter wirtschaftet, als es möglich wäre. Das passiert nicht gottgegeben, sondern für jeden dieser Fälle gibt es einen Verantwortlichen, der die unnötig erhöhte Geldausgabe kausal zu verantworten hat.

Insofern kann man zwischen den beiden Begrifflichkeiten durchaus Parallelen ziehen. Dabei braucht man für die "Steuerverschwendung" nicht einmal einen Strafrechtstatbestand, sondern sie lässt sich bereits mit dem allgemeinen Schadensersatzrecht handhaben. Was nicht heißen soll, dass ich gegen die Einführung eines Straftatbestandes der Steuerverschwendung etwas einzuwenden hätte. :) :-)
 
@Jiro: Die Legislative wird sich hüten, hier einen klaren Tatbestand zu definieren. Ohne Gesetz gibt es keinen Verstoß und somit auch keine Ahndung/Bestrafung.

Bin gespannt, was die Kanzlei aus München bei Ihren Ermittlungen aufklären kann.
 
Das meinte ich. Ihr habt jetzt Beispiele zitiert, die keine klare Definition von "Steuerverschwendung" enthalten. Warum sollen die komische Oper in Hamburg oder BER denn nun Beispiele für Steuerverschwendung sein? Es gibt Kostensteigerungen - ja. Aber eine Verschwendung von Steuergeldern würde ja primär bedingen, dass diese Vorhaben nach einer gesamtwirtschaftlichen Rechnung weniger Nutzen als Aufwand einbringen.

Hallo ,
stell dir vor du baust ein Haus Finazierung alles steht, und ist so ausgelegt das du auch alles abzahlen kannst.
Jetzt ist während des Baues stellt sich herraus das das Haus 5x so Teuer wird, was machst du??
die Bank finaziert dir das nicht weil abzusehen ist das du das nie abzahlen kannst. Fakt du hat ne Menge Geld verbrannt, aber immer noch kein Haus, bist also Quasi Pleite.
Bei den öfentlichen Projekten werden dann einfach Steuergelder nachgeschoben, ohne das es Sinn macht.
Wenn ein unternehmen ein neues Werk plant und so neben dem geplanten Budget liegt ist es eigentlich schon Pleite.
komisch das dieses aus dem ruder laufwen der Kosten immer nur bei öffentlichen Projekten passiert, können die sowas nicht mal gescheit Planen???
Wir realisieren gerade ein Projekt für mit geplanten 70.000.000 Euro, und wir sind immer noch innerhalb des Budgets, und das wird auch so bleiben, und war bisher auch bei allen Projekten so. Wir können es uns gar nicht leisten das Budget um das mehrfache zu überschreiten wie es bei öffentlichen Projekten der Fall ist.
 
Ausufernde Bauprojekte sind tatsächlich nicht das beste Beispiel für die Verschwendung von Steuergeldern. Denn die Ursachen liegen - stark vereinfacht gesagt - dabei zumeist in einer Reihe von Ereignissen, die von dem Auftraggeber nur begrenzt kontrollierbar sind. Dabei spielen auch die Eigenheiten des Vergaberechs eine gewisse Rolle, die einem kostensicheren Bauprojekt nicht immer förderlich sind. Auch behalten sich die Auftragnehmer regelmäßig gewisse Kostenanpassungen vor. Es gibt noch einige weitere Faktoren, deren Erläuterung hier aber zu weit führen würde.

Richtig ist allerdings, dass das Risiko derartiger Baukosten-Erhöhungen ganz erheblich reduzierbar ist, insbesondere durch die sorgfältige Vorbereitung und Durchführung des betreffenden Vergabeverfahrens. Wie da von den ausschreibenden Behörde nicht selten geschludert wird, ist wirklich schockierend. :s Uli's Beispiel zeigt, dass man Bau- und andere Projekte - wie z. B. IT-Projekte - durchaus in einem zuvor sachgerecht kalkulierten Rahmen halten kann, wenn man die Projekte ordentlich vorbereitet, die Verträge sachgerecht verhandelt und hiernach ein sorgfältiges Projektmanagement betreibt. Das klappt auch innerhalb des durch das Vergaberecht vorgegebenen Rahmen recht gut. Man muss es nur machen.
 
Eigentlich sollten Strafmaßnahmen gegen geldverschwendende Politiker überflüssig sein, haben wir doch alle paar Jahre die Möglichkeit, Konsequenzen bei den Wahlen zu ziehen. Und gewissermaßen tragen wir als Wähler auch immer ein 60-Millionenstel (Bundesweit) und einen entsprechenden Anteil bei der Lokalpolitik an Mitverantwortung bei solchen Flops.:D

Zudem muss man immerhin einräumen, dass kein Politiker absichtlich Geld verschwendet (irgendwelche Vetternwirtschaften mal ausgenommen, die sicherlich nie ganz zu verhindern sind), warum sollte er auch? Das ist nun mal der Preis der öffentlichen Hand - ohne Wettbewerb (abgesehen von der Opposition, die leider zumeist aber eher polemisch keift anstatt mit konstruktiver Kritik dem Wähler zu zeigen, dass sie es besser gemacht hätte) und ohne echte Experten im jeweiligen Amt (hmm, heute bin ich Innenminister, was mach ich morgen? Och, Verteidigungsminister wäre mal interessant) ist einfach naturgemäß jedes zweite Projekt zum scheitern verurteilt.

Wenn wir das anders, billiger, effektiver haben wollen müssen wir in meinen Augen für Privatisierung und freien Markt eintreten. Dass das Klima dadurch natürlich rauer wird, und dass wir dann Steuern beim Bau einer Philharmonie sparen, dafür später aber in Form von höheren Eintrittsgeldern draufzahlen, ist dann die Kehrseite der Medaille.

Edit: noch eine Anmerkung. Die oberste Politikerin verdient irgendwas zwischen 200.000 und 300.000 € / Jahr. Sie verantwortet teilweise Projekte, die in zwei- bis dreistellige Milliardenbereiche gehen (wer haftet persönlich für den Atomausstieg?). Ihr fordert ernsthaft, dass die mit ihrem Privatvermögen haftet? DAX-Vorstände, die zweistellige Millionenbeträge pro Jahr verdienen in Haftung nehmen zu wollen ist eine Sache, aber Politiker würden nach einer solchen Gesetzesinitiative extrem rar werden. Ich persönlich würde dann einen solchen Posten erst recht nicht mehr anstreben (tue ich schon jetzt aufgrund der 80-90 Stundenwoche für ein solch kümmerliches Gehalt nicht).
 
Ich persönlich würde dann einen solchen Posten erst recht nicht mehr anstreben (tue ich schon jetzt aufgrund der 80-90 Stundenwoche für ein solch kümmerliches Gehalt nicht).


80-90 Std.-Woche?
Kümmerliches Gehalt?

Ich habe einen MdB in der Nachbarschaft und wenn ich den so sehe... ich wüßte mit der vielen Freizeit definitiv nichts anzufangen. Stundenlang jeden Tag dem Gärtner und/oder der Putzfrau zusehen zu müssen, wäre nicht mein Ding und von morgens bis abends im Schwimming-Pool zu liegen bekommt der Haut nicht.
 
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