Spritpreise - Spinnen die denn???!!!

Das finde ich doch eher sinnvoll.
Die Menge scheint eh beschränkt, insofern ist rationieren sinnvoll.
Und den Preis gleichzeitig beschränken stellt sicher, dass nicht nur die Reichen sich noch Benzin leisten können.

Alles gut
 
Das finde ich doch eher sinnvoll.
Die Menge scheint eh beschränkt, insofern ist rationieren sinnvoll.
Und den Preis gleichzeitig beschränken stellt sicher, dass nicht nur die Reichen sich noch Benzin leisten können.

Alles gut
Ist das dein Ernst? Rationierung in einer freien Marktwirtschaft vollkommen ohne Not?
Die Menge ist nicht beschränkt, der Staat kann oder will sich diese Maßnahme eben nur nicht mehr leisten.
Ist ja auch vollkommen kontraproduktiv, denn er subventioniert die - im Verhältnis zur einheimischen Bevölkerung - reichen österreichischen Tanktouristen.

Wenn der Staat wirklich die arme, arbeitende Bevölkerung unterstützen möchte, dann macht er das nicht über den Benzinpreis. Selbst wenn es keinen Tanktourismus gibt, wird der Porsche-Fahrer deutlich mehr entlastet. Man könnte z.B. die Pendlerpauschale erhöhen oder Mobilitätszuschüsse, Gutscheine etc. einführen. Alles besser als die Methode "Gießkanne".
 
Ich kenne die detaillierte Lage bzgl Benzinversorgung und Reserven in Slowenien nicht.
Alles der freien Marktwirtschaft zu überlassen ist auch nicht gut, da werden die Schwachen nur ausgebeutet.
Wobei ich grundsätzlich für freie Marktwirtschaft bin.

Man schaue nur nach USA, da gibt es eine „freie Marktwirtschaft“ und deren Folgen - ich lach mich schlapp
 
Ich kenne die detaillierte Lage bzgl Benzinversorgung und Reserven in Slowenien nicht.
Alles der freien Marktwirtschaft zu überlassen ist auch nicht gut, da werden die Schwachen nur ausgebeutet.
Wobei ich grundsätzlich für freie Marktwirtschaft bin.

Man schaue nur nach USA, da gibt es eine „freie Marktwirtschaft“ und deren Folgen - ich lach mich schlapp
OK, wir in Europa haben - zum Glück, da bin ich bei dir - eine soziale Marktwirtschaft.
Aber wenn ich mich zwischen Rationierung und freier Marktwirtschaft à la USA entscheiden müsste wäre meine Wahl klar ;)

Also wir sind uns hier ja weitestgehend einig, dass man Pendler mit kleinem Einkommen entlasten muss, nur über das "Wie" streiten wir uns. Eine "Benzinpreisbremse" oder ähnliches hört sich dabei sehr einfach an, aber sie entlastet eben alle, und überproportional diejenigen mit Autos, die viel verbrauchen, also keine typischen Autos von Pendlern mit kleinem Einkommen. Und fairerweise muss man den Leuten erklären, dass so eine Politik auch Geld kostet - in Form von weniger Steuereinnahmen - und am Ende irgendjemand wird zahlen müssen.
 
Das finde ich doch eher sinnvoll.
Die Menge scheint eh beschränkt, insofern ist rationieren sinnvoll.
Und den Preis gleichzeitig beschränken stellt sicher, dass nicht nur die Reichen sich noch Benzin leisten können.

Alles gut

Wieviel Liter pro Kopf wäre denn sinnvoll, pro Jahr?
 
Und fairerweise muss man den Leuten erklären, dass so eine Politik auch Geld kostet - in Form von weniger Steuereinnahmen - und am Ende irgendjemand wird zahlen müssen.
Das höre ich öfter, aber ob das wirklich "stimmt"?
Der Staatsanteil ist ja ein Prozentwert. Steigt der Kraftstoffpreis, geht der Staatsanteil nach oben. Vereinfacht mal 50% Steuer. Bei 2€ macht das 1€ Steuern. Steigt der Spritpreis auf 3€, sind wir bei 1,50€ Steuern. Der Staat würde also mehr Steuern (hier 50Cent) einnehmen, ohne, dass er mehr leistet.
Gibt er nun die 50 Cent zurück, würde er genau so viel einnehmen, wie vor der Preiserhöhung, der Bürger aber statt 3€ nur noch 2,50€ zahlen müssen. Die Konzerne kriegen also unverändert ihren Mehranteil für Beschaffung, höhere Frachtkosten, Versicherungen etc., der Staat aber verdient genau so viel wie vorher, er verliert keine Einnahmen.

