Negative Seiten der PKV

Zur Vollständigkeit halber noch der Wortlaut unseres mailkontaktes: (Anmerkung:zwischen Andreazzz und OLO)

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Also, ich bin mit den Aussagen von OLO absolut nicht einverstanden und muß mich auch sehr zurückhalten um nicht meine Abneigung dagegen zum Ausdruck zu bringen.

Auf der anderen Seite geht es in meinen Augen aber gar nicht, interne Mailkommunikation oder PN's zu veröffentlichen. Das konterkariert in jedem Fall den Sinn von Mails oder Private Nachrichten. Auch wenn solche Reaktionen durchaus verständlich sein können. Private Kommunikation muß auch Privat bleiben.
 
Also, ich bin mit den Aussagen von OLO absolut nicht einverstanden und muß mich auch sehr zurückhalten um nicht meine Abneigung dagegen zum Ausdruck zu bringen.

Auf der anderen geht es in meinen Augen aber gar nicht, interne Mailkommunikation oder PN's zu veröffentlichen. Das konterkariert in jedem Fall den Sinn von Mails oder Private Nachrichten. Auch wenn solche Reaktionen durchaus verständlich sein können. Private Kommunikation muß auch Privat bleiben.

Du hast Recht, ich habe es zwischenzeitlich gelöscht!
Ich hatte wirklich gedacht, er würde sein Verhalten überdenken, aber weit gefehlt...
 
Dann hast Du keine Ahnung vom Gesundheitssystem und solltest Dich mit den Zuständigkeiten vertraut machen.
Ich denke du bist der, der hier einiges falsch versteht. Denn du benutzt eine Einrichtung die für Notfälle vorgesehen ist zur Lösung von allgemeinen Problemen. Ich traue dir den IQ zu den Unterschied zu verstehen und erspare mir weitere Erläuterungen. Durch dein Verhalten - viele machen es ja ebenso - werden genau diese Notdienste mit vielen "Normalfällen" von ihrer eigentlichen Arbeit abgehalten. Kommt dann ein Notfall, steht der Arzt nicht zur Verfügung. Insbesondere weil du vorgibst in dieser Branche zu arbeiten ist ein solches Verhalten in meinen Augen schäbig. Wer in dieser Branche arbeitet sollte es besser wissen und die Moral aufbringen, die zum Funktionieren solcher Systeme nötig ist.

Bei dem Thema ist es im Übrigen völlig unerheblich was du einzahlst. Du meinst, du bekommst das eingezahlte Geld nie wieder raus? Das war bei mir bis 12/2012 auch so. Dann änderte sich plötzlich die Situation und nun falle ich sozusagen den anderen Versicherten zur Last. Aber ist nicht genau das das Wesen einer solchen Versicherung? Alle zahlen ein und federn die Last für die, die es brauchen ab. Im Übrigen, ich gebe dir gern meine Krankheit ab. Nur damit du dann mehr rausbekommst als du einzahlst. Ob du dann damit glücklicher bist, wage ich zu bezweifeln.
 
Bei dem Thema ist es im Übrigen völlig unerheblich was du einzahlst. Du meinst, du bekommst das eingezahlte Geld nie wieder raus? Das war bei mir bis 12/2012 auch so. Dann änderte sich plötzlich die Situation und nun falle ich sozusagen den anderen Versicherten zur Last. Aber ist nicht genau das das Wesen einer solchen Versicherung? Alle zahlen ein und federn die Last für die, die es brauchen ab.

Deshalb nennt man das System ja auch Solidargemeinschaft!
Ich habe auch immer über die hohen Beiträge gemeckert, aber sehe es mittlerweile etwas anders.
 
... Auf der anderen Seite geht es in meinen Augen aber gar nicht, interne Mailkommunikation oder PN's zu veröffentlichen. Das konterkariert in jedem Fall den Sinn von Mails oder Private Nachrichten. ... Private Kommunikation muß auch Privat bleiben.

