mellowman
macht Rennlizenz
- Registriert
- 18 Oktober 2006
- Wagen
- BMW Z4 e85 roadster 3,0i
Das Urteil hat einzig und allein dem durch Gesetze gesteckten Rahmen zu entsprechen. Das „Rechtsempfinden“ ist sehr individuell und gern auch mal durch Einzelfälle geprägt. Eine Bewährungsstrafe z.B. ist unangenehmer, als manche das wahrnehmen.Ich würde mir niemals anmaßen, ein Urteil zu sprechen, aber auch ohne Studium der schriftlichen Urteile (sind diese denn überhaupt so verständlich verfasst, dass man sie ohne Jurastudium versteht? --> Ich muss gestehen, dass ich noch kein Urteil bzw. Urteilsbegründung komplett gelesen habe) sollte das Urteil - ich sage extra mehr oder weniger - dem Rechtsempfinden der Bevölkerung entsprechen. Letztlich ist es ja auch ein Kreislauf, weil die Politik die Gesetze und den Strafrahmen setzt, und die Politik wird natürlich von der öffentlichen Meinung beeinflusst. Unvergessen Gerhard Schröder "Kinderschänder wegsperren, für immer". Damit hat er der Glaubwürdigkeit der Justiz sicher einen Bärendienst erwiesen, aber es ist Ausdruck dessen, was die Bevölkerung von einem Rechtssystem erwartet.
Es wäre angebrachter, dem Rechtssystem zu vertrauen, das dafür sorgen soll, dass der gesteckte Rahmen für alle fair und möglichst gleich angewendet wird.
Was die Gesetzgebung angeht, kann sich ja jeder, z.B. durch Wählen oder sogar aktive politische Beteiligung, einbringen. Hier wird ja der „Volkswille“ durchaus gehört.
). Aber ehrlich: Das funktioniert doch nicht! Selbst mit einem guten Bildungsniveau lässt sich doch gar nicht alles verstehen, was Legislative, Judikative und Exekutive für uns tun. Allenfalls ein verschwindend kleiner Teil lässt sich durch den Einzelnen, je nach konkreter Fachkenntnis, halbwegs beurteilen. Und von den vielen ungebildeten Dusseln da draußen wollen wir erst gar nicht anfangen.


