Nürburgring vor Verkauf?

:protest: :protest: :protest: :protest:

don-quichotte.jpg
 
Diese "angebliche" Podiumsdiskussion war ja leider mal wieder mehr als ernüchternd :(

Sieht nun immer düsterer aus. Der öffentliche Druck ist schon deutlich größer geworden, aber scheint immer noch nicht wirklich auszureichen.
 
Es wird für unsere Gruppe hier weniger von Interesse sein, aber der Vollständigkeit halber poste ich es auch hier.

Mike und ich haben für die internationale Community eine halbstündige Übersicht über den aktuellen Stand in Englisch gemacht:


Hier ein neues Video zum aktuellen Stand, die Ausschreibung soll ja am Mittwoch rausgehen:

Mike und ich haben versucht, den aktuellen Stand zusammenzufassen:
- Rückblick Podiumsdiskussion
- Brief von MP Dreyer an die EU
- Aussichten

 
Gestern gab es am Nürburgring allerdings auch eine Pressekonferenz von Otto Flimm worin er die Gründung einer Interessensgemeinschaft bekannt gab. Dort sind jetzt alle Veranstalter der VLN, RCN, Rad am Ring usw. organisiert.
So weit ich richtig vermuten darf, wenn nicht die gewünschten Ziele erreicht werden, könnte es sogar auf Boykotts der jeweiligen Veranstaltungen kommen.... sprich, ist auch möglich, dass es nächstes Jahr tatsächlich kein 24h-Rennen stattfinden könnte und und und und
 
Gestern gab es am Nürburgring allerdings auch eine Pressekonferenz von Otto Flimm worin er die Gründung einer Interessensgemeinschaft bekannt gab. Dort sind jetzt alle Veranstalter der VLN, RCN, Rad am Ring usw. organisiert.
So weit ich richtig vermuten darf, wenn nicht die gewünschten Ziele erreicht werden, könnte es sogar auf Boykotts der jeweiligen Veranstaltungen kommen.... sprich, ist auch möglich, dass es nächstes Jahr tatsächlich kein 24h-Rennen stattfinden könnte und und und und


ich würde sehr gerne Unrecht behalten, aber ich glaube nicht an einen gemeinschaftlichen Boykott von Veranstaltungen am Ring, wenn gewünschte Ziele nicht erreicht werden.

Ein evt. neuer Eigentümer wird - wenn er gerissen ist - die Leute gegeneinander ausspielen.
Frei nach "Der Pate" : I'm gonna make him an offer, he can't refuse"

Die Interessengemeinschaft schient mir wie ein zahnloser Tiger. Die Ausschreibung ist draußen. Und da geben nun mal andere die Spielregeln vor, nicht Otto Flimm.
 
naja, die Büchse der Pandora hält hoffentlich noch was Anderes bereit ....

Nur: wenn man seine Gegener kennt, kann man sie einschätzen (kann man ja auch als Vorteil sehen)

Ich behalte mir meinen Idealismus :) :-) nur Acht geben auf Rechts und Links lehrt einen das Leben.

Dieters Einsatz um diese Sache zolle ich Respekt :t ... und würde gerne mehr unterstützen als plakativ
 
Zu der Interessengemeinschaft kann ich mich äußern, da ich in der Gründungsversammlung am Samstag wie auch bei der Pressekonferenz anwesend war.

Es handelt sich hier nicht um irgendwen, der sich da zusammengeschlossen hat, sondern um die drei wichtigsten ADAC-Gaue für den Motorsport: Nordrhein (z.B. 24h-Rennen), Mittelrhein (Truck-GP), Saarland. Dazu AvD, DSK, Rad am Ring, VLN, RCN/GLP und der Verein Freunde des Nürburgrings mit dem IHK Präsidenten Sattler an der Spitze.

Diese Gruppe veranstaltet fast alles auf dem Ring, was mit Motorsport zu tun hat. Die IG hat tatsächlich den Sinn, eine gemeinsame Front gegen die Insolvenzverwalter und die Pläne der Landesregierung zu bilden. So wirbt der Ausschreibungsprospekt wohl mit motorsportlicher Auslastung von über 200 Veranstaltungen. Klargestellt wurde z.B., dass es für keine ADAC-Veranstaltung in 2014 bindende Verträge gibt. Hier entstehen also Haftungsrisiken für die Insolvenzverwalter, wenn sie mit etwas werben, was nicht den Tatsachen entspricht. Der Finanzvorstand des ADAC Mittelrhein hat klipp und klar auf der PK gesagt, dass die Alternativen für den Truck GP bereits bereitstehen und verhandelt sind. Immerhin sind durch Lindner und Richter 3 Jahre lang die Daumenschrauben angezogen worden, man hatte also genug Zeit, sich vorzubereiten.

