Photovoltaikanlage nachrüsten - Lohnt sich das überhaupt?

Unsere PV-Anlage rechnet sich schon innerhalb von 13 bis 14 Jahren - ohne Strompreissteigerungen zu berücksichtigen. Dazu muss ich noch erwähnen, dass der Solateur für die Netzeinspeisung im ersten Jahr noch 10 ct/kWh erstattet hatte - das waren immerhin fast 850 EUR.

Momentan ist als zusätzlicher Großverbraucher zum Haushaltsbedarf nur das eAuto vorhanden. Die Klimaanlage habe ich in diesem Jahr noch nicht einmal laufen lassen - normales Lüften über Nacht reicht bisher aus, um es im Haus kühl zu halten.

Mit der Wärmepumpe kommt der nächste Großverbraucher in diesem Jahr dazu. Klar, dass ich im Winter nur wenig PV-Ertrag habe, doch für den Haushalt reicht es fast. Unsere Ölheizung ist von 1992 und müsste ohnehin schon lange ersetzt werden, da die Ersatzteilversorgung nur noch dürftig ist. Die PV-Anlage liefert von Mitte März bis Ende Oktober ordentlich Stromüberschuss. Selbst im Hochsommer muss Warmwasser aufgeheizt werden, so dass die Wärmepumpe eigentlich für große Teile des Jahres ein guter Abnehmer für PV-Strom ist.

Die Klimaanlage leistet im Hochsommer dann auch noch gute Dienste als Stromabnehmer - vor allem in Zeiten hoher Sonneneinstrahlung.

Wir planen künftig die Monate Januar bis März mit dem Wohnmobil in wärmeren Gefielden zu verbringen - das Haus lassen wir dann mit 10 bis 14 Grad C heizen - so dass die Wärmepumpe im Modulationsbetrieb so gerade mit wenig Starts laufen kann. Zu unserer Rückkehr können wir die Temperatur 3 Tage vor Ankunft wieder auf 21 Grad C per App hochfahren, damit die Bude nicht mehr so kalt ist, wenn wir heimkommen.

Ganz nebenbei bringen wir mit der Wärmepumpe unser Haus von Energieeffizienzklasse D nach A, ohne nachzudämmen oder die Fenster zu tauschen. Das ist zwar nur beim Verkauf interessant - für uns derzeit nicht relevant, aber beruhigend.

Mit der Förderung (die man mangels Mitteln wohl bald streichen wird) kostet uns die Wärmepumpe nur unwesentlich mehr, als ein neuer Ölheizkessel mit Brennwerttechnik kosten würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Verkaufsfördernder als eine PV-Anlage ist die Wärmepumpe - dadurch hebt man viele ältere Häuser auf die Energieeffizienzklasse „A“.
Für den finanzierenden Käufer ist das sehr vorteilhaft. Die Banken haben schon Probleme mit den Klassen „G“ und „H“. Teilweise finanzieren sie nicht und wenn, dann zu schlechteren Konditionen.

Der Nachinvest bei alten Häusern ist teilweise enorm. Wir haben uns gerade mit dem Kauf eines Bungalows von 1980 für die Tochter befasst und ich habe mich aus diesem Anlass mit der Heizbedarfsberechnung (für unser Haus habe ich das einen Profi machen lassen und so das Berechnungsschema nachvollziehen können) befasst und herausgefunden, dass es sich nicht lohnt, die Decke oder Wände nachzudämmen (war schon recht gut gemacht in diesem Fall). Der Austausch der Fenster und die Wärmepumpe brachten diesen BUNGALOW von „E“ auf „A“. Der Invest dafür würde bei ca. 45.000 EUR nach Abzug der Fördermittel liegen. Trotzdem würden noch ca. 200.000 EUR zusätzlich in das Haus und den Riesengarten fließen. Allein das Fällen von 15 Bäumen verschlingt schon ca. 20.000 EUR.

