Brummm
... nur zufällig hier
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- 16 August 2004
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.... der Insolvensverwalter weiß evtl. was er für seine Kasse tut, was er dagegen der Region, den Motorsportlern, den Fans usw. auf alle Ewigkeit hin antut übersteigt mit Sicherheit seinen Horizont. Leider ist die aktuelle Landesregierung zu dumm um das zuerkennen, ...
Auch wenn ich mich aus dem Thema eher heraushalte, dazu vielleicht doch eine "kleine" Anmerkung:
Die Abwicklung einer Insolvenz, auch derjenigen hier, muss zwingend nach den hierfür geltenden gesetzlichen Maßgaben erfolgen, insbesondere (aber nicht nur) nach denjenigen der Insolvenzordnung. Das hat erst einmal weder mit dem "Horizont" etwas zu tun, noch mit etwaig fehlender Intelligenz, sondern der Insolvenzverwalter muss sich an diese Regeln halten, andernfalls er (insbesondere) sich selbst haftbar macht.
Einfacher gesagt: Weder das Land, noch der Insolvenzverwalter können machen, was sie wollen, sondern sie durchlaufen ein von dem Gesetzgeber eng vorgegebenes Verfahren. Betrachtet man die Diskussionen und die Presseberichterstattungen, so besteht - jedenfalls bei mir - bisweilen der Eindruck, dass dieser wichtige Umstand nicht wirklich verstanden ist.
Aus diesem Umstand folgt allerdings die - aus meiner Sicht durchaus maßgebliche - Frage, inwieweit die Befürworter und Kaufinteressenten des Nürburgrings die korrekte Durchführung des rechtlich vorgeschriebenen Prozederes im Blick haben und im Zweifel auch nachhalten. Denn wo es strenge gesetzliche Maßgaben gibt, ist deren Einhaltung in einem gewissen Rahmen auch überprüfbar. Das Interesse daran sollte umso größer sein, wenn man über Monate hinweg bereits anhand der Presseberichterstattung gewisse Zweifel haben "könnte", ob der/die Insolvenzverwalter ihren Pflichten wirklich vollständig korrekt und nach bestem Wissen und Gewissen nachkommen, oder ob womöglich in mehr oder minder enger Abstimmung mit gewissen Teilen der Landesregierung versucht wird, innerhalb des Insolvenzverfahrens auch und insbesondere solche Interessen zu bedienen, die außerhalb des Verfahrens liegen.
Nun unterstelle ich grundsätzlich, dass bei einem Vorgang, der sowohl für eine ganze Region von immenser Bedeutung, als auch im Übrigen wirtschaftlich hoch relevant ist, fähige Spezialisten damit betraut sind zu prüfen, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Allerdings wundert mich zunehmend, dass man darüber überhaupt nichts in der Presse lesen kann - nicht einmal ein kleinstes Statement, wie man es eigentlich doch erwarten würde, spätestens angesichts der jüngsten Entwicklungen um das "Angebot" des ADAC.