Natürlich kann man das auch anders sehen und sagen, dass der Verzicht auf Mehrgewinn auch immer ein Verlust ist, aber das ist hier meiner Meinung nach nicht entscheidend. Der Staat sollte nicht auch noch an Kriesenkosten mehr verdienen.
Sollten die Unternehmen die Preise dagegen zu hoch ansetzen, kann man sie ja ggf. noch über Gewinnbesteuerung kriegen. Und ja, dann gibt es noch die Nachfrageschwankung auf Grund des Preises etc. Ganz genau kriegt man es nicht hin.

Aber ich fände es gut, wenn der Staat seine Einnahmen hier konstant hält, statt mehr Steuern zu erzielen und damit noch mehr soziale Umverteilung zu finanzieren.
 
Habe auch noch mal gegoogelt um den Leserbriefschreiber oben zu verifizieren und erhalte das als Antwort für den Stand 2025:

Der Steueranteil bei Benzin (Super E10) in Deutschland ist hoch und macht oft über 50 % des Endpreises aus.
Er setzt sich primär aus der festen Energiesteuer (ca. 65,45 Cent/Liter), der CO₂-Abgabe und der darauf erhobenen 19 % Mehrwertsteuer zusammen.
Insgesamt flossen 2025 rund 64 % des Preises in die Staatskasse.
Zusammensetzung der Steuerlast (ca.-Werte):
Zusätzlich zu diesen fixen und variablen Abgaben kommen die Produktkosten (Einkauf, Transport) sowie die Gewinnspanne der Mineralölkonzerne und Tankstellen hinzu.
Der staatliche Anteil ist somit größer als der Anteil für Herstellung und Vertrieb
[...], weil der Staat keine Steuer/Abgabe erhöht hat. Es bleiben die 6ct MwSt. pro verteuertem Liter.
Nach meinem Verständnis (und dem Stand vor ein paar Tagen) wären diese ~6ct die Basis für Deine Berechnung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ni
Das höre ich öfter, aber ob das wirklich "stimmt"?
Der Staatsanteil ist ja ein Prozentwert. Steigt der Kraftstoffpreis, geht der Staatsanteil nach oben. Vereinfacht mal 50% Steuer. Bei 2€ macht das 1€ Steuern. Steigt der Spritpreis auf 3€, sind wir bei 1,50€ Steuern. Der Staat würde also mehr Steuern (hier 50Cent) einnehmen, ohne, dass er mehr leistet.
Gibt er nun die 50 Cent zurück, würde er genau so viel einnehmen, wie vor der Preiserhöhung, der Bürger aber statt 3€ nur noch 2,50€ zahlen müssen. Die Konzerne kriegen also unverändert ihren Mehranteil für Beschaffung, höhere Frachtkosten, Versicherungen etc., der Staat aber verdient genau so viel wie vorher, er verliert keine Einnahmen.

Natürlich kann man das auch anders sehen und sagen, dass der Verzicht auf Mehrgewinn auch immer ein Verlust ist, aber das ist hier meiner Meinung nach nicht entscheidend. Der Staat sollte nicht auch noch an Kriesenkosten mehr verdienen.
Sollten die Unternehmen die Preise dagegen zu hoch ansetzen, kann man sie ja ggf. noch über Gewinnbesteuerung kriegen. Und ja, dann gibt es noch die Nachfrageschwankung auf Grund des Preises etc. Ganz genau kriegt man es nicht hin.

Aber ich fände es gut, wenn der Staat seine Einnahmen hier konstant hält, statt mehr Steuern zu erzielen und damit noch mehr soziale Umverteilung zu finanzieren.
Nicht ganz richtig, Energiesteuersatz und CO2 Steuer sind fest, bei Benzin liegt der Energiesteuersatz bei 65,4 Cent je Liter, bei Diesel bei 47,0 Cent je Liter und die CO2-Abgabe zurzeit bei Benzin bei 17,3 und bei Diesel 15,7 Cent.
Heißt, wenn der Sprit um 50 Cent steigt, verdient der Staat nur 9,5 Cent mit, Preiserhöhung dann also 59,5 Cent.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na, das läuft ja super in Slowenien, Benzin künstlich günstig halten und dann rationieren.... erinnert mich irgendwie an die DDR?!
Das passiert eben, wenn der Staat denkt, in die freie Wirtschaft eingreifen zu müssen.