Kurz vor Abschluss des Kaufvertrages hatten meine Tochter und deren LAG gekniffen und die Entfernung zu seinem Arbeitsplatz und zu seiner Heimatstadt (er ist noch als Handballspieler aktiv) als nicht entkräftbares Argument vorgebracht. M.E. war das Haus eine gute Gelegenheit, etwas außergewöhnliches zu einem akzeptablen Preis zu bekommen. Wahrscheinlich sind die beiden noch 10 Jahre zu jung, um den Wert eines eigenen Hauses zu schätzen. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt. Hier in der Region gehen gerade viele Arbeitsplätze verloren, günstige Konditionen für Finanzierungen können vermutlich nicht mehr anschlussfinanziert werden - das wird zu einem Überangebot an Häusern und damit bei sinkender Nachfrage zu fallendem Verkaufspreisen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Unter dem Video in den Kommentaren.
Musst in YouTube anschauen

 
Zuletzt bearbeitet:
Petition hab ich unterschrieben :) hatte schon vorher davon gehört und war auch entsetzt über die Ideen der Regierung..
 
Leute, haltet Euch fest, was von der Bundesnetzagentur geplant ist :eek: :o
Petition unterschreiben um das zu verhindern !!

View: https://www.youtube.com/watch?v=W1Feydcjc2E
Hallo Klaus.
Ist das nicht Äpfel mit Birnen verglichen?
- Wer das Netzt NUR ein einer Richtung belastet, also nur Verbraucher ist, der verursacht dem Netz(Betreiber) weniger Kosten.
- Der mit vielen Verbrauchern, Akku Haus/Auto, WP und noch zu Spitzenzeiten Strom hin- und herschickt, der verursacht Netzbetrieb, also mehr Kosten

Einzig der Kritikpunkt mit der EEG, dass die Betreiber das Geld die letzten Jahren eingesteckt, aber nicht 1:1 investiert haben, das kann ich nachvollziehen.

Klar wird wieder mal der bestraft, der was "gutes" gut, aber wie soll es anders laufen / finanziert werden, wenn die Netzbetreiber, Stadtwerke auf freiwilliger Basis von der Regierung schöne Happen hingeschmissen werden?
 
@pixelrichter
Harald,
Ich zahle bereits jetzt mit jeder bezogenen kWh einen erheblichen Anteil Netzentgeld. :+

Wir speisen so gut wie nicht ein, wir verbrauchen unseren eigenerzeugten Strom fast vollständig selbst. Dafür haben wir extra einen 20 kWh-Speicher angeschafft um den Stromverbrauch entsprechend über den ganzen Tag verteilen zu können. Sämtlicher Überschuss geht ins E-Auto und Wärmepumpe/Klima. Wieso soll ich jetzt für Netzbezogenen Strom noch erhöhte Netzgebühren zahlen? Die Berechnungsgrundlage ist ja nicht die Einspeisung sondern der Netzbezug. Insbesondere der vorgesehene Betrag zur Entlastung von Verbrauchern ohne PV von etwa 6,-€/Jahr lässt doch darauf schließen, dass es vordergründig nur um massive Mehreinnahmen geht, da offensichtlich das Geld dieser Energiewende für die notwendigen Investitionen vorne und hinten nicht reicht.

Um es ganz deutlich zu sagen, wir belasten das Netz nicht zusätzlich nur weil wir eine PV-Anlage betreiben. Da wir durch Eigenerzeugung weniger Strom aus dem Netz beziehen entlasten wir dieses sogar.

Andreas Schmitz hat mit seinem Vergleich schon Recht, dass es so wäre als wenn wir für das E-Auto eine Tankstellenkraftstoffabgabe zahlen, weil wir ja nicht Tanken und dadurch die Lieferkosten pro Liter Kraftstoff höher sind und diejenigen ohne E-Auto in geringem Maße entlastet werden sollen. :7madz:
 
