Das höre ich öfter, aber ob das wirklich "stimmt"?
Der Staatsanteil ist ja ein Prozentwert. Steigt der Kraftstoffpreis, geht der Staatsanteil nach oben. Vereinfacht mal 50% Steuer. Bei 2€ macht das 1€ Steuern. Steigt der Spritpreis auf 3€, sind wir bei 1,50€ Steuern. Der Staat würde also mehr Steuern (hier 50Cent) einnehmen, ohne, dass er mehr leistet.
Gibt er nun die 50 Cent zurück, würde er genau so viel einnehmen, wie vor der Preiserhöhung, der Bürger aber statt 3€ nur noch 2,50€ zahlen müssen. Die Konzerne kriegen also unverändert ihren Mehranteil für Beschaffung, höhere Frachtkosten, Versicherungen etc., der Staat aber verdient genau so viel wie vorher, er verliert keine Einnahmen.
Natürlich kann man das auch anders sehen und sagen, dass der Verzicht auf Mehrgewinn auch immer ein Verlust ist, aber das ist hier meiner Meinung nach nicht entscheidend. Der Staat sollte nicht auch noch an Kriesenkosten mehr verdienen.
Sollten die Unternehmen die Preise dagegen zu hoch ansetzen, kann man sie ja ggf. noch über Gewinnbesteuerung kriegen. Und ja, dann gibt es noch die Nachfrageschwankung auf Grund des Preises etc. Ganz genau kriegt man es nicht hin.
Aber ich fände es gut, wenn der Staat seine Einnahmen hier konstant hält, statt mehr Steuern zu erzielen und damit noch mehr soziale Umverteilung zu finanzieren.