Bahnstreik

Tja, die GDL übernimmt eben zur Zeit eine Vorreiterrolle für all die kleinen Gewerkschaften in Deutschland. Sonst würden alsbald nur noch Verdi und der Beamtenbund Existenzberechtigung haben.

Den Begriff des "... Vorreiters ..." empfinde ich an dieser Stelle doch als sehr gewagt. ;) Sollten andere kleine Gewerkschaften auf GDL-Niveau hinterherreiten, wird unsere Wirtschaft bald nicht mehr wettbewerbsfähig sein.

Ich bin dahingehend bei dir, dass das Vorhandensein mehrerer kleinerer Gewerkschaften gegenüber weniger großer durchaus wünschenswert sein dürfte. Nur macht die GDL derzeit eben den Fehler, über ihren Kompetenzbereich hinaus wirken zu wollen. Genau so kann das Nebeneinander kleinerer Gewerkschaften auf Dauer eben nicht funktionieren.
 
Sehr unschön formuliert und man könnte meinen,es soll einen gewissen Zweck erfüllen und eine mehr oder weniger gewollte Polemik schüren.
Wie ich finde,unfair deinerseits,wenn man bedenkt,dass mit knapp 120.000.000.000 Euro nur ZWEI Banken gerettet wurden auf Kosten der Steuerzahler,was kaum noch jemand vor Augen hat.
Und welcher weitere Schaden wurde durch diese Zahlung abgewendet?

... ich denke, man muss etwas weiter blicken an bis zur Fußspitze.
 
Hier wird argumentiert,dass am Streikrecht etwas geändert werden sollte,oder manche es ganz abschaffen wollen. Wir reden von einem GRUNDRECHT und in der Hinsicht,stellt sich mir die Frage,wie "dumm" sind die Deutschen eigentlich,um auf diesen Zug :D der Meinungsmache auf zuspringen und noch mehr Missgunst zu schüren,als es denjenigen zu "gönnen",welche noch in den "Genuss" kommen überhaupt in einer Gewerkschaft zu sein,ohne befürchten zu müssen ihren Job dadurch zu verlieren.
Ganz vergessen wird auch,welch Sparmaßnahmen in den letzten Jahren unter Herrn Mehdorn erlassen wurden und wie sehr gekürzt und zusammen gespart wurde und wie sehr sich dies auf die Beschäftigten ausgewirkt hat. Was auch in keinster Weise mal in den Medien Anklang findet. Warum wohl?! Als Erinnerung die Zugausfälle vorletzten Sommer,als KEIN Personal für Stellwerke zur Verfügung stand,nur weil ein Teil davon im Erholungsurlaub war. Dies sollte eigentlich die brisante Personelle Unterbesetzung aufzeigen,aber alles schon vergessen und wieder hinfällig.
Tja,warum wird gestreikt und die Fahrgäste sind betroffen,was sicher nicht schön ist und für Betroffene viele Unannehmlichkeiten mit sich bringt, weil es nur so wahrgenommen wird. Würde sich dafür jemand interessieren,wenn der Bahnverkehr wie gehabt von statten geht und nur Lokführer streiken,die gerade keinen Dienst haben? Sicher nicht und es würde allen nicht betroffenen am A... vorbeigehen und die Mentalität in unserem Lande wiedergeben. Nun,diese Mentalität spiegelt sich so oder so wieder,was der Politik selbstverständlich in die Karten spielt.

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Und wer sich jetzt beschwert,dass Lokführer so viel verdienen in D und mehr verdienen wie er selbst ...... keine Gewerkschaft?! Kein Streikrecht?!
Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst verfasst hast .... auf diese Gewerkschaftsdarstellung geb ich 'n Scheiß :d

.... zumal die Einkommen gar nicht mit den Lebenshaltungskosten relativiert wurden! ... in der Schweiz zahlste für eine 80m²-Wohnung schon 2.000 Euro Miete ... logisch, dass die Einkommen dort höher sind.

Wer glaubt, dass ein Euro in jedem Euro-Land denselben Wert hat, der ist viel zu naiv.