Andreas Schmitz hat mit seinem Vergleich schon Recht, dass es so wäre als wenn wir für das E-Auto eine Tankstellenkraftstoffabgabe zahlen, weil wir ja nicht Tanken und dadurch die Lieferkosten pro Liter Kraftstoff höher sind und diejenigen ohne E-Auto in geringem Maße entlastet werden sollen. :7madz:
Ich hoffe, das kommt irgendwann auch so. Denn mit jedem E-Auto entgeht dem Staat einiges an Steuern, das andere mit dem Benzin wieder reinholen müssen. Und die E-Fahrer belasten das Stromnetz auch noch doppelt, da viele Besitzer noch ne PV haben 🤷😎
Finde ich nur gerecht, da auch ein E-Auto die Infrastruktur benutzt, verschleißt und wieder mit Steuergeldern aufgebaut werden muss
:b
*Nur meine Gedanken, du kennst mich 8-) :whistle: *
 
Das mit der KFZ-Steuer ist auch so eine Sache, die nicht gerecht sein kann.

Für den EQB zahle ich momentan nichts - später werden es um die 70€ werden.

Mit dem Wohnmobil zahle ich ordentlich KFZ-Steuer - Gefahren wird es hingegen überwiegend im Ausland. Die deutsche Infrastruktur nutze ich nur bis zur Grenze.

Z4 und TR6 stehen überwiegend in der Garage und kommen zusammen auf keine 2.000 km p.a. . Die KFZ-Steuer zahle ich natürlich voll.

Da habe ich kein schlechtes Gewissen gegenüber allen anderen KFZ-Haltern, wenn der EQB erst einmal ohne KFZ-Steuer fahren darf.


Das Projekt „Wärmepumpe“ verschieben wir bis zum März 2027. Angedacht war die Umsetzung zum Herbst 2026. Gerade an dem Tag, als ich den Auftrag erteilt hatte und wir die Eingaben für die Förderung durch die KFW beantragen wollten, war die Plattform deaktiviert

Parallel sitze ich gerade an der Einkommensteuererklärung 2025 und stellte fest, dass ich in 2027 trotz reduzierter Grundförderungsansätze ab 01.02.2027 insgesamt eine deutlich höhere Förderung bekommen würde, da die zu versteuernden Einkommen für 2025 und 2024 im Mittel unter 40.000€ rutschen. Die Kernsanierung einer vermieteten Wohnung in 2025 macht es möglich. Für die Bezugsjahre 2023/2024 hätte ich nach alter Regelung keine Förderung über den Einkommensbonus erhalten können.

Im ersten Quartal 2027 sollen zudem Wärmepumpen, die in der EU produziert werden, mit einem zusätzlichen Bonus gefördert werden. Mit dem neuen Gesetz (bisher sind nur die Eckpunkte bekannt) kann ich so die Höchstförderung bekommen.

Mit der Wärmepumpe erhöht sich der Stromverbrauch (insbesondere in den kalten Monaten, ohne nennenswerten PV-Ertrag) enorm.

Schauen wir mal, wie der vollständige Gesetzestext aussehen wird. Da die KFW-Plattform am 21.07.2026 auf Basis des neuen Gesetzes wieder geöffnet wird, sollte der endgültige Wortlaut dann wohl bekannt sein

Unser Strombezug wird mit E-Auto und Wärmepumpe deutlich höher ausfallen, als vor Installation der PV-Anlage in 12/2024.

Dass den Netzbetreibern die Einnahmen schwinden, will ich nicht so recht glauben. Wer eine eigene, ausreichend große PV-Anlage hat, wird i.d.R. auch ein E-Auto besitzen und die Wärmepumpe ist die sinnvolle Ergänzung. Eigentlich eine logische Anschaffungskette.

Insgesamt führt das zu einer stärkeren Netzbelastung.

Die beiden gerade im Bau befindlichen Stromleitungen vom Norden in den Süden verschlingen wahnsinnig hohe Beträge. Dazu müssen die regionalen Verteilernetze ebenso stärker ausgebaut werden.

Insofern ist ein höherer Anteil für die Netze im Strompreis nachvollziehbar - aber dann sollten diese bitte auf die Arbeitspreise und die Grundpreise umgelegt werden. Natürlich für alle.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben Unten