Welchen ökologischen Sinn macht die Wärmewende aktuell?

Solange man fit ist, macht im Wald arbeiten schon Spaß, auch wenn es schon anstrengend ist, da wir das Meiste an Wald am Hang haben... :)
Bist ja ein Naturbursche und wenn ich hier im Bayerwald wohnen würde, würde ich es auch so machen, was hier an Restholz noch rumliegt, Wahnsinn, ist hier definitiv das ökologisch sinnvollste.
 
Bei unserem Wärmelieferanten wird auch immer reichlich Holz gesammelt, für mich als Laie sieht es aus wie welches was für andere Zwecke nicht mehr genutzt werden kann.
Das wird dann als Hackschnitzel neben Biogas als Energiequelle genutzt.


Anhang anzeigen 708218Anhang anzeigen 708219Anhang anzeigen 708220
Bei uns ist es etwas kleiner ;) 😃

Hier beim Hacken. Dahinter sieht man etwas von dem Haufen Restholz.

IMG_2366.jpeg

Und hier im Silo. Dach aufschieben, oben reinkippen und am Ende zuschieben. Von unten fahr ich dann das Hackgut raus mitn Radlader.

IMG_2377.jpeg
 
Hackschnitzel zu verfeuern die eh anfallen ist ne feine Sache, gerade weil es ja wie bereits angemerkt "Abfallholz" ist.
Muss man seine Hackschnitzel einkaufen ist das Angebot (mit regionalen Unterschieden) mittlerweile auch knapper als noch vor der Gaskriese, was man an den Preisen merkt. Es gibt ja durchaus auch Industriebetriebe die in der Zwischenzeit auf Hackschnitzel umgestellt haben, ich war vergangenes Jahr mal mit einem Energiedienstleister für Energieprojekte in der Größenordnung im Gespräch, Aussage war sinngemäß "eigentlich nicht mehr darstellbar mit solchen Anlagen in der Größenordnung zu kalkulieren". Auch hier geht es eher Richtung Großwärmepumpen, Geothermie.

Nahewärme generell ist prinzipiell sehr komfortabel, die Technik die man selber dafür im Haus hat ist extrem überschaubar, das hat schon seinen Charme, vor Allem in dicht besiedelten Gebieten. Erstrecht wenn das Netz Wärme nutzt die eh vorhanden ist (Industrie, Kraftwerke, usw.). Großwärmepumpen sind durchaus auch wirtschaftlich in dem Zusammenhang, es gibt es praktisch in jeder deutschen Großstadt gerade Projekte, Bauarbeiten oder schon laufende Anlagen. In Köln wird grad die größte ihrer Art in Europa gebaut die sich dann der Wärme aus dem Rhein bedient und ins Kölner Nahwärmenetz einspeisen wird.

Aber Wärmepreise unter 10ct hab ich für Nahwärme-Neuprojekte lange nicht mehr gesehen. Planung und Infrastruktur ist eben teuer und die Verluste müssen kalkuliert und aufgeteilt/umgelegt werden. Alles nicht so einfach, gerade wenn die Besiedlung nicht so dicht ist wie eben in Ballungsgebieten. Wenn die kommunale Wärmeplanung mal abgeschlossen ist (oder so...) wirds da bestimmt noch viel Ernüchterung geben. Die Hoffnung bleibt, das bis dahin die Wärmepumpe dessen Anfangsinvestition und damit auch das Image wieder besser wird. Rein vom Wärmepreis heute: Wärmepumpentarif ~22ct/kWh (um 10€ Grundgebühr), eben keine grundlegenden Veränderungen am Haus machen und mit ner etwas niedrigeren Arbeitszahl um drei leben, und man kommt auch bei sprübar unter 10ct/kWh Wärme raus. Blöd wirds dann für die, die sich auf die Nahwärme verlassen haben und dann der Preis in der Umsetzungsphase immer weiter steigt weil in Ihrer Straße dann schon X-Leute mit Wärmepumpe oder Biomasse heizen. Anschlusszwang ist eine Möglichkeit, aber wer will das schon, zum Glück sind stand heute lt. BEG sämtliche Gebäude mit Biomasseheizungen und Wärmepumpen davon ausgeschlossen, wird aber das grundlegende Problem für die restlichen Leute die all das Ablehnen nicht besser machen.
 