Und mal ehrlich ... 2.700 Euro brutto lese ich in manchen Quellen ... für Hauptschüler, die keine hohe Bildung brauchen und lediglich den Zug an den richtigen Stellen anhalten müssen (rote Ampel, Bahnsteig rechts oder Bahnsteig links) ... ich will den Job nicht abwerten, aber auch nicht zu hoch bewerten. Es gibt zahlreiche Berufe mit geringerem Einkommen und höherer Verantwortung.

Weiterhin sollte bei einem Vergleich der Einkommen auch die Arbeitszeit verglichen werden - und nicht nur eine Auswahl der Top-Verdiener herangezogen werden, sondern dann auch der Durchschnitt gebildet werden.
 
... Wer glaubt, dass ein Euro in jedem Euro-Land denselben Wert hat, der ist viel zu naiv. ...
Ein Vergleich innerhalb oder auch außerhalb der Euro-Zone taugt in der Tat nicht. Ohnehin sind Vergleiche zwischen Lokalitäten müßig, weil es kein valides Argument sein kann, dass man doch mehr verdienen müsse, weil irgendwo andere Menschen schon mehr verdienen. Im "Irgendwo" gelten nun einmal in aller Regel andere Bedingungen. Wir können ja auch mal schauen, wie viel die Kollegen in China verdienen.

... Und mal ehrlich ... 2.700 Euro brutto lese ich in manchen Quellen ... für Hauptschüler, die keine hohe Bildung brauchen und lediglich den Zug an den richtigen Stellen anhalten müssen (rote Ampel, Bahnsteig rechts oder Bahnsteig links) ... ich will den Job nicht abwerten, aber auch nicht zu hoch bewerten. Es gibt zahlreiche Berufe mit geringerem Einkommen und höherer Verantwortung. ...
Ich sehe das auch so, finde derartige Bewertungen allerdings auch immer herzlich schwer. Wann und unter welcher Prämisse ist ein Gehalt angemessen und gerecht? Können nicht sogar unter den Lokführern für den einen, verantwortungsbewussten Lokführer 2.700 brutto zu wenig sein, während sein verschlafener Kollege mit dem gleichen Gehalt überbezahlt ist?

Für mich ist daher letztlich der Umstand ausschlaggebend, dass jeder Mensch vor dem Erlernen eines Berufes zumindest eine ungefähre Kenntnis davon hat, jedenfalls haben muss, wie viel er in diesem Beruf mit welcher Tätigkeit verdienen kann, und - mit einiger Wahrscheinlichkeit - auch verdienen wird. Daher müssen Rufe des Arbeitnehmers nach einer Gehaltserhöhung aus meiner Sicht immer einen gewichtigen Anlass haben, und dürfen sich nicht in der Kritik erschöpfen, dass man den gesamten Berufsstand als unterbezahlt erachte. Das gilt auch und insbesondere, wenn der Ruf nicht von einem einzelnen kommt, der seinen Ruf vielleicht konkret mit seiner eigenen Leistung begründen könnte, sondern gleich von einer ganzen Gewerkschaft.

... Weiterhin sollte bei einem Vergleich der Einkommen auch die Arbeitszeit verglichen werden - und nicht nur eine Auswahl der Top-Verdiener herangezogen werden, sondern dann auch der Durchschnitt gebildet werden.

Ohne Zweifel korrekt. :t Wie unglaublich viele Menschen kritisieren es doch, dass der "Chef" mehr verdient als sie, bestehen aber gleichzeitig auf einem Arbeitszeitmodell, bei dem ihr Chef nicht einmal die Hälfte seiner Arbeit gebacken bekommen würde. :cautious:
 
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Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst verfasst hast .... auf diese Gewerkschaftsdarstellung geb ich 'n Scheiß :d

.... zumal die Einkommen gar nicht mit den Lebenshaltungskosten relativiert wurden! ... in der Schweiz zahlste für eine 80m²-Wohnung schon 2.000 Euro Miete ... logisch, dass die Einkommen dort höher sind.

Wer glaubt, dass ein Euro in jedem Euro-Land denselben Wert hat, der ist viel zu naiv.