Nur am Rande: Die Auffassung ist vertretbar, aber man kann es auch anders sehen. Warum sollte es ein generelles "Recht" darauf geben, dass - beispielsweise - unflätige private Nachrichten oder gar "privat" übermittelte Beleidigungen "privat" bleiben? Letztlich kann es sich nur aus Sinn und Zweck der jeweiligen Nachricht ergeben, ob der Versender einen - dann ohnehin nur moralischen - "Anspruch" darauf hat, dass die Nachricht vertraulich behandelt wird.

Was das "eigentliche" Thema der letzten Beiträge betrifft, ist es immerhin schön, dass viele hier es deutlich anders sehen, als "OLO", und dafür auch eintreten. :t

Leider ist die Notaufnahme viel zu oft eine Sammelstelle für mehr oder minder sozial veranlagte Mitbürger, die dort mal spontan ihre Wehwehchen behandeln lassen möchten. Die armen Ärzte vor Ort können dann nicht einmal ordentlich selektieren, weil dann früher oder später wieder ein Scherge, ähnlich wie "OLO", daherkommt und die Keule der "unterlassenen Hilfeleistung" schwingt. :thumbsdown:

All das gehört, leider, zum Wohl und Wehe unseres sehr guten Gesundheitssystems. :rolleyes:
 
Zuletzt bearbeitet:
Lasst uns doch solche Menschen einfach ignorieren und in gewohnter Form hier weiter machen.
"Unser" Forum wird auch so etwas überleben.

Ich stelle mir gerade vor, wie dieser OLO unsere Antworten hier liest, sich dabei über uns "krank" lacht und wegen dieser Krankheit wieder den Notdienst bemüht...
 
Sorry für OT!



@OLO

Eigentlich ist zu deiner Einstellung schon alles gesagt bzw. geschrieben worden, ich erlaube mir dennoch ein paar Worte:

Ich arbeite ebenfalls im Gesundheitswesen und bin heute morgen von einem 24h-Dienst aus dem Krankenhaus nach Hause gekommen. 12 h war ich durchweg im OP, danach habe ich in der Notaufnahme noch bis kurz vor Mitternacht weitere Patienten versorgt. Anschließend musste ich mich noch um meine Intensivpatienten kümmern und bin dann völlig platt aufs Bereitschaftszimmer (nach ca. 16h mit 2x 15 min. Pause!). Ich hatte von da an ca. jede Stunde einen Anruf (jedesmal wenn ich grade eingenickt war), bin um 6.00 wieder aufgestanden und habe nochmals 3h bis zum Feierabend gearbeitet. Dennoch hatte ich das große Glück, daß so Leute wie du mit dieser Ich-bin-ja-versichert,-dann-kann-ich-auch-alles-und-zu-jeder-Zeit-in-Anspruch-nehmen-Einstellung das Krankenhaus gestern nicht aufgesucht haben. Gestern waren es durchweg nur Notfälle. So sollte es auch sein, es heißt schliesslich NOTAUFNAHME. Leider kommen aber fast täglich Leute zur Unzeit ins Krankenhaus, die meinen, irgendwas müsse nach Tagen oder Wochen nun endlich einmal abgeklärt werden...
Deine Flatrate-Mentalität finde ich sowas von zum Kotzen und sie bewirkt auch, daß das Sozialsystem ad absurdum geführt wird. Von daher kann ich @SebastianS Aussage, daß dein Verhalten unsozial ist, mehr als nur bestätigen. Leider bist du aber nicht der einzige mit dieser Einstellung.

Und wenn du hier schon mit unterlassener Hilfeleistung argumentierst:
Ich habe genau diese Situation schon "erleben" dürfen, weil ich letztes Jahr solch einen Sozialschmarotzer aus dem Krankenhaus hinauskomplimentiert hatte. Zwei Monate später flatterte mir von der KRIPO die Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung sowie ein Anschreiben von der Ärztekammer ins Haus. Nach vielem Papierkram, Stellungnahmen und Zeugenaussagen wurde seitens der Ärztekammer keine Verfehlung meinerseits gesehen, das Verfahren wegen erwiesener Unschuld von der StA eingestellt und, "Tadaa", gegen den klagenden Patienten ein Verfahren wegen falscher Verdächtigung eingeleitet.