Solange man fit ist, macht im Wald arbeiten schon Spaß, auch wenn es schon anstrengend ist, da wir das Meiste an Wald am Hang haben... :)

100% Zustimmung. Ich freue mich auf/über jeden Tag, wo wir bei uns im Wald Holz machen können. Hoffentlich noch viele Jahre, sofern die Gräten weiterhin mitmachen.
 
Monoblock Wärmepumpen und mehrtägiger Stromausfall, das hatten wohl viele auch nicht auf dem Schirm, ich hoffe dass die betroffenen Berliner daran gedacht haben die Aussengeräte zu entleeren, sonst gibt es ein böses Erwachen.
 
Monoblock Wärmepumpen und mehrtägiger Stromausfall, das hatten wohl viele auch nicht auf dem Schirm, ich hoffe dass die betroffenen Berliner daran gedacht haben die Aussengeräte zu entleeren, sonst gibt es ein böses Erwachen.
Mal eine grundsätzliche Frage.... Warum eine monoblock WP überhaupt ins freie stellen?
Ist doch in den meisten Fällen eine Nachrüstlösung - und da würde ich die wieder in den Heizraum stellen wo vorher zb die alte Ölheizung ihren Dienst verrichtet hat...?!
Klar - dann braucht man Zu und Abluft - aber das habe ich die meine BW Wärmepumpe ja auch verlegt.... Ist jetzt nicht so der große Aufwand - und dafür steht die WP sauber, trocken und warm.....
Muss mir keine Gedanken über die Isolierung und Frostschutz des Vor und Rücklauf machen....
Oder übersehe ich was??
 
Theoretisch möglich, wird bei guter Planung im Neubau auch oft gemacht. Im Altbau brauchst aber einen großen Heizungsraum und große Zu und Abluftschächte, verteuert das ganze dann noch mal ungemein.
 
Theoretisch möglich, wird bei guter Planung im Neubau auch oft gemacht. Im Altbau brauchst aber einen großen Heizungsraum und große Zu und Abluftschächte, verteuert das ganze dann noch mal ungemein.
Ist der Platzbedarf im Altbau im Regelfall größer als die alte Ölheizung.....?🤔
Oder sollte im Normalfall der Austausch 1:1 möglich sein?
Zu und Abluftschacht habe ich ja schon von der BW Wärmepumpe die ja dann in Ruhestand gehen könnte oder über die Raumluft versorgt werden könnte....
 
Kann man so pauschal nicht sagen, jeder Heizungsraum und auch jeder Ölkessel ist anders, grundsätzlich könnte man es aber schon fast 1:1 von der benötigten Grundfläche her machen, Problem ist und bleibt aber Zu- und Abluft, da brauchst du je nach Leistung und Hersteller mind 0,25 qm jeweils und dann musste Du auch einen mindest Abstand zwischen Zu- und Abluft einhalten, am Besten auch noch über Eck.
Da lässt Du Dich am Besten von deinem Heizungsbauern beraten, Innensufstellung ist sehr komplex.
 
Monoblock Wärmepumpen und mehrtägiger Stromausfall, das hatten wohl viele auch nicht auf dem Schirm, ich hoffe dass die betroffenen Berliner daran gedacht haben die Aussengeräte zu entleeren, sonst gibt es ein böses Erwachen.
Absolut. Hab damals auch kurz darüber nachgedacht Glykol beizumischen, machen ein paar sehr vorsichtige durchaus, verschlechtert halt wieder die Wärmekapazität und am Ende die Effizienz.
Wie üblich hab auch ich Absperr- und KFE-Hähne direkt hinter der Kellerwand und die Leitungen mit Gefälle nach innen ausgeführt. Also ein überschaubarer Handgriff zu dem ich in aller größter Not auch aus der Ferne anleiten kann.

@AIC-Peter
Nicht alles was theoretisch möglich ist ist dann auch sinnvoll. Ist dir klar was eine richtige Wärmepumpe an Luftdurchsatz braucht? Wie stellst du dir das vor? Nen normalen günstig/guten Monoblock einfach mitten in den Keller stellen und für etwas Zukunft sorgen? Du willst in deinem Kellerraum sicher nicht Außentemperatur haben. Oder um das zu umgehen entsprechende gedämmte (wg. Kondezwasser) Lüftungskanäle anfertigen lassen, anflanschen auch um einen thermischen Kurzschluß zu vermeiden. Willst du den entsprechenden Aufwand das Geräusch und den Körperschall entsprechend dämmen zu müssen in kauf nehmen?

