AW: Scheiss asoziale Neider!!!
Geschichte 2:
"Heute befinden wir uns in der beschaulichen Großstadt P. und beobachten das Geschehen rund um Ken T.
Ken ist 17 Jahre alt (wobei er nach seinem Ausweis 19 ist) und wächst in einer normalen deutschen Durchschnittsfamilie auf. Sein Vater ist Elektriker und häufig auf Montage, die Mutter arbeitet seit 3 Jahren wieder als Aushilfskraft bei einem Lebensmittelkonzern und die große Schwester ist vor 2 Jahren zu ihrem Freund gezogen. Die familiäre Situation ist passabel, nur mangelt es der Mutter häufig an Autorität gegenüber ihrem halbstarken Sprößling.
Der Jugendliche Ken T. besucht die Staatliche Realschule und befindet sich in seinem Abschlussjahr zur Mittleren Reife (1 mal Widerholung in der 9. Klasse) und hat derzeit noch keinen konkreten Berufswunsch. Seiner Interessenslage und seinem Notendurchschnitt von 3,1 entsprechend empfiehlt ihm der Berufsberater eine Ausbildung zum KfZ - Mechaniker oder zum Fleischer. Leider sind die Jobs ja ziemlich uncool, etwas wie Rapper, Pornovideothekenbesitzer, Barbetreiber oder Zuhälter würden eher der Interessenslage von Ken entgegenkommen. Nun er steckt halt mitten in der pubertät, wie seine Mami immer zu sagen pflegt.
Die Familie wohnt seit fast 20 jahren bescheiden auf 80m² in einer 70er Jahre Mehrfamilienhaussiedlung im südlichen Stadtteil von P. Ken ist hier aufgewachsen und hat ein gutes Netzwerk an Freunden und Freundinnen in seiner Nachbarschaft. In deren Sprache ausgedrückt: Gangbrothers and Pussys! Mit seinen Kumpels hält sich Ken fast täglich bis in die späten Abendstunden an einem Supermarktparkplatz auf, auf dem ab und an Skateboard gefahren wird. Die Nachbarn haben ihr BEschwerdemanagement gegen die Jugendlichen aufgrund tätlicher Übergriffe aufgegeben oder sind weggezogen. Den Block regiert nicht die Polizei, nein das machen die Jungs.
In Anbetracht ihrer Schulbildung und ihrer bürgerlichen Erziehung kann man keinem dieser Jungs eine ernsthafte Gangsterkarriere nachsagen, sie sind eher zuwenig Gangster und zuwenig guter Nachbarsjunge. Irgendwas zwischen 50 Cent und Ben würde man behaupten.
Sein engster Freundeskreis besteht aus: Pedro (genannt: Stecher), Luca (genannt: Potter) und Felix (genannt: Pax). Ken`s Alias ist KC (kejzee).
Das Highlight der Woche ist immer ihre Cityaction am Samstag und folgt einem klaren Ritual. Kurz vor Ladenschluss kauft Pedro, weil er am ältesten wirkt, mit seinem gefällschten Ausweis im Discounter 4 Flaschen Bitterlemon (2 Liter je Flasche) und 4 Flaschen Vodka Amilstoffw (1 Liter). Die Kassiererin Moni B. kennt die Jungs schon. Moni B. weiß das die Jungs noch keine 18 sind, aber sie hat selbst genug mit ihrem verkorksten leben und ihrem übel gelaunten Gatten zu tun, so dass ihr der Umstand wenig nahe geht. Der Chef braucht Umsatz und den Rest sollen nach ihrer Meinung die Eltern besorgen. Nun, Pedro hat den Stoff und flugs geht es an die Arbeit. Ken (der Barkeeper) schüttet gekonnt fast die Hälfte jeder Bitterlemonflasche ins Gebüsche und ersetzt ihn durch den Vodka. Die dadurch entstandene Turbomischung hat mächtig Power und die Reise kann beginnen.
Start ist die U-Bahn in die City. Die Flaschen leeren sich nach und nach. Höhepunkt ist das Meet and Greet mit ein paar Pussys am Hauptplatz und dann noch ein paar Bierchen zischen in der Kneipe FLUSH.