OLO, du solltest mal lesen, was der § 323 StGB beinhaltet. Eine Gefahr für Leib und Leben kann ich in deiner Aussage
Bezüglich Terminvergabe habe ich weniger Probleme, weil ich sehr gerne zu Notdienstpraxen oder zur Krankenhausaufnahme (am besten mit Zentrum für das jeweilige Wehwehchen) gehe. Da kann man dann auch mal um 20 Uhr auftauchen, ohne daß man vor verschlossenen Türen steht und man wird am gleichen Tag noch vom Facharzt behandelt. Manchmal lasse ich das dann noch von anderen Ärzten gegenchecken. Kosten ? Mir egal. Zahlt ja die Versicherung.
nämlich nur schwer erkennen.

Verklag doch, wen du willst und scheiß auf die Kosten, die dadurch entstehen. (In meinem Fall waren es allein 2000€ für den Rechtsanwalt. Ganz zu schweigen von der Arbeitszeit die ein OStA, ein StA, Justizbeamte, Kripobeamte, ein Chefarzt, ein ärztl. Direktor, ein kaufmänn. Leiter, ein Konzerngeschäftsführer, die Ärztekammer und meine Wenigkeit dafür verplempern mussten.)

Aber du hast ja wahrscheinlich auch eine Rechtsschutzversicherung, die das alles bezahlt. Und drohe am besten noch mit BILD, BAMS und RTL.;)
 
25 Beiträge immer feste druf..... auch da sind sich alle einig. Wie schnell doch ein gemeinsamer "Feind" gefunden ist.

Ich hätte weiter Psychologie studieren sollen - ein weites Feld.

Immerhin sind schon mal 5 Personen dabei, die aus persönlicher Betroffenheit genauestens wissen, wovon sie reden.
Nur ein Einziger ist so dumm, dass er nicht mal weiß, was er für einen geistigen Dünnschiss zum Besten gibt und auch nicht mal ansatzweise über sein Verhalten nachzudenken bereit ist.
Sei doch froh, dass Du nicht weiter studiert hast und am Ende auch noch Notdienst schieben müsstest!

Ist aber natürlich auch immer eine Sache des Standpunktes.
Von der einen Seite sieht man einen Geisterfahrer, von der anderen Seite Hunderte...
 
Immerhin sind schon mal 5 Personen dabei, die aus persönlicher Betroffenheit genauestens wissen, wovon sie reden.
Nur ein Einziger ist so dumm, dass er nicht mal weiß, was er für einen geistigen Dünnschiss zum Besten gibt und auch nicht mal ansatzweise über sein Verhalten nachzudenken bereit ist.
Sei doch froh, dass Du nicht weiter studiert hast und am Ende auch noch Notdienst schieben müsstest!

Ist aber natürlich auch immer eine Sache des Standpunktes.
Von der einen Seite sieht man einen Geisterfahrer, von der anderen Seite Hunderte...
Ja, genau... Die Mehrheit hat immer Recht und OLO ist nun auch bei mir grundsätzlich an den langen Wartezeiten Schuld.
 
Ja, genau... Die Mehrheit hat immer Recht und OLO ist nun auch bei mir grundsätzlich an den langen Wartezeiten Schuld.
Das ist ja nun auch Quatsch und,trotz Ironiemodus,unsachlich. Ich mag's auch nicht wenn einer "am Boden liegt" und alle drumherum noch zutreten,andererseits macht es OLO einem auch extrem schwer ihn zu mögen.;)
....und jetzt sollte man das auch abschließen.
 