Um das nachvollziehbar zu machen: Das was eine Luft/Wasserwärmepumpe im Vergleich zu einer Brauchwasser-Wärmepumpe so riesig macht ist nicht das die Leistungselektronik, oder der Kältekompressor so viel größer ist, sondern weil das Ding zu zwei Drittel ausschließlich aus einem Luft/Kältemittel Wärmetauscher (Verdampfer) besteht, durch den ordentlich immer wieder neue Luft durch muss. Würdest du nicht diese gesamte Wärmetauscherfläche als Durchbruch haben wollen, kommst du um Stützlüfter kaum rum.
Also es gibt natürlich schon einen überschaubaren Markt für spezielle Geräte die dazu konzepiert sind, aber die sind wirklich riesig Schweine teuer und was da für Baunebenkosten entstehen...😑

Wenn du schon perspektivisch über die Eigeninstallation eines Monoblocks nachdenkst. Lies dich ein und Keep it simple. Falls möglich, stell das Ding vor dem Heizraum mit etwas Abstand zur Hauswand auf Bigfoots auf befestigten Untergrund (dazwischen Steine, Kondenswasserabfluss i.Ä.) Durchbruch und 1" Anschluss zum bestehenden Heizsystem, Übergang auf die WP mittels dafür geeignetem Wellrohr, alle Leitungen gut und außen noch besser dämmen.(Kurz und ausdrücklich nicht vollständig überrissen).
Bzw. kann ich nur dazu raten: Versuch dich nicht an einer Sonderlösung mit vielen Hürden und zweifelhaften Erfolg, kopier besser das, was schon 1000e vor dir auf im Haustechnikdialog, Photovoltaikforum, YouTube usw.usf. erfolgreich umgesetzt und gut dokumentiert haben.

Für alle kreativen Sonderlösungen und Extrawürste gibt es Leute die machen das beruflich.
 
@AIC-Peter
...😑

Wenn du schon perspektivisch über die Eigeninstallation eines Monoblocks nachdenkst. Lies dich ein und Keep it simple. Falls möglich, stell das Ding vor dem Heizraum mit etwas Abstand zur Hauswand auf .

Für alle kreativen Sonderlösungen und Extrawürste gibt es Leute die machen das beruflich.

Genau der Platz ist bei mir das Problem.....😉
Vor dem Haus - wo die Wege von Heizraum kurz warten - habe ich eigentlich überhaupt keinen Platz....
Einzige denkbare Lösung - wäre eine kreative Wandkonsole über dem Kellerabgang.... schreckt mich aber gerade noch ab.....
Ansonsten nur hinter dem Haus mit entsprechend aufwändigen Verfahrweg von Vor und Rücklauf durch das Haus..... Das wollte ich eigentlich vermeiden will ich dachte das die monoblock Lösungen Indoor inzwischen auch Recht gängig sind..... Aber lasse mich gerne eines besseren belehren....😉

Zum letzten Kommentar mit den kreativen Lösungen ......
Ich sag nur soviel - ich habe vor 26 Jahren bis auf Tragwände und Decken, Dachstuhl, Verputzer und Estrich alles selber gemacht ( Elektrik mit Unterstützung).Dagegen meine Erfahrungen mit Handwerkern der letzten 3 Jahre beim Einbau der BW-WP und Enthärtungsanlage waren einfach nur gruselig..... Zumindest was die ausführenden Gesellen da abgeliefert haben...🙄
Da ist nichts mit kreativ - die können nur Standard - und lieber machen sie den Altbestand komplett neu als das sie sich eine Adaptierung überlegen....
Beispiel - meine vorhandene Kunststoffverrohrung an die neue Edelstahlverrohrung anbinden.
4x ist der Versuch gescheitert eine Klebemuffe setzen und eine flachdichtende Verschraubung dicht als Übergang zu montieren - dann habe ich es selber gemacht......
Luftführung der WP - mit der Chefin super kreative Lösung besprochen ( Zitat -Geile Idee - das biete ich den Kunden zukünftig öfter an) - leider sind ihre Gesellen dann wieder an der Umsetzung gescheitert..... Ich habe mir dann für 50 Euro selber die Teile bestellt und es nachträglich umgebaut.... Selbiges mit dem Abschlussgittern in der Wärmegedämmten Keller-Außenwand...

Nein - mein Bedarf an solchen Handwerkern ist erstmal wieder gedeckt - wenn es irgendwie geht werde ich da wieder selber aktiv werden - das halten meine Nerven sonst nicht aus...🙄
 
Zurück
Oben Unten