Und mal ehrlich ... 2.700 Euro brutto lese ich in manchen Quellen ... für Hauptschüler, die keine hohe Bildung brauchen und lediglich den Zug an den richtigen Stellen anhalten müssen (rote Ampel, Bahnsteig rechts oder Bahnsteig links) ... ich will den Job nicht abwerten, aber auch nicht zu hoch bewerten. Es gibt zahlreiche Berufe mit geringerem Einkommen und höherer Verantwortung.

Weiterhin sollte bei einem Vergleich der Einkommen auch die Arbeitszeit verglichen werden - und nicht nur eine Auswahl der Top-Verdiener herangezogen werden, sondern dann auch der Durchschnitt gebildet werden.
Da wir von Durchschnitt reden, kommt mir in den Sinn, welches Durchschnittseinkommen in Deutschland verdient wird. Natürlich laut Statistik. Selbst von diesem Durchschnitt dürften manche Arbeitnehmer träumen.
Und ja, man könnte wieder die Bildung derjenigen zu Grunde legen, aber dies ist wohl noch ein ganz anderes Thema.
 
Da wir von Durchschnitt reden, kommt mir in den Sinn, welches Durchschnittseinkommen in Deutschland verdient wird. Natürlich laut Statistik. Selbst von diesem Durchschnitt dürften manche Arbeitnehmer träumen. ...

... und welche Aussage möchtest du damit treffen oder gar verargumentieren? :huh: Ist nicht böse gemeint, ich versteh's schlicht nicht. :) :-)
 
Jemand der Menschen befördert, der muss nicht nur die roten Ampeln beachten und die Türen zum linken oder zum rechten Bahnsteig öffnen....solche Leute haben ETWAS mehr Verantwortung.
Und das sollte auch bezahlt werden!
Generell haben wir in Deutschland ein Problem mit den Gehältern was die Arbeit MIT Menschen anbelangt bzw. dort wo ich für Menschen UNMITTELBAR Verantwortung trage. Leider.

Grüße von einem durchaus betroffenen Alltagspendler. ;)
 
Jemand der Menschen befördert, der muss nicht nur die roten Ampeln beachten und die Türen zum linken oder zum rechten Bahnsteig öffnen....solche Leute haben ETWAS mehr Verantwortung.
Und das sollte auch bezahlt werden! ...

Es wird auch bezahlt. :w Wer begründen möchte, dass die Lokführer unter dieser Prämisse zu wenig verdienen, müsste also schon etwas mehr Argumentationsfutter liefern. ;) Frank hat ja bereits darauf hingewiesen, dass auch in anderen Berufen eine hohe Verantwortung besteht. Verdienen diese Menschen alle mehr, und das mit Recht?

Ich bin ja sehr dafür, dass Menschen nach ihrer höchstpersönlichen Leistung bezahlt werden. Zu dieser Leistung gehört auch das erfolgreiche Tragen von Verantwortung - beispielsweise von Verantwortung für Leib und Leben der Passagiere. Auch unter dieser Prämisse sehe ich aber bei der Bedienung eines Schienenfahrzeugs zwar eine solche Verantwortung, würde die aber nur mäßig hoch ansetzen. Wenn ich dazu den Vergleich mit den Piloten der Passagierflugzeuge bemühen darf, dann tragen die Letzteren eine dramatisch höhere Verantwortung, weil sie zahlreiche sehr komplexe Anforderungen meistern müssen und bereits kleinstes Versagen zu einer Katastrophe führen kann. Ob dieserhalb die hohe Vergütung der Piloten angemessen und gerecht ist, möchte ich ausdrücklich nicht bewerten. ;)
 
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Da wir von Durchschnitt reden, kommt mir in den Sinn, welches Durchschnittseinkommen in Deutschland verdient wird. Natürlich laut Statistik. Selbst von diesem Durchschnitt dürften manche Arbeitnehmer träumen.
Und ja, man könnte wieder die Bildung derjenigen zu Grunde legen, aber dies ist wohl noch ein ganz anderes Thema.
Das Thema "Durchschnitt" ist ja wieder was gaaaaanz Unangenehmes.

In einer kleinen Firma arbeitet ein Chef und 5 Mitarbeiter ... der Chef verdient 100.000 Euro im Jahr, die Mitarbeiter 20.000 Euro im Jahr - das Durchschnittseinkommen liegt bei ca. 35.000 Euro, also fast doppelt so viel wie die einzelnen Mitarbeiter bekommen.