Ich denke auch, dass zum Thema "Missbrauch von Notdiensten" nun alles gesagt ist (wenn auch noch nicht von jedem :) :-) ).
Ich persönlich freue mich über die Solidarität in diesem Forum mit all den Leuten, die nachts und am Wochenende oft mit viel Enthusiasmus unser aller medizinische Versorgung sichern.
Ich möchte hier auch nicht auf OLO eintreten, noch jemanden anderen dazu ermutigen. Ich habe ehrlich gesagt lange gehofft, dass in seinem Posting einfach nur ein Smiley gefehlt hat und ich mal wieder die versteckte Ironie eines Forenkollegen nicht erkannt habe - leider war dem wohl nicht so.
Das Thema dieses Threads war aber PKV vs. GKV und davon sind wir alle inzwischen ziemlich weit weg. Wie wär's also im Sinne des Threaderstellers mit einer Rückkehr zum Thema?
Sebastian

PS: Ich persönlich brauche keinen "gemeinsamen Feind", ich könnte sogar auf jegliche Feinde verzichten :) :-). Aber wenn man etwas falsch findet, sollte man dies auch benennen dürfen. Auch öffentlich.
So, dass war's jetzt aber auch von mir zu diesem Thema.
 
Eine Rückkehr zum Thema wäre in der Tat schön.

Ich kann von mir nur berichten, dass ich vor zwei Jahren, also mit 27 aus der GKV raus bin und in die PKV in einen Tarif mit recht hoher SB aber auch hoher Beitragsrückerstattung gewechselt bin. Ich gehe eh ausser zur Vorsorge nicht zum Arzt, auch wenn sich mal ändern kann/wird. Die Einsparungen sind in jedem Fall deutlich höher als die SB, selbst wenn ich diese komplett ausschöpfe.

Mein Gedankengang ist die Einsparungen zu einem großen Teil beiseite zu packen bzw. anzulegen und damit später ggf. höhere Beiträge auszugleichen. Mal schauen ob die Rechnung aufgeht ;-)

Viele Grüße

Christian
 
@ChH: Wenn Du das wirklich schaffst, die Einsparungen "beiseite zu legen", dann: Chapeau!
Das haben sich in meinem Bekanntenkreis auch schon viele (erfolglos) vorgenommen .....

Desweiteren halte ich nix für Rückvergütungen, wenn man keine Leistungen in Anspruch genommen hat. So werden auch notwendige Untersuchungen und Behandlungen aus schnöden Geldgründen verschoben. Es ist den GKV's daher auch die Möglichkeit im Rahmen von Wahltarifen wieder genommen worden, so etwas durchzuführen. Ferner gibt es Studien zu diesem "Problem".

Sicherlich hat die PKV immer noch einige Vorteile; wenn ich z.B. nur an das dauernde Theater denke, welches man als GKV-Patient für Heilmittelverordnungen hat - die an sich wenig kosten . . . . ! Aber auch das kann man umgehen: Kostenerstattung für den Bereich wählen und mit Privat-VO zum Physiotherapeuten, die Rechnung dann an die GKV und nach der Erstattung des Kassensatzes abzgl. VO-Gebühr, Eigenanteil und Verwaltungskostenabschlag bleiben ca. €45 Aufwand zur Eigenvorsorge pro VO mit 6x Krankengymnastik. Entweder hat man dann noch eine private Zusatzversicherung (für den ambulanten Bereich aber recht teuer) oder man betrachtet diese €45 als seinen persönlichen Betrag zur eigenen (!!) Gesundheitsvorsorge. Denn bei einem Kassenrezept hat man auch ca. €24 Eigenanteil, sodass letztendlich noch um die €20-25 verbleiben als "Mehraufwand" = den ICH gerne zahle!

Zum Thema "OLO" fällt einem nix mehr ein; solche Leute mit diesen Ansichten gibt's zuviele in der GKV, die auch so gegenüber allen im Gesundheitswesen auftreten. Diese leider zunehmende "Einstellung" hat übrigens auch dazu geführt, dass ich mit diesem Bereich "Krankenkasse" nix mehr zu tun haben wollte, denn irgendwann hat man einfach keine Lust mehr, sehr oft beleidigt und angeschrieen zu werden!!
 