Gegen 23 Uhr ist der Pegel auf seinem Höhepunkt und nach einer kurzen Reiberei mit einer rivalisierenden Gang aus der Nordstadt (Grund war ne Pussy), verlassen die Jungs fluchtartig die Kneipe in Richtung U-Bahn. Ihrem frust machen die Jungs anfangs lautstark Luft. Felix, der extremste aus der Gruppe, kriegt sich mittlerweilen kaum noch ein. Agressiv und alkoholisiert heizt er die Gruppe weiter an. Nach ca. 5 minuten entläd sich eine Frustwelle gegenüber einer Gruppe Nobeltussen die auf dem Weg zu einem Club ist. Angeblich hätte sich woghl eine der Damen über das Rapperoutfit von Luca lustig gemacht. Die verbalen Entgleisungen unter der Gürtellinie heben die Laune der Jungs und die Euphorie steigt in das Stadium GOD auf.
Auf ihrem Weg zur U-Bahn Station müssen sie auch über den Cityparkplatz. Um 23.28 kommt es zum traurigen Höhepunkt des Tages. Die Dinge nehmen ihren Lauf, als Felix an einem Astra Kombi die Antenne abbricht und Luca damit auspeitschen will, Luca wehrt sich seinerseits mit einer Antenne eines alten Ford. Davon angestachelt tritt Felix den Aussenspiegel zweier Mercedes ab. Pedro will ihn dabei toppen. Mittels eines Diamantschneiders ritzt er das Ganglogo in die Scheiben und Blechteile verschiedener PKW und wird dabei von seinen Kumpels animiert.
Aufgrund des Geschreis werden Passanten auf die Jugendlichen aufmerksam. Nun sind die Jungs gezwungen den schnellen Rückzug in Richtung u-Bahn anzutreten. Dabei nutzen sie den direkten Weg über Autos, Motorhauben und durchs Gebüsch, wie sie es in Amiserien gesehen haben.
Afgrund der Flucht und auch der Angst, unterlassen es die Passanten die Polizei zu holen. Es ist ja nichts passiert, was von Belang wäre.
Manche Fahrzeugbesitzer bemerken ihren Schaden erst Tage später und können keinen Bezug mehr zu dem Samstag herstellen. Somit registriert die Polizei nur einen direkte Beschädigung an 2 Mercedes (Aussenspiegel), eine ganz normale Samstagnacht.
Auf der Heimfahrt sind die Jungs sichtlich zufriefen und prahlen untereinander von ihrer Tat. Dabei wird der Wagon noch etwas verschönert und ein glorreicher Abend neigt sich dem Ende. We rule brothers!
1 Jahr später:
Ken hat durch Glück einen Ausbildungsplatz als KfZ-Mechaniker ergattert und macht sich in seiner Ausbildung ganz gut. zu den Jungs hat er keinen Kontakt mehr, seit er mit einer Freundin aus einem anderen Stadtteil geht. Die Jungs mochten die Tussi nicht. Ken hat seinen führerschein gemacht und fährt einen 118i Compakt im M-Look (sein neues Hobby). Den besagten Samstagabend hat er nicht vergessen, beschämt schaut er, wenn er Cabrios mit aufgeschlitzten Dächern, oder zerkratztem Blechhaut von Kunden sieht. Gesprochen hat er darüber aber nie und wird es wohl auch nie tun.
Pedro ist sitzen geblieben und versucht seine Mittlere Reife zu bestehen. Mittlerweile sieht er aus wie Mitte 20 unter lauter 16 jährigen Kids. Sein Alkoholproblem macht sich mittlerweile auch in der Schule bemerkbar. Seine Eltern denken darüber nach ihn in die Heimat zu den Großeltern zu schicken.
Luca ist mittlerweile aus dem Stadtteil weggezogen, sein Vater hat einen guten Job bei einem Konzern bekommen. Luca hat ab und zu Kontakt zu Ken, eher sporadisch. Mittlerweile hat auch er eine Ausbildung als Bürokaufmann im Konzern bei Papa begonnen, den Mitmenschen fällt er als netter Junge auf.
Felix ist am schlechtesten dran. Schule hat er geschmissen, nach einem mißlungenen Einbruch in einen Porsche wurde er von der Polizei aufgegriffen und nach Jugendrecht zu 2 Jahren auf Bewährung. Nach einem Ladendiebstahl einer D&G Jacke für 800€ wurde er mittlerweile in den Jugendknast gesteckt. Der Beginn einer Karriere."
Geschichte 3 mach ich vielleicht noch...