Ich bin eher für eine Median-Betrachtugn, da kommt dann etwas mit knapp über 20.000 Euro raus, wenn Ausreißer eliminiert werden, dann sind es sogar exakt 20.000 Euro im Median und die Welt erscheint in dem Licht wie sie erscheinen sollte.

Jemand der Menschen befördert, der muss nicht nur die roten Ampeln beachten und die Türen zum linken oder zum rechten Bahnsteig öffnen....solche Leute haben ETWAS mehr Verantwortung.
Und das sollte auch bezahlt werden!
Generell haben wir in Deutschland ein Problem mit den Gehältern was die Arbeit MIT Menschen anbelangt bzw. dort wo ich für Menschen UNMITTELBAR Verantwortung trage. Leider.

Grüße von einem durchaus betroffenen Alltagspendler. ;)
Mir war schon beim Schreiben bewusst, dass so ein Kommentar als Antwort zu erwarten ist.

Natürlich haben sie auch eine gewisse "Verantwortung" und natürlich werden "unproduktive Berufe", besser "nicht wertschöpfende Berufe" schlechter bezahlt als eben diese, die Werte schaffen.

Nun stellt sich jedoch die Frage wieviel sind die "Wertschöpfenden" bereit an die "nicht Wertschöpfenden" abzugeben ... wenn auf einem Wertschöpfer drei "nicht Wertschöpfende" fallen, dann kann das nur in einem Ungleichgewicht der Einkommen enden ... es sei denn wir führen wieder die "Planwirtschaft" der DDR ein ... dass so etwas schief geht, wissen wir bereits.

Es geht mir also um mehr als "Verantwortung", denn auch Physiotherapeuten, die die Arbeitskraft der "wertschöpfenden" Schweißer, Goldschmiede und Straßenarbeiter erhalten leisten einen Beitrag ... wie auch die Lokführer, die die "Wertschöpfenden" zur Arbeit bringen.

Nur muss sich das alles im Gleichgewicht befinden.

Es nützt doch nix, wenn die Lokführer 30% mehr Gehalt bekommen und die Bahntickets dann 30% teurer werden um die Lokführer zu bezahlen (nur sehr einfach gerechnet, mir ist klar, dass die Rechnung ungenau ist). Dann müssten auch die "Wertschöpfenden" 30% mehr Arbeitswegkosten ausgeben und dieses Geld zusätzlich verdienen.
Damit müssten auch die "wertgeschöpften Waren" teurer werden ... und wer zahlt die dann? Das ist ein immerwährender Kreislauf.

In der Industrie ist es einfach: Wenn ein Mitarbeiter um 10% produktiver ist, denn kann er auch 10% mehr Geld verdienen ohne dass die Waren teurer werden müssen.

Wenn ein Lokführer 10% mehr Geld möchte, dann kann er gar nicht produktiver werden ... das geht nur durch Verteuerung der Dienstleistung.

Und was das zur Folge hat, erleben gerade zahlreiche Friseursalons, die den Mindestlohn auszahlen müssen ... anstatt dass die Friseure überhaupt Arbeit haben, haben sie nun teilweise gar keine mehr ... super gemacht :X
 
Wenn ich noch ein weiteres Beispiel bringen darf, das vielleicht auch näher an dem Lokführer ist, dann ist das Beispiel der Kapitäne großer Schiffe. Auch die müssen andauernd eine Vielzahl hochkomplexer Vorgänge meistern - und das zwar nicht, wie die Piloten, in Sekundenbruchteilen, dafür aber in ständiger Koordination und Abstimmung mit der Besatzung, über einen Zeitraum von einigen Wochen hinweg und unter ständigem Schlafmangel.

Ich habe in der Familie sowohl Piloten, als auch Kapitäne, und darf wohl sagen, dass diese Menschen einiges leisten und immense Verantwortung tragen. Diese große Leistung und Verantwortung sehe ich bei einem Lokführer nicht, jedenfalls nicht in diesem Ausmaß, weil die Systeme einer Lok deutlich einfacher zu bedienen und Fehler in aller Regel nicht dramatisch zeitkritisch sein werden.
 
