AW: Rauchgegner siegen bei Volksbegehren: die Bayern haben ausgeraucht!
Hallo liebe (Nicht-)Rauchergemeinde,
ich bin doch etwas erschrocken, was für Argumente FÜR das Rauchen ins Rennen geworfen werden.
Interessant ist die Aussage von ANTHONY:
"Bei Gebäuden aus öffentlicher Hand und an der Arbeit, ist das noch was anderes. Ich kann mir nicht frei aussuchen, wo ich heute mal arbeite oder einen neuen Ausweis beantrage."
Wenn ich mich noch richtig entsinne, dient das Rauchverbot zum
Schutz der Mitarbeiter in den Lokalitäten, da ja Mitarbeiter von Betrieben vor schädlichen Einwirkungen geschützt werden müssen. Das Rauchen Gesundheitsschädlich ist, steht wohl auser Frage.
Folglich ist ein absolutes Rauchverbot legitim, da sich z.B. eine schwangere Bedienung ja nicht vor Zigarettenqualm schützen kann.
Was mich persönlich bei der Diskussion erschreckt, ist die Haltung mancher Bürger gegenüber Freistaat, Demokratie und Gesetzgebung.
Für die Möglichkeit von VOLKSENTSCHEIDEN wurde hierzulande lange gekämpft. Dies sollte eine bessere Demokratie gewährleisten, damit die Bürgermeinung stärker zum tragen kommt als die vermeintliche Politikermeinung. Dies wird jetzt aufgrund eines unbequemen Urteils als FREIHEITSBERAUBUNG, ENTDEMOKRATISIERUNG und REGELUNGSWAHNSINN tituliert. Ich denke der VOLKSENTSCHEID ist die höchste Form der Basisdemokratie. Wenn eine Minderheit, das sind die Raucher in der Bevölkerung nun einmal, verliert, dann muss sie das akzeptieren. Jeder Raucher kann darüber schimpfen, aber die Grundfeste unserer Demokratie anzuzweifeln finde ich völlig unqualifiziert.
Ich habe die ganze Raucherdiskussion der vergangenen Jahre interessiert mitverfolgt. Mit der URSPRÜNGLICHEN Lösung, dem lockeren Raucherschutz, war ich voll zufrieden. In Restaurants und großen Lokalitäten wurde nicht, oder nur in Raucherräumen, gequalmt und bei kleineren Lokalen und in Bierzelten durfte gequalmt werden. Idiotischerweise haben sich die Politiker durch die Intervention der Gastwirte und Raucher zu immer mehr Ausnahmen und Lockerungen durchgewurstelt, welche die Rauchergegener aktiviert haben.
Am Ende ist es jetzt schlechter als vorher für die Raucher.
Da kann man nur sagen: PECH GEHABT. Mann kann immer Spaß haben, wenn man es aber übertreibt, dann gibt es Grenzen. Ist eigentlich eine ganz natürliche Reaktion. Ich kann in unserem Mietshaus ein paar mal im Jahr LAUTE PARTYS veranstalten ohne das es Probleme mit den anderen Mietern gibt. Mache ich das jedes Wochenende, schiebt mir die Polizei und das Gesetz einen Riegel vor meine Partys und ich kann gar nicht mehr laut feiern. Beschweren kann ich mich dann aber auch nicht.
Zum Schluß muss ich noch anmerken, dass dem Grunde nach von SÜCHTIGEN keine qualifizierte Aussage über ihr SUCHTMITTEL getroffen werden kann. Bitte versteht mich hier nicht falsch. Ich möchte hier keinen Diskreditieren, war sogar selbst lange Jahre Raucher, aber das Rauchen ist bei den meisten eine Abhängigkeit wie jede andere Abhängigkeit auch. Folglich obligt es den anderen Bürgern und dem Staat, den betroffenen Personen zu helfen und sie zu schützen. Das dies von den Abhängigen nicht als positiv empfunden wird ist wohl nachvollziehbar.
Das jetzt STRENGE Rauchverbot ist wohl nicht die allerbeste Lösung, man wird sich aber daran gewöhnen. Selbst die Italiener haben das strenge Rauchverbot überlebt. Bezüglich der Angst vor Geruchsbelästigung im Bierzelt und der Disko verweise ich auf die neuen Entwicklungen im Duftmarketing. hier werden u.a. in Kaufhäusern, Messen und an Events gezielt angenehme Gerüche in der Raumluft versprüht.
In diesem Sinn:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tabakrauchen