Neues Punktesystem in Flensburg ?

Warum sollten z.B. Tempovergehen mit Punktefolge oder Abstandsvergehen mit Punktefolge nicht härter bestraft werden?

Fahr einfach so, dass Du keine Punkte bekommst und Dich betrifft das nicht :s
 
Oh ha, für den gemeinen Marienkäfer wird's jetzt aber ganz schön eng. :5jesterz:
 
Morgen startet das neue Punktesystem.

Inzwischen ist auch klar, dass das neue System schlicht eine Verschärfung ist. Es wird teurer und die Punkte verfallen nicht so schnell wie im alten System :

- Ordnungswidrigkeiten mit einem Punkt verfallen nach 2,5 Jahren.
- Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten mit zwei Punkten werden nach fünf Jahren getilgt.
- Straftaten mit drei Punkten bleiben zehn Jahre lang im Register.

...statt bisher Verfall nach zwei Jahren.

Experten erwarten aber einhellig, dass sich die Zahl der Führerscheinentzüge durch das weniger fein abgestufte Punktevergabesystem um etwa zehn Prozent erhöhen wird. "Zwei verhältnismäßig leichte Verstöße wie Telefonieren am Steuer und eine Geschwindigkeitsübertretung von 21 km/h ergeben nach altem wie neuem System zwei Punkte", rechnet der Verkehrsrechtsexperte Mathias Voigt vor. "Im alten System entsprechen die Verstöße elf Prozent der möglichen Punkte, im neuen System bereits 25 Prozent ─ mehr als doppelt so viel." Der Führerscheinverlust drohe damit deutlich früher.

Ich denke, das beschreibt die Folgen recht gut. Ich habe keine Punkte und habe auch nichts gegen eine Verschärfung an sich. Dann soll man dies jedoch auch auch von Anfang an so sagen statt zu beschwichtigen und nur immer vom einfacheren System reden.
 
Alles noch harmlos gegen die Schweiz.

Forenkollege aus der Schweiz wurde vor ca. 9 Monaten auf der Landstr. geblitzt.
Kurze Probefahrt mit neuem Moped und etwas Gedankenlos zwischen seinem Heimatdorf
und dem Nachbardorf kurz beschleunigt und mit 144 km/h geblitzt (standen sie wohl noch nie)
Glaube in der CH ist 80 km/h auf der Landstr. Urteil ist vor einigen Tagen gesprochen wurden
1 1/2 Jahre auf Bewährung, 2 oder 3 Jahre Fußgänger, bislang 6.400 Schweizer Franken (kommt wohl
noch etwas dazu) und ganz viel Glück gehabt, dass das Motorrad nicht eingezogen wurde.
Nochmaliges Vergehen würde den Führerschein wohl auf Lebenszeit kosten.
Selbst schuld ganz klar, sagt er auch selbst.....................aber die Strafe :j:j:j
 
Selbst schuld ganz klar, sagt er auch selbst.....................aber die Strafe :j:j:j

Die Straße ist nun mal kein rechtsfreier Raum, auch wenn das ganz offensichtlich viele Verkehrsteilnehmer (insbesondere auf der Autobahn) völlig anders sehen.
Ich würde ab einem bestimmten Punkt deutlich höhere Strafen verhängen (an den Bruttolohn angepasst). Gott sei Dank fragt mich aber keiner :D
 
Die Geldstrafe ist das eine, aber 1,5 Jahre auf Bewährung obwohl keine Gefährdung anderer
stattgefunden hat, zusätzlich der mögliche Einbehalt des Fahrzeugs, naja
Wie gesagt, er sieht die Schuld ja auch bei sich und keinem anderen.
Gut das ich nicht in der Schweiz lebe ;)
 
Morgen startet das neue Punktesystem.

Inzwischen ist auch klar, dass das neue System schlicht eine Verschärfung ist. Es wird teurer und die Punkte verfallen nicht so schnell wie im alten System :

- Ordnungswidrigkeiten mit einem Punkt verfallen nach 2,5 Jahren.
- Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten mit zwei Punkten werden nach fünf Jahren getilgt.
- Straftaten mit drei Punkten bleiben zehn Jahre lang im Register.

...statt bisher Verfall nach zwei Jahren.