@ChH

Desweiteren halte ich nix für Rückvergütungen, wenn man keine Leistungen in Anspruch genommen hat. So werden auch notwendige Untersuchungen und Behandlungen aus schnöden Geldgründen verschoben. Es ist den GKV's daher auch die Möglichkeit im Rahmen von Wahltarifen wieder genommen worden, so etwas durchzuführen.


Du hast mir schon die Antwort gegeben zu einer Frage, die ich noch gar nicht gestellt hatte - Danke!
Exakt so ein Wahltarif wurde uns nämlich vor langer Zeit von unserer Krankenkasse in Aussicht gestellt und dann haben wir sehr lange nichts mehr davon gehört...
Im Gegensatz zu mir, ist meine :K kerngesund, selbst krankenversichert und bemüht den Arzt bestenfalls 1x im Jahr.
Da wäre das schon interessant gewesen, zudem man ja auch schlimmstenfalls nur keine Rückvergütung erhalten hätte... ;)
 
@ChH: Wenn Du das wirklich schaffst, die Einsparungen "beiseite zu legen", dann: Chapeau!
Das haben sich in meinem Bekanntenkreis auch schon viele (erfolglos) vorgenommen .....

Bis jetzt klappt es, auch wenn der Z4 ständig nach neuen Motorsportteilen ruft ;-)

@ChH:
Desweiteren halte ich nix für Rückvergütungen, wenn man keine Leistungen in Anspruch genommen hat. So werden auch notwendige Untersuchungen und Behandlungen aus schnöden Geldgründen verschoben. Es ist den GKV's daher auch die Möglichkeit im Rahmen von Wahltarifen wieder genommen worden, so etwas durchzuführen. Ferner gibt es Studien zu diesem "Problem".!

Kann ich nachvollziehen, war auch erst skeptisch. Bin mal gespannt. Letztes Jahr musste ich zweimal zum Arzt, einmal war ich mir bei einem Zeckenbiss nach dem Mountainbiken unsicher wegen einer Entzündung und den Grund des anderen Besuchs habe ich vergessen, hier hat mich der Tarif jedenfalls nicht von einem Arztbesuch abgehalten & ich habe die Rechnungen nachher selbst gezahlt

Ich denke das ist Einstellungsfrage, ich habe mich ja sehr bewusst für diesen Tarif und damit für das "ich spare etwas, muss aber ggf. erstmal (bis zum aufbrauchen des SB) für meine Arztkosten aufkommen-Modell" entschieden. Da ich generell eigentlich eher Versicherungsgegner bin und meine Risiken gerne selbst trage gefällt mir das ganz gut.

Viele Grüße

Christian
 
Interessanter Artikel auf SO:

Gesetzlich oder privat? Wie Patienten versichert sind, beeinflusst das Verhalten von Ärzten. Mediziner berichten, was für ein Spagat es ist, zwischen Verdienst und Versorgung abwägen zu müssen.

"Ich hatte beschlossen, dass ich das Geld brauchte, um das Haus zu renovieren, die Ausbildung der Kinder zu finanzieren und so weiter", schreibt Kardiologe John Dean im Fachblatt "British Medical Journal". Der britische Arzt hat eine Zeit lang nicht nur im Rahmen des öffentlich finanzierten Gesundheitssystems (National Health Service, kurz NHS) gearbeitet, sondern auch privat Versicherte betreut. Jetzt schreibt er, dass man Ärzten besser von vornherein verbieten solle, gleichzeitig für den NHS und Privatkliniken zu arbeiten.