Es ist ein weiterer Schritt, der Druck in Richtung der Landesregierung aufbaut. Hinzu kamen dann während des gesamten Rennens vielfältige Aktionen rund um die Strecke, die auf das Thema hinwiesen. Auch in den TV-Übertragungen wurde es immer wieder angesprochen.Überall tauchten die "Legenden verkauft man nicht!"-Schilder auf.
Die Bewegung gegen den Verkauf wird mittlerweile sehr ernst genommen, weil die Kreise immer größer werden. Viele Fahrer haben sich in Interviews gegen den Verkauf ausgesprochen.
 
"don´t sell it,save it" oder so,stand bei fast allen auf den schildern,welche in der startaufstellung hochgehalten wurden,auch entlang der strecke,bei den streckenposten. :thumbsup:

das war genial und wichtig!!! hoffentlich zieht das ganze noch viel weitere kreise und nimmt ein GUTES ENDE !!!!
 
Es wurden um die 6.000 Schilder verteilt, dazu rund 50 große Planen, eine 5 x 5 m Plane, Aufkleber in Massen und noch anderes mehr.
Die Botschaft war auf jeden Fall gut sichtbar.
 
Hallo Dieter,
auch möchte mich für Deinen Einsatz bedanken um einen Verkauf des Nürburgrings einschl. Nordschleife zu verhindern.

Was ich allerdings glaube, NRW hat überhaupt kein Interesse den Ring zu behalten. Die Jungs und Mädels haben dort über 300 Mio Euro verloren und es steht auch noch eine Rückforderung der EU über mehrere Zig-Millionen von Zuschüssen an. Deshalb wurde Insolvenz angemeldet. Bei echtem Interesse hätte die Landesregierung schon damals die Insolvenz verhindert. Die haben da in Mainz jedoch keinen Cent auf der Naht um zu agieren.
Für mich tut sich jetzt die Frage auf, wo das Land die von Sozi Kurt Beck verschleuderte hunderte von Millionen herbekommen will. Ergo, sie haben es nicht und müssen schon deshalb verkaufen. Wenn die Nordschleife zur Insolvenzmasse gehört, dann gibt es noch ganz andere Probleme bei einem Nichtverkauf.

Ich glaube sogar, wenn auf dem Ring gar keine Rennen mehr gefahren werden schert das die Landesregierung einen feuchten Kericht. Das Ding wird verkauft und man ist das Problem auf Kosten der Region und des Breitensports los. Danach ist das aus der Öffentlichkeit verschwunden...... Siehe Kurt Beck, keiner redet mehr von Ihm als den tatsächlichen Verursacher.

Ich hoffe nur, dass sich kein solventer Käufer findet. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass die Landesregierung in Ihrer Not das ganze Teil dann auch noch verschleudert nur um zumindest ein paar Euros zurückzubekommen.:O

Aber vielleicht liege ich ja völlig falsch und am Ende wird alles gut, wie im Märchen.....
Ich wünsche Euch und der Interessengemeinschaft viel viel Erfolg. Bleibt dran. Laßt die Banausen nicht aus Ihrer Verantwortung.
 
Hallo Dieter,
auch möchte mich für Deinen Einsatz bedanken um einen Verkauf des Nürburgrings einschl. Nordschleife zu verhindern.
besten Dank, aber ich bin nur einer von vielen.

Was ich allerdings glaube, NRW hat überhaupt kein Interesse den Ring zu behalten. Die Jungs und Mädels haben dort über 300 Mio Euro verloren und es steht auch noch eine Rückforderung der EU über mehrere Zig-Millionen von Zuschüssen an. Deshalb wurde Insolvenz angemeldet. Bei echtem Interesse hätte die Landesregierung schon damals die Insolvenz verhindert. Die haben da in Mainz jedoch keinen Cent auf der Naht um zu agieren.
Für mich tut sich jetzt die Frage auf, wo das Land die von Sozi Kurt Beck verschleuderte hunderte von Millionen herbekommen will. Ergo, sie haben es nicht und müssen schon deshalb verkaufen. Wenn die Nordschleife zur Insolvenzmasse gehört, dann gibt es noch ganz andere Probleme bei einem Nichtverkauf.
Erlaube mir bitte ein paar kleine Korrekturen:
In der Tat hat Rheinland-Pfalz derzeit kein Interesse mehr an dem Ring. Allerdings steht keine Rückforderung der EU an, da es noch gar keine Entscheidung dort gibt. Sollte eine solche Rückforderungsentscheidung kommen, dann müßte die landeseigene Nürburgring GmbH das Geld an das Land zurückzahlen, das von der EU als unrechtmäßig angesehen wird. Die Insolvenz wurde in vorauseilendem Gehorsam eingeleitet, weil man vorwegnahm, dass die EU sowieso keine weiteren Zahlung an die N-GmbH tolerieren würde. Interessant ist, dass die Insolvenzverwalter nun den Ring als profitabel in allen Bereichen anpreisen und sich unverändert den überdimensionierten Mitarbeiterstamm leisten.
Mainz müßte erst einmal gar kein Geld investieren (linke Tasche - rechte Tasche Prinzip). Das verschleuderte Geld ist schon lange bezahlt und weg.
Es geht hier meiner Meinung nach auch darum, Dinge der Vergangenheit zu verschleiern. Es ist immerhin noch dieselbe Landesregierung, auch wenn Beck nicht mehr dabei ist.