... und welche Aussage möchtest du damit treffen oder gar verargumentieren? :huh: Ist nicht böse gemeint, ich versteh's schlicht nicht. :) :-)
Nun Herr Brummm, wie schon etwas weiter unten darauf hingewiesen wurde, es ist ein gaaaaanz anderes Thema und mit Rücksicht auf den eigentlichen Fred und dessen Thema, möchte ich da nicht weiter darauf eingehen.
 
Hier wird argumentiert,dass am Streikrecht etwas geändert werden sollte,oder manche es ganz abschaffen wollen. Wir reden von einem GRUNDRECHT und in der Hinsicht,stellt sich mir die Frage,wie "dumm" sind die Deutschen eigentlich,um auf diesen Zug :D der Meinungsmache auf zuspringen und noch mehr Missgunst zu schüren,als es denjenigen zu "gönnen",welche noch in den "Genuss" kommen überhaupt in einer Gewerkschaft zu sein,ohne befürchten zu müssen ihren Job dadurch zu verlieren.
Ganz vergessen wird auch,welch Sparmaßnahmen in den letzten Jahren unter Herrn Mehdorn erlassen wurden und wie sehr gekürzt und zusammen gespart wurde und wie sehr sich dies auf die Beschäftigten ausgewirkt hat. Was auch in keinster Weise mal in den Medien Anklang findet. Warum wohl?! Als Erinnerung die Zugausfälle vorletzten Sommer,als KEIN Personal für Stellwerke zur Verfügung stand,nur weil ein Teil davon im Erholungsurlaub war. Dies sollte eigentlich die brisante Personelle Unterbesetzung aufzeigen,aber alles schon vergessen und wieder hinfällig.
Tja,warum wird gestreikt und die Fahrgäste sind betroffen,was sicher nicht schön ist und für Betroffene viele Unannehmlichkeiten mit sich bringt, weil es nur so wahrgenommen wird. Würde sich dafür jemand interessieren,wenn der Bahnverkehr wie gehabt von statten geht und nur Lokführer streiken,die gerade keinen Dienst haben? Sicher nicht und es würde allen nicht betroffenen am A... vorbeigehen und die Mentalität in unserem Lande wiedergeben. Nun,diese Mentalität spiegelt sich so oder so wieder,was der Politik selbstverständlich in die Karten spielt.

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Und wer sich jetzt beschwert,dass Lokführer so viel verdienen in D und mehr verdienen wie er selbst ...... keine Gewerkschaft?! Kein Streikrecht?!
Und wie siehts bei den Bruttogehältern aus ???
 
Das mit den Friseuren war ein gutes Beispiel.
Das die Mindestlöhne die Jobs kostet ist ja nicht die Schuld der Politik sondern der Bürger .

Jeder will viel verdienen und kriegt nicht genug.
Doch wenn mal ein Handwerker oder sonstige Dienstleistung bezahlt werden muss dann kommt die Geiz- Mentalität zum Vorschein.


Eine Arbeitsstunde bei BMW kostet mich circa 120-150€ doch wenn ein Friseur 50€-100€ verlangen würde dann wären wir sehr sehr verärgert.

Würden wir es bezahlen wie wir uns nebenbei mal schicke Felgen am BMW gönnen , so könnte auch die Friseurin/ Friseur ein gutes Gehalt bekommen.

Beide arbeiten ja 1 Stunde doch die Unterschiede sind zu groß und wir zu geizig.

Warum ist das so!?
 