Ich denke, das beschreibt die Folgen recht gut. Ich habe keine Punkte und habe auch nichts gegen eine Verschärfung an sich. Dann soll man dies jedoch auch auch von Anfang an so sagen statt zu beschwichtigen und nur immer vom einfacheren System reden.

Auch im alten Punktesystem gab es für Straftaten andere Punktelöschungsfristen!

Siehe hier: http://www.bussgeldkatalog.biz/punkte-loeschung.html

Die Punkte in Flensburg aus Ordnungswidrigkeiten werden zwei Jahre nach Eintrag gelöscht. Die Bedingung hierfür ist, dass in dieser Zeit keine weiteren Punkte dazugekommen, sonst bleiben alle Flensburger Punkte stehen, und die Frist von zwei Jahren beginnt von neuem.

Die Punkte Löschung bei Straftaten erfolgt erst nach fünf Jahren. Hierbei sind allerdings die Alkohol- und Drogenfahrten sowie die Entziehung der Fahrerlaubnis ausgenommen.

Nach 10 Jahren werden die Flensburger Punkte in den übrigen Fällen gelöscht. Hierzu gehören, insbesondere Trunkenheitsfahrten und Führerscheinentzug.

Und dass es teurer wird, geht meiner Meinung nach absolut in Ordnung - niemand wird gezwungen schneller zu fahren als erlaubt. und wer es doch tut, darf auch gern einen "Expresszuschlag" zahlen ...
 
Zuletzt bearbeitet:
... Urteil ist vor einigen Tagen gesprochen wurden
1 1/2 Jahre auf Bewährung, 2 oder 3 Jahre Fußgänger, bislang 6.400 Schweizer Franken (kommt wohl
noch etwas dazu) und ganz viel Glück gehabt, dass das Motorrad nicht eingezogen wurde.
Nochmaliges Vergehen würde den Führerschein wohl auf Lebenszeit kosten. ...

Die Straße ist nun mal kein rechtsfreier Raum, ...

Das stimmt, Chris. Vergleicht man allerdings die o. a. Strafe mit Straftaten, die hierzulande zu einigermaßen ähnlichen Verurteilungen führen können, dann kann man wirklich nur noch den Kopf schütteln.

Wenn ich mal kurz polemisch sein darf: Lieber hierzulande einen Diebstahl, Raub oder eine sexuelle Nötigung begehen, als in der Schweiz erheblich zu schnell fahren. :O_oo:
 
Ich lebe seit fast 6 Jahren in der Schweiz und habe noch keine Bussen bekommen. Das hat einen einfachen Grund, ich halte mich an die Vorschriften ...

Das ist ganz toll. :) :-) Nur kann ein "ich halte mich an die Vorschriften" in einem Rechtsstaat keine Entschuldigung oder gar Rechtfertigung sein für unangemessen maßlose Bestrafungen. Das ist ähnlich schräg wie der häufig gelesene Ansatz, mit einem "ich habe eh nix zu verbergen" die rechtswidrige Verwendung von Personendaten legalisieren zu wollen.
 
- niemand wird gezwungen schneller zu fahren als erlaubt. und wer es doch tut, darf auch gern einen "Expresszuschlag" zahlen ...


Geht es eigentlich nur mir so, dass ich vielfach überhaupt nicht mehr weiß, wie schnell ich überhaupt auf einer BAB fahren darf?
Nach 30 Jahren Führerschein mit flotten Autos und als erklärter Gegner eines Tempolimits 130 kotzt es mich zunehmend an, dass alle paar hundert Meter ein neues Tempolimit gilt.
So konzentriert kann man doch garnicht sein, dass man bei so vielen Bekloppten, die ohnehin der vollen Aufmerksamkeit bedürfen, auch noch jedes Schild im deutschen Schilderwald sieht.
In etwa 70-80% der aufgestellten Schilder erkenne ich ohnehin keinen Sinn!
Leider muss ich nach einigen Urlauben im benachbarten Österreich feststellen, dass man dort mit Tempolimit viel entspannter fährt und sich gegenseitig respektiert, d.h. es wird auch rechts gefahren!
 