Ich glaube sogar, wenn auf dem Ring gar keine Rennen mehr gefahren werden schert das die Landesregierung einen feuchten Kericht. Das Ding wird verkauft und man ist das Problem auf Kosten der Region und des Breitensports los. Danach ist das aus der Öffentlichkeit verschwunden...... Siehe Kurt Beck, keiner redet mehr von Ihm als den tatsächlichen Verursacher.
Für Teile der Landesregierung scheint das in der Tat so zu sein. Es ist also unsere Aufgabe, dort einen Stimmungwandel herbeizuführen. Anscheinend geht das nur über Druck in der Öffentlichkeit, der auch schon Wirkung zeigt.

Ich hoffe nur, dass sich kein solventer Käufer findet. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass die Landesregierung in Ihrer Not das ganze Teil dann auch noch verschleudert nur um zumindest ein paar Euros zurückzubekommen.:O
Geld spielt für die LR keine Rolle beim Verkauf. So lange ist es noch nicht her, dass sie praktisch über Nacht mal eben über 250 Mio Euro als Rücklage für die Kredite angelegt haben, die dann auch tatsächlich an die Landesbank gezahlt wurden.

Aber vielleicht liege ich ja völlig falsch und am Ende wird alles gut, wie im Märchen.....
Ich wünsche Euch und der Interessengemeinschaft viel viel Erfolg. Bleibt dran. Laßt die Banausen nicht aus Ihrer Verantwortung.
Die Zukunft ist völlig unklar und sieht bei den meisten möglichen Varianten recht düster aus. Hoffen wir das Beste.
 
Ich hoffe nur, dass sich kein solventer Käufer findet. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass die Landesregierung in Ihrer Not das ganze Teil dann auch noch verschleudert nur um zumindest ein paar Euros zurückzubekommen.:O

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Der Wahnwitz ist, die vorherigen Pächter, Lindner und allen voran Kai Richter, stehen in den Startlöchern. Diese gekündigten Pächter hatten schon vor "Rauswurf" angekündigt, am Bieterverfahren mit zu machen.

Wenn man bedenkt, alleine der Kai Richter wurde seinerzeit bei Baubeginn als Investor angepriesen und hatte gerade mal um die - also ca. - 70 000 EUR auf der Tasche (das ist an Hand seiner Bilanzen belegt worden). Rausgeworfen bzw. gekündigt worden, hat er nun mehrere Mios auf seinem Konto ;) Ganz sicher hat er bereits andere Finanzquellen "angeworben" um bieten zu können.

Gerade diese Beiden möchte niemand mehr am Ring sehen.... sie sind wahre "Heuschrecken" nach amerikanischem Vorbild :g
 
Es ist mir klar, dass der Interessensverein nicht aus Mitgliedern wieNoname Kreti und Pleti besteht ;)

Nur sehe ich es mit gebremsten Schaum, da auch der ADAC Geld verdienen will, so wie ein eventueller neuer Eigentümer. Wird sich jemand finden, der den Ring kauft (was ich allerdings noch nicht sehe), so werden dahingehend mit Sicherheit Gespräche und Angebote auch an den ADAC gehen (es liegt ja auch in seinem Interesse Geld weiterhin zu verdienen). Und dann werden auch weiterhin die Veranstaltungen stattfinden, egal zu welchem Kurs.

Die Synergie des Rings wird jedem neuen Inhaber bewusst sein. Und da geht es nunmal ums Verdienen, nicht mehr und nicht weniger.

Wessen Brot ich fress', dessen Lied ich pfeif'

Ich denke, es wird ein größeres Problem sein, jemanden zu finden, der bereit ist den Ring zu kaufen.
 
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