Zwar unterscheiden sich das britische und das deutsche Gesundheitssystem voneinander. Der grundlegende Konflikt, den Dean schildert, beschäftigt jedoch auch Ärzte hierzulande. "Die Privatmedizin verleitet Ärzte, Entscheidungen auf Basis des Profits anstatt der Notwendigkeit zu fällen", schreibt der Kardiologe. Der Arzt als Unternehmer und der Arzt als Mediziner stünden im Konflikt miteinander. Die Frage lautet: Wird die Arbeit so ausgeübt, dass der Profit optimal ist - oder die Behandlung? Das kann natürlich auch mal deckungsgleich sein, ist es aber nicht immer. Und es bedeutet im Umkehrschluss für die Patienten auch: Eine private Versicherung ist keineswegs eine Garantie für die bessere medizinische Versorgung.

"Ich würde mich zum Beispiel nie von dem Arzt operieren lassen, der den Eingriff auch als notwendige Maßnahme empfohlen hat", sagt Jan Salzmann, der als Facharzt für Innere Medizin, Psychotherapie und Notfallmedizin in einer Hausarztpraxis arbeitet und im Vorstand des pharmakritischen Ärztevereins Mezis sitzt. "Denn natürlich ist eine OP ein größerer finanzieller Anreiz für den Arzt als andere Behandlungen, und das ist ein Interessenkonflikt. Wenn der Patient da von vornherein die Luft rausnimmt und Beratung und Operateur voneinander entkoppelt, wird er im Zweifel ganz anders beraten." Das gelte insbesondere für Privatpatienten, aber auch für gesetzlich Versicherte, meint der Mediziner.

Dauerfrage für niedergelassene Ärzte

Er erzählt, die Frage, wie man mit Kassen- und Privatpatienten umgehe, stelle sich für niedergelassene Ärzte in Deutschland ständig. Privatpatienten könne man leicht Leistungen anbieten, die für den Arzt relativ wenig Aufwand bedeuten, aber sehr gut vergütet würden. "Im Extremfall können Ärzte zum Beispiel bei einem Privatpatienten mit einer einfachen Erkältung Untersuchungen durchführen, die sie für 500 Euro abrechnen. Es würde aber ausreichen, ein Beratungsgespräch zu führen, für das der Arzt 40 oder 50 Euro in Rechnung stellt", sagt Salzmann.

Der britische Kardiologe lässt kaum etwas Gutes am privaten Sektor, er bezeichnet ihn sogar als unmoralisch. Das Ganze sei größtenteils ein Schwindel, schreibt er. Es gebe nur einen einzigen echten Vorteil: dass man sich mit einer privaten Zusatzversicherung an der Schlange der NHS-Patienten vorbeidrängeln könne. Das wird ja in Deutschland oft als Vorteil genannt: schneller einen Termin zu bekommen und nicht so lange im Wartezimmer sitzen zu müssen. Ansonsten sei es aber wie bei einem Shampoo mit zugesetzten Vitaminen, meint Dean: Das Versprechen sei viel größer als der tatsächliche Nutzen.
Ist das jetzt scheinheilig?

Dean hat deshalb seine Arbeit auf dem privaten Sektor eingestellt. "Ist es scheinheilig von mir, jetzt auf dem verdienten Geld zu sitzen und so zu tun, als wäre ich moralisch überlegen?", fragt er. Vielleicht sei das so, aber er wünschte, er hätte sich nie auf diesen Bereich eingelassen. Und das wäre wohl leichter gewesen, wenn er das auch nie hätte tun dürfen.

Salzmann hat einen ähnlichen Ansatz: "Ich bin für eine Abschaffung der privaten Krankenkassen, aber das ist meine persönliche Meinung", sagt der Arzt. Zudem meint er, der Verkauf und das Ausüben der Medizin sollten voneinander getrennt sein. "Das ist insbesondere bei den Selbstzahlerleistungen für Kassenpatienten ('Igel') problematisch, wo Ärzte zu Verkäufern werden." Es sei sogar Teil von ärztlichen Fortbildungen zu lernen, wie man diese Methoden möglichst erfolgreich an den Patienten bringe.