Slowenien (als Beispiel) deckelt sowohl Steuereinnahmen als auch ausufernde Gewinne der Ölmultis.

Lieber so als diesen ideologischen Mist hier:
 
Ich wohne direkt an der Luxemburger Grenze und kann daher zumindest zu dieser einen Zeile sehr konkret was sagen: Würde man den Vergleich statt bis zum 09.03. bis heute ziehen, würden die Daten komplett anders aussehen. Lux hat den Anstieg schlicht etwas später gehabt, aktuell sind wir aber auch bei 2€ pro Liter Diesel (am 28.02. noch 1,465, also ein Anstieg von 36,5%); bei Super 95 aktuell 1,727 (am 28.02. noch 1,483, also ein Anstieg von 16,4%). Es ist wie immer mit Statistiken: Nimm nur den richtigen Bildausschnitt, dann kann man fast alles "belegen".
Realitätscheck Slowenien: 1,48 Euro heute morgen für 1L Super 95.
 
Das höre ich öfter, aber ob das wirklich "stimmt"?
Der Staatsanteil ist ja ein Prozentwert. Steigt der Kraftstoffpreis, geht der Staatsanteil nach oben. Vereinfacht mal 50% Steuer. Bei 2€ macht das 1€ Steuern. Steigt der Spritpreis auf 3€, sind wir bei 1,50€ Steuern. Der Staat würde also mehr Steuern (hier 50Cent) einnehmen, ohne, dass er mehr leistet.
Gibt er nun die 50 Cent zurück, würde er genau so viel einnehmen, wie vor der Preiserhöhung, der Bürger aber statt 3€ nur noch 2,50€ zahlen müssen. Die Konzerne kriegen also unverändert ihren Mehranteil für Beschaffung, höhere Frachtkosten, Versicherungen etc., der Staat aber verdient genau so viel wie vorher, er verliert keine Einnahmen.

Natürlich kann man das auch anders sehen und sagen, dass der Verzicht auf Mehrgewinn auch immer ein Verlust ist, aber das ist hier meiner Meinung nach nicht entscheidend. Der Staat sollte nicht auch noch an Kriesenkosten mehr verdienen.
Sollten die Unternehmen die Preise dagegen zu hoch ansetzen, kann man sie ja ggf. noch über Gewinnbesteuerung kriegen. Und ja, dann gibt es noch die Nachfrageschwankung auf Grund des Preises etc. Ganz genau kriegt man es nicht hin.

Aber ich fände es gut, wenn der Staat seine Einnahmen hier konstant hält, statt mehr Steuern zu erzielen und damit noch mehr soziale Umverteilung zu finanzieren.
Wie @H-P schon richtig sagte sind die 50% falsch, da der Großteil der Steuer eben nicht prozentual zugeschlagen wird, also müsstest du mit 19% MwSt rechnen.

Aber auch mit 19% enthält die Betrachtung einen grundlegenden Fehler: Du gehst fälschlicherweise davon aus, dass allein die Kosten den Preis bestimmen!

Dem ist aber nicht so, wie man an der aktuellen Ölpreissteigerung und der Explosion im Spritpreis erkennen kann: Der Sprit ist absolut gesehen deutlich teurer geworden, als durch den Ölkostenanteil im Sprit überhaupt erklärbar.
Auch würde sich der Preis nicht mehrmals täglich in großen Sprüngen ändern, wenn er rein kostenbasiert wäre. (Schließlich kommt nicht alle 15 Minuten ein neuer Tanklaster, der teureren/ billigeren Sprit an die Zapfsäule bringt. :p :P )

Denn die tatsächlichen Preise werden von den Mineralölmultis nicht allein durch die Kosten bestimmt (die Kosten bestimmen höchstens den Mindestpreis), sondern vor allem durch den am Markt erzielbaren Preis. Und da haben die halt gemerkt, dass auch bei (gemeinsam mit dem "Wettbewerb" hochgeschaukelten) 2,25€/l noch getankt wird. Umsatz in Litern mag aufgrund der Sparsamkeit einiger etwas zurück gehen, aber Umsatz in € und vor allem Gewinn sind explodiert - und da sind sich alle "Wettbewerber" auf dem Markt einig, dass sie das haben wollen.