Ich stimme dir grundsätzlich und sehr gerne zu, Robby, nur mit deinem Beispiel komme ich nicht klar. ;) Da ist es wieder, mein Gefühl von der gerechten Bezahlung, mit dem es sich nicht recht vereinbaren lässt, dass ein fähiger KFZ-Mechaniker nicht wesentlich mehr verdienen soll, als ein Mensch, der an Haaren herumbastelt. :w

Das möge bitte niemand persönlich nehmen, aber so sehe ich es halt. Liegt vielleicht daran, dass ich mir seit 20 Jahren selbst die Haare schneide. :X Ja ich weiß: So sehe ich auch aus... :d
 
Ich stimme dir grundsätzlich und sehr gerne zu, Robby, nur mit deinem Beispiel komme ich nicht klar. ;) Da ist es wieder, mein Gefühl von der gerechten Bezahlung, mit dem es sich nicht recht vereinbaren lässt, dass ein fähiger KFZ-Mechaniker nicht mehr verdienen soll, als ein Mensch, der an Haaren herumbastelt. :w

Das möge bitte niemand persönlich nehmen, aber so sehe ich es halt. Liegt vielleicht daran, dass ich mir seit 20 Jahren selbst die Haare schneide. :X Ja ich weiß: So sehe ich auch aus... :d

Tröste dich ...ich brauche fast keinen Friseur mehr...grins

Ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt und das Beispiel war nicht gut gewählt.

Klar soll ein fähiger ( falls man einen findet ) Mechaniker mehr verdienen als ein Mensch der an Haaren herumbastelt.
Aber wenn man zum Friseur geht soll man doch auch diese Dienstleistung entsprechend bezahlen damit die Menschen mehr als 700-900€ im Monat verdienen.


Verantwortung, Bildung und gute Arbeit soll einigermaßen vergütet werden egal in welchem Beruf.

Ich versuche es mit einem anderen Beispiel :

Einer meiner Brüder ist leitender Direktor mehrerer Privaten - Altenpflegeheimen und Seniorenwohnheimen.

Er verdient sehr sehr gut und lebt ohne Sorgen...er arbeitet viel und hat eine Verantwortung die ich überhaupt nicht möchte.

Doch seinen Job kann er auch nur erfolgreich ausüben weil jeder Mitarbeiter seinen Teil dazu beiträgt .

Doch ob Bruder oder nicht..es kann nicht sein das seine Arbeit überdurchschnittlich gut vergütet wird und der Pfleger, Küchenhilfe, Hausmeister usw...kaum über die Runden kommen.

Die Verhältnismäßigkeit gefällt mir einfach nicht bei den Gehältern.

Ich bin auch kein Experte doch bisschen Menschlichkeit und Fairness schadet nicht.
 
Die GDL als alleinigen Bösewicht hinzustellen sehe ich nicht, wir reden hier immerhin über die Bahn AG. Ein Verein der nicht gerade durch positive Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht hat. In den Medien kommt das jetzt so rüber als wäre die Bahn Klassenprimus in Sachen Sozialverantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern :X

Wenn die Bahn ein "Angebot" unterbreitet wo der GDL zukünftig verboten wird zu streiken .... zu einem guten Streit gehören immer zwei Parteien :D

Denke das ganze Problem hat längst die Sachebene verlassen und ist zur einer Fehde zwischen Bahn und GDL Chef geworden. Eine Lösung wäre vielleicht eine moderierte Schlichtung ohne diese beiden Personen.

Bin gespannt wie das weiter geht, so lange sich an der Konstellation nichts ändert, glaube ich nicht an eine schnelle Lösung.

Noch schaue ich diesem Drama entspannt zu und warte auf den nächsten Akt.
 
Die GDL als alleinigen Bösewicht hinzustellen sehe ich nicht, wir reden hier immerhin über die Bahn AG. Ein Verein der nicht gerade durch positive Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht hat. In den Medien kommt das jetzt so rüber als wäre die Bahn Klassenprimus in Sachen Sozialverantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern :X ...

Diesen Eindruck gewinne ich aus der Berichterstattung eher nicht. Die Meinung der Allgemeinheit von der Bahn ist seit Jahren keine allzu gute, und auch die Presse stellt die Bahn doch nicht als "Primus" dar. Nur kritisiert die öffentliche Meinung derzeit eben erheblich das Verhalten der GDL.

... Wenn die Bahn ein "Angebot" unterbreitet wo der GDL zukünftig verboten wird zu streiken ...

Genau das ist doch eben eine unangemessen verkürzte Darstellung der Sachlage - was hier auch bereits en Detail korrigiert wurde. Du kritisierst die Medien, stellst aber selbst Fakten so dar, wie man es nicht tun sollte. :w
 
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