Salzmann glaubt, dass der Grundkonflikt in unserem System nicht zu lösen ist. "Und für andere Modelle findet sich bestimmt keine Mehrheit. So hängt es weiterhin vom einzelnen Arzt ab, wie stark er nach Gewinn strebt und wie weit er da möglicherweise sein Gewissen ausschaltet."
 
@ChH: Wenn Du das wirklich schaffst, die Einsparungen "beiseite zu legen", dann: Chapeau!
Das haben sich in meinem Bekanntenkreis auch schon viele (erfolglos) vorgenommen .....

Desweiteren halte ich nix für Rückvergütungen, wenn man keine Leistungen in Anspruch genommen hat. So werden auch notwendige Untersuchungen und Behandlungen aus schnöden Geldgründen verschoben. Es ist den GKV's daher auch die Möglichkeit im Rahmen von Wahltarifen wieder genommen worden, so etwas durchzuführen. Ferner gibt es Studien zu diesem "Problem".

Sicherlich hat die PKV immer noch einige Vorteile; wenn ich z.B. nur an das dauernde Theater denke, welches man als GKV-Patient für Heilmittelverordnungen hat - die an sich wenig kosten . . . . ! Aber auch das kann man umgehen: Kostenerstattung für den Bereich wählen und mit Privat-VO zum Physiotherapeuten, die Rechnung dann an die GKV und nach der Erstattung des Kassensatzes abzgl. VO-Gebühr, Eigenanteil und Verwaltungskostenabschlag bleiben ca. €45 Aufwand zur Eigenvorsorge pro VO mit 6x Krankengymnastik. Entweder hat man dann noch eine private Zusatzversicherung (für den ambulanten Bereich aber recht teuer) oder man betrachtet diese €45 als seinen persönlichen Betrag zur eigenen (!!) Gesundheitsvorsorge. Denn bei einem Kassenrezept hat man auch ca. €24 Eigenanteil, sodass letztendlich noch um die €20-25 verbleiben als "Mehraufwand" = den ICH gerne zahle!

Zum Thema "OLO" fällt einem nix mehr ein; solche Leute mit diesen Ansichten gibt's zuviele in der GKV, die auch so gegenüber allen im Gesundheitswesen auftreten. Diese leider zunehmende "Einstellung" hat übrigens auch dazu geführt, dass ich mit diesem Bereich "Krankenkasse" nix mehr zu tun haben wollte, denn irgendwann hat man einfach keine Lust mehr, sehr oft beleidigt und angeschrieen zu werden!!

Rückvergütungen sind sicher ein problematisches Feld. Zumindest wurde darauf seitens der VR teils reagiert und es werden Tarife angeboten, bei denen zumindest die Vorsorgeuntersuchungen nicht BR-schädigend sind.
 
Immerhin sind schon mal 5 Personen dabei, die aus persönlicher Betroffenheit genauestens wissen, wovon sie reden.
Nur ein Einziger ist so dumm, dass er nicht mal weiß, was er für einen geistigen Dünnschiss zum Besten gibt und auch nicht mal ansatzweise über sein Verhalten nachzudenken bereit ist.
Sei doch froh, dass Du nicht weiter studiert hast und am Ende auch noch Notdienst schieben müsstest!