Ich bin schon lange für ein Tempolimit und für deutliche Strafen für Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot.
Letztes Wochenende hat es mal wieder fast geknallt, weil der schön fließende Verkehr, linke Spur um 130, Mitte um 110-120, rechts mal wieder ganz frei, auf einen 80km/h Fahrer auf der Mittelspur traf.
Vorne war ausweichen ganz easy, doch hinten wurde es ziemlich schnell eng.
 
Das ist ganz toll. :) :-) Nur kann ein "ich halte mich an die Vorschriften" in einem Rechtsstaat keine Entschuldigung oder gar Rechtfertigung sein für unangemessen maßlose Bestrafungen. Das ist ähnlich schräg wie der häufig gelesene Ansatz, mit einem "ich habe eh nix zu verbergen" die rechtswidrige Verwendung von Personendaten legalisieren zu wollen.

War so auch nicht gemeint. Die spinnen hier in der Schweiz natürlich komplett mit ihren Strafen.
Durfte in Deutschland schon mal MPU machen und sowas oder ähnliches riskiere ich einfach nie wieder ;)
 
... Durfte in Deutschland schon mal MPU machen und sowas oder ähnliches riskiere ich einfach nie wieder ;)

Spätestens nach einer MPU ist es, falls ich das mal so formulieren darf, mehr als nachvollziehbar, dass du dich an die Vorschriften hältst. ;) Immerhin war das Ding sicherlich eine gute Vorbereitung auf die schweizerischen Autosünderverbrennungen. :y
 
... Vergleicht man allerdings die o. a. Strafe mit Straftaten, die hierzulande zu einigermaßen ähnlichen Verurteilungen führen können, dann kann man wirklich nur noch den Kopf schütteln....
...
gefaelltmir.jpg

Hätte es nicht kürzer formulieren können! Hier meine mittelkurze Langform: :D

Da dürfen Pfaffen Kinder begrapschen oder schlimmeres, es werden Passanten in den U-Bahnen zum Krüppel getreten, da fallen Horden von Rumänen in NRW ein und schicken ihre minderjährigen Kinder auf Einbruchstouren usw. usw. - diese Scheixx-Liste ist wirklich lang... Gerade in NRW sind diese Zahlen eine Katastrophe!!! Bayern und BaWü haben im Vergleich zu NRW überhaupt keine derartigen Probleme!!! Warum nur? (Achtung: rhetorische Frage!)

Wir werden für DUMM verkauft - so einfach ist das! In einem anderen fred hatte ich mal die Zahlen gepostet. Nur einem Deppen ist zu vermitteln, dass man damit die Sicherheit erhöht. Die Verkehrssicherheit wird durch ganz andere DInge determiniert. Dem Bürger werden Dinge als "Verbesserung" verkauft, die in Wahrheit Verschlechterungen sind. Und alle glauben es brav. "Mehr Transparenz" soll es bringen, "einfacher" und "gerechter"! Dass ich nicht lache!!! Mir wird richtig übel bei soviel Borniertheit.

Nur ein paar wenige Punkte, die mir auf Anhieb dazu einfallen:
  • Die Vielfahrer (war ich bis vor 2 Jahren), das sind auch meistens die, die arbeiten und diesen Staat tragen, werden ab morgen deutlich benachteiligt.
  • Es gibt kaum noch Ermessensspielräume für die Behörden, denn in den allermeisten Fällen sind es ja gar keine Rüpel (was ein Raser ist, weiß ich bis heute nicht), sondern Fahrer wie "Du und ich", die z.B. auf der BAB mal 30 zu schnell sind, weil sich die Geschwindigkeitsbeschränkungen alle 100m ändern! Klar gibt es Rüpel - und auch noch schlimmere Typen! Und die sollen auch bestraft werden, ist doch keine Frage!!! Aber das sind weniger als 20%. Die anderen 80% werden dafür hübsch kriminalisiert.
  • Es gibt weniger Möglichkeiten, Punkte proaktiv abzubauen.
  • Und ein richtiger "Schuss vor den Bug", also quasi die letzte, richtig ernsthafte Warnung, kann ich auch nicht erkennen! Wie soll man denn bitte auch bei nur "8 Punkten" differenzieren? Eine qualitative Differenzierung wollte man einfach nicht. Macht Arbeit und bringt weniger Geld. Und die Bürger haben ja ohnehin schon Schwierigkeiten, bis 18 zu zählen. Ergo macht man es ihnen "einfacher" und zählt nur noch bis 8. Ich frage mich manchmal, wie weltfremd jemand sein muss, dass er glaubt, der "normale Bürger" merkt das nicht?
  • Das neue System ist nun auf "Strafe" ausgerichtet, nicht mehr auf "Erziehung". Den erzieherischen Effekt hätte man mit einer weiteren Qualifizierung und Differenzierung leicht verbessern können. Aber das will man nicht. Statt dessen wurde er abgeschafft. Der kleine Fehler, die Unachtsamkeit wird mit Straftaten (Alkohol, Drogen, 120 in der Ortschaft usw.) fast gleichwertig in einen Topf geworfen.
  • Das ganze Thema "Verkehr" ist eine riesige Geldmaschine: Angefangen schon beim Führerschein! Wie sollen denn 18jährige 2-3000€ für den Lappen aufbringen? Will mir das mal einer sagen? Dann kommen Ökosteuer, die (MW-) Steuer auf die Steuer bis hin zu den "Punkten". Ich mag das alles nicht aufzählen...
Was reg' ich mich auf...
:(

