Wie viel Leistung braucht der Mensch?

Es ist sicherlich eine gute Idee, wenn du das Thema an einem hier allseits bekannten Auto festmachst. Allerdings ist der 35i(s) - wie du es ja selbst sagst - nicht unbedingt das allerbeste Beispiel für ein Auto, das seine Leistung gut dosierbar auf die Straße bringt. Bei anderen Autos funktioniert das bekanntlich besser, weshalb ich für diese Autos deine Einschränkungen nicht so ernst sehen würde.

Vorhin habe ich mir mal den/die Dodge Challenger Hellcat angeschaut. Gefahren bin ich gar nicht erst, habe aber wenig Zweifel, dass die Leistung unterhalb von ca. 200 km/h kaum ordentlich auf die Straße zu bekommen ist. Dann machen 700+ PS natürlich mal überhaupt keinen Sinn - im Gegenteil.
Wie gesagt, es hängt vom Anspruch ab. In der Kurve stören 700 PS und auch ein zu hohes Drehmoment nur, weil man beides dort nicht gebrauchen kann, erst wieder nach der Kurve (sofern man Gas geben darf, weil man auf der Rennstrecke ist).

Auf der Landstraße setzt man - von übermäßigen Beschleunigungsattacken mal abgesehen - kaum mehr als 150 bis 200 PS ein. Bei dem einen Auto ist dabei das Gaspedal etwas mehr durchgedrückt, bei dem anderen weniger.
 
Kommt auf den Einsatzzweck an.160 PS ausgequetscht in einem MX5 machen schon viel Spass,mehr als man vermutet.Bei einem grossen SUV wollte ich nicht unter 300 PS haben und in der Stadt reichen sicher auch unter 100 PS.Hauptsache Benziner :) :-)
 
Ich frage mich warum hier ständig über Sinn und Unsinn diskutiert wird... . Ich habe in meinen Z4 inzwischen ein bisschen Geld investiert um das ein oder andere zu verändern. Sicher mache ich vieles davon weil es sich beim Fahren später besser anfühlt. Aber ein CS oder PSS für die Landstraße? Die PB? Wozu das alles? Zum Spaß haben braucht es das nicht, das kann ich auch im 45 PS Corsa meiner Oma. Es geht mir persönlich ums Schrauben, ums diskutieren, ums Grenzen ausloten... kurz: ums Hobby.
Ich muss damit auch nicht auf die Rennstrecke, muss keine Rennen fahren usw. Wozu das alles? Es ist mein Hobby und da will ich mich nicht dafür rechtfertigen müssen ob das jetzt wirtschaftlich sinnvoll ist oder nicht.

Und immer mal wieder stellt sich die Frage : warum macht der das? Und die Antwort lautet ganz simpel: weil er es kann.
 
Die Frage der Sinnhaftigkeit nach immer mehr Leistung habe ich mir die letzten Jahre auch immer wieder gestellt.
Nach Z3 - 118 PS, E85 mit 192 und 231 PS und E89 mit 306 und nun 340 PS.

Nach einer kurzen Runde als Beifahrer im neuen TTRS war die Frage beantwortet. Das Auto ist zwar optisch durch die vielen Spoiler meiner
Meinung nach wirklich kein Augenschmaus, aber leistungstechnisch einfach geil. 1986 brauchte es noch einen "Über" - Porsche 959 für diese Fahrleistungen.

Bezüglich des 35i / is gebe ich dir aber Recht. Mangelnde Traktion und ein nicht gerade perfektes Serienfahrwerk brauchen kein 300 PS und mehr.
Der E89 ist mehr zum Cruisen gemacht als zur Kurvenhatz und für Beschleunigungsrennen.

Auf der anderen Seite braucht man nicht einmal 200 PS für wirklichen Fahrspaß . Der MX5 mit bescheidenen 160 PS machts möglich :) :-)
Es hängt im Endeffekt vieles von den Gegebenheiten / Möglichkeiten und persönlichen Präferenzen ab.
 
Aber für mich definiert sich ein Auto nicht nach dessen Leistung, sondern nach den Emotionen.
Und da geht für mich aktuell nix über einen frei saugenden V8 und dessen fantastischen Sound.
Klar würde mir auch eine 150 PS Diesel Kutsche für den Alltag reichen. - Jedoch ganz sicherlich nicht den gleichen Spaß bringen...!

Davon abgesehen würde mir gewiss schon ein semi professioneller Fahrer mit einem Drittel der Leistung in allen fahrerischen Situationen mühelos um die Ohren fahren.
Meistens ist die Grenze nicht die Leistung des Autos, sondern die eigenen Fahrkünste.
Ich brauch auch nur einen V8 zum Spass haben ... oder zwei, weil man ja auch ab und an einen 4-Sitzer braucht ... die Leistung ist mir egal.
 
Mein Gradmesser waren eigentlich immer die Kasseler Berge. Das Auto muss quasi am Berg (im höchsten Gang) auch noch etwas zu legen können, keinesfalls langsamer werden...

Na ja, die Kasseler Berge bin ich schon Ende der 1980er mit meinem Peugeot 205 Diesel mit 4 Personen und Gepäck hochgefahren - der hatte 60 PS und 130 waren da eigentlich immer drin. ;)

Zum Ursprungspost: ich finde das Leistungsgewicht ist wichtig. Eine Elise mit 158PS (die ich ab u zu mal fahren kann) macht ab und zu mehr Spaß als mein oranges Monster.
Ein Motor muss drehfreudig sein (1000 bis mind. 6000 U/min) und das Ansprechverhalten muss passen.
 
Kann mich mit den meisten hier gemachten Beiträgen auf Grund meiner eigenen Erfahrungen nicht so recht anfreunden...

...um ein Auto auf der Landstraße flott bis sehr flott zu bewegen, ist Leistung sekundär, da hält jeder "Kleine" mit den "Großen" gut mit, selbst wenn zwischen den Kurven die Gerade ein wenig länger ist macht die ein oder andere Sekunde zuwenig aus, als dass diese wahrgenommen wird und in der Kurve ist Leistung eh "Pupe"
...somit sind es aus meiner Sicht auch keine "Heldentaten", wenn jemand sich mit seinem 23i "brüstet", dass er mit den 30ern oder gar 35gern "locker" mitgefahren ist...

...und dennoch hat mir mein 35i mit Schmickler V2 deutlich mehr Spaß gemacht als mit Serienleistung. Selbst mit den viel agressiveren Vishnu PS ließ sich das Auto sehr gut in einem Zug aus der Kurve treiben und man muss schon sehr grobmotorisch veranlagt sein, wenn das nicht zu dosieren wäre...

Heute habe ich 510 Turbo PS aus einem V8 und auch hier lässt sich aus meiner Sicht die Leistung sehr gut auf die Straße bringen...

Fazit aus meiner Sicht: um auf kurvigen Straßen mit Spaß unterwegs zu sein braucht es nicht Leistung sondern Fahrwerk, bergauf ist Leistung auch bei Kurven nicht von Nachteil, Leistung schadet in der Kurve nicht - anbremsen, rollen und lenken lenken lenken, danach dosiert aus der Kurve treiben...

Nachteilig hat sich aus meiner Sicht die Größe, genauer gesagt die Breite eines Fahrzeuges bemerkbar gemacht...

Aber, all das