Ist aber natürlich auch immer eine Sache des Standpunktes.
Von der einen Seite sieht man einen Geisterfahrer, von der anderen Seite Hunderte...
Ohne meine Krankheit zu kennen, weswegen ich zur leeren Notdienstpraxis gegangen bin, werde ich von Dir und Anderen mit einem Shitstorm überzogen. Geh mal in Dich und lies Dir mal die Nutzungsbedingungen von zroadster durch. Im übrigen habe ich mein Studium abgeschlossen und Nachts habe ich auch schon gearbeitet. Außerdem bin ich nicht für Euer aller Leid verantwortlich zu machen.
Ich denke du bist der, der hier einiges falsch versteht. Denn du benutzt eine Einrichtung die für Notfälle vorgesehen ist zur Lösung von allgemeinen Problemen. Ich traue dir den IQ zu den Unterschied zu verstehen und erspare mir weitere Erläuterungen. Durch dein Verhalten - viele machen es ja ebenso - werden genau diese Notdienste mit vielen "Normalfällen" von ihrer eigentlichen Arbeit abgehalten. Kommt dann ein Notfall, steht der Arzt nicht zur Verfügung. Insbesondere weil du vorgibst in dieser Branche zu arbeiten ist ein solches Verhalten in meinen Augen schäbig. Wer in dieser Branche arbeitet sollte es besser wissen und die Moral aufbringen, die zum Funktionieren solcher Systeme nötig ist.
Nochmal. Die Notdienstpraxis ist nicht der Rettungsdienst 112. Ich hatte bereits die KV Nordrhein zitiert, wo Du das gerne nochmal nachlesen kannst. Die KV Nordrhein bezeichnet den Dienst übrigens als Ärztlichen Bereitschaftsdienst.
 
Zuletzt bearbeitet:
@OLO:
Ich persönlich habe meine Meinung zu Deinem Thema "Besuch beim Notdienst" doch bereits deutlich geäußert. Von mir ist alles gesagt und ich war auch nicht der Erste, der Dein Verhalten kritisierte!
Was willst Du jetzt noch von mir? Für die Beiträge anderer User kannst Du mich kaum verantwortwortlich machen.
Sollte ich in irgendeiner Form gegen Forumsregeln verstoßen haben, was ich übrigens derzeit nicht zu erkennen glaube, würde ich wohl eine "Abmahnung" des Betreibers zu erwarten haben.
Und nur diesem gegenüber werde ich mich dann auch rechtfertigen und erklären (müssen)!
Ansonsten verweise ich nochmals auf meinen Post Nr. 113!
 
ich bin bei dem Thema zwar nur stiller Mitleser, aber hier ein Interessanter und kurzer Bericht von SPON

http://www.spiegel.de/gesundheit/di...handeln-oder-optimal-verdienen-a-1032569.html


"Ich würde mich zum Beispiel nie von dem Arzt operieren lassen, der den Eingriff auch als notwendige Maßnahme empfohlen hat", sagt Jan Salzmann, der als Facharzt für Innere Medizin, Psychotherapie und Notfallmedizin tätig ist.

Vorallem diesen Satz finde ich äußerst Interessant
 
ich bin bei dem Thema zwar nur stiller Mitleser, aber hier ein Interessanter und kurzer Bericht von SPON

http://www.spiegel.de/gesundheit/di...handeln-oder-optimal-verdienen-a-1032569.html


"Ich würde mich zum Beispiel nie von dem Arzt operieren lassen, der den Eingriff auch als notwendige Maßnahme empfohlen hat", sagt Jan Salzmann, der als Facharzt für Innere Medizin, Psychotherapie und Notfallmedizin tätig ist.

Vorallem diesen Satz finde ich äußerst Interessant


Man kann sich aber doch weitere Ärztemeinungen einholen (wenn noch die Zeit bleibt), die die "notwendigen Maßnahmen" bestätigen, das wird von den Krankenkassen sogar ausdrücklich gewünscht!
 
Es geht offensichtlich auch anders.
Ich habe ein Problem welches irgendwann operativ geregelt werden muß.
Mein mich jährlich checkender Arzt in der Privatklinik sagt mir bis jetzt, dass es noch nicht notwendig ist.

Übrigens gehe ich trotz Rückvergütung der PKV 1x im Jahr zur gründlichen Vorsorgeuntersuchung. Den lächerlichen Betrag dafür zahle ich locker aus der Rückvergütung. Auch kleinere Wehwehchen können immer noch zusätzlich davon bestritten werden. Das spart meiner PKV Verwaltungskosten und senkt meinen Beitrag. Dabei bestimme ich den zusätzlichen Umfang der Untersuchung und nicht die GKV.

Wenn das Rückvergütungssystem in der GKV sich nicht durchsetzt hat das sicherlich ganz andere Gründe.
 
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