Ich glaube, ich drehe gerade mal eine Runde durch die menschenleere Eifel...

Viele Grüße, Herbert
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Thema juckt mich überhaupt net. In den Hauptverkehrszeiten fahr ich immer so wie es sich gehört. Bei den ganzen Handytippsern,Zeitungslesern(LKW) und Nasepoplern, ist das Unfallrisiko schon hoch genug, da muss ich nicht noch rasen!
Aus Unachtsamkeit mal mit etwas überhöhter Geschwindigkeit geblitzt zu werden, passiert jedem mal. Wobei ich ja immer gelasert werde und immer 10€ blechen darf, aber das passiert auch nur mit dem Firmenwagen.
 
Die meisten wird der neue Bußgeldkatalog sehr entgegen kommen :t

... ich fahre auf der Autobahn auch gern mal 20 zu schnell - ab 21 km/h gab's Punkte
... zukünftig kann ich auf Autobahnen bis zu 25 km/h zu schnell fahren - ab 26 km/h gibt's Punkte.

Von daher: Alles super!

Hallo Frank, bist du da sicher mit den Punkten?
Ich habe folgende Liste gegoogelt, da gibts auch schon 1 Punkt ab 21 km/h aber nur noch einen statt drei ab 26 km/h
upload_2014-4-30_19-26-36.png
 
Auch im alten Punktesystem gab es für Straftaten andere Punktelöschungsfristen!
Es bleibt jedoch der Fakt, die Masse an Punkten war nach 2 Jahren weg. Dies wurde jetzt verschärft.

Die meisten wird der neue Bußgeldkatalog sehr entgegen kommen :t

... ich fahre auf der Autobahn auch gern mal 20 zu schnell - ab 21 km/h gab's Punkte
... zukünftig kann ich auf Autobahnen bis zu 25 km/h zu schnell fahren - ab 26 km/h gibt's Punkte.
Ich denke, da liegst du falsch. Man schaue sich nur mal die Dinge an, die in bis heute einen Punkt ergaben und auch in Zukunft einen Punkt ergeben. Der Unterschied ist halt, heute 1 Punkt von 18, ab morgen 1 Punkt von 8. Ebenso die angeblichen besser gestellten Dinge. Bisher gab es da 3 Punkte von 18, jetzt 2 Punkte von 8. Einfach mal beim Abstand, Überholen und den restlichen Dingen schauen, in die man sehr schnell rutschen kann.

Damit bleibt, unterm Strich wird es teurer und verschärfter. Ok, ich fahre bisher mit 0 Punkten bei ca. 50tkm im Jahr, ich gehe davon aus, das wird sich nicht ändern. Aber die Wahrscheinlichkeit für eine Unaufmerksamkeit höher bestraft zu werden, ist gestiegen.
 
Was aber zukünftig ohne Punkte bleibt ist das Fahren ohne Kennzeichen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass bei einer schnell vorgetragenen Runde mal ein Nummernschild abfällt oder bereits beim Rausfahren aus der Garage abgefallen ist :eek:
 
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