Und eben daran würde eine Steuersenkung bzw ein Steuerverzicht genau gar nichts ändern, wie man auch bei der Spritpreisbremse 2022 schon gesehen hat: Staat hat Abgaben reduziert, Preis an der Zapfsäule ist aber quasi gleich geblieben. Einfach weil der Preis offensichtlich erzielbar ist und somit auch genommen wird. Die reduzierte Steuerlast sorgte dann nur für eine weitere Gewinnsteigerung der Konzerne, wie man in den jeweiligen Jahresbilanzen 2022 unschwer erkennen kann.

Bzgl. höherer Gewinnbesteuerung bzw. Abschöpfung von "Übergewinnen" kann man sich ja auch 2022ff angucken, wie gut das geklappt hat: Nämlich gar nicht!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie @H-P schon richtig sagte sind die 50% falsch, da der Großteil der Steuer eben nicht prozentual zugeschlagen wird, also müsstest du mit 19% MwSt rechnen.

…..

Denn die tatsächlichen Preise werden von den Mineralölmultis nicht allein durch die Kosten bestimmt (die Kosten bestimmen höchstens den Mindestpreis), sondern vor allem durch den am Markt erzielbaren Preis. Und da haben die halt gemerkt, dass auch bei (gemeinsam mit dem "Wettbewerb" hochgeschaukelten) 2,25€/l noch getankt wird. Umsatz in Litern mag aufgrund der Sparsamkeit einiger etwas zurück gehen, aber Umsatz in € und vor allem Gewinn sind explodiert - und da sind sich alle "Wettbewerber" auf dem Markt einig, dass sie das haben wollen.

….
s. #2.611
 
Zuletzt bearbeitet:
Lang ists her, habe es auch noch erlebt, mit meinem ersten Diesel habe ich für den Liter noch etwas über einer Mark bezahlt.:) :-)

Vorhin schrieb mir ein Freund auf dem Weg nach Salzburg, Diesel an der AB 2,75 €, bald so teuer wie ein Bier.😂
 
Lang ists her, habe es auch noch erlebt, mit meinem ersten Diesel habe ich für den Liter noch etwas über einer Mark bezahlt.:) :-)

Vorhin schrieb mir ein Freund auf dem Weg nach Salzburg, Diesel an der AB 2,75 €, bald so teuer wie ein Bier.😂
oh ihr Jungspunde mitte der 60er kostete der Ltr. Diesel 40 - 50 Pfennig und der Ltr Benzin ca 57 Pf. ;)
 
auch den höheren Verbrauch
Einkommen ist klar, aber war der Verbrauch bei vergleichbaren Fahrzeugklassen wirklich deutlich höher?

Kenne mich mit Autos der 50er nicht aus, aber zumindest mit Autos der letzten 25 Jahre habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich die klassenspezifischen Verbräuche nicht viel verändert haben.

Sei es bei M54B30 Bj 2002 vs 2,3l Vierzylinder Turbo 2024 (beide um 11l/100km) oder über vier Generationen 320d hinweg (E46 bis G21 immer um 6,7l/100km).
Klar sind Fahrbarkeit, Beschleunigung, Emissionen etc. besser geworden aber zumindest bei Autos aus diesem Jahrtausend brauchen die bei mir immer +/- das gleiche.
 
Einkommen ist klar, aber war der Verbrauch bei vergleichbaren Fahrzeugklassen wirklich deutlich höher?

Kenne mich mit Autos der 50er nicht aus, aber zumindest mit Autos der letzten 25 Jahre habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich die klassenspezifischen Verbräuche nicht viel verändert haben.

Sei es bei M54B30 Bj 2002 vs 2,3l Vierzylinder Turbo 2024 (beide um 11l/100km) oder über vier Generationen 320d hinweg (E46 bis G21 immer um 6,7l/100km).
Klar sind Fahrbarkeit, Beschleunigung, Emissionen etc. besser geworden aber zumindest bei Autos aus diesem Jahrtausend brauchen die bei mir immer +/- das gleiche.
Verbrauch pro PS hat sich gefünftelt.
Ein Käfer braucht mit ca. 50 PS um die 10 Liter, ein 200 PS Verbrenner kann heute mit 7 Liter bewegt werden.
 
Zurück
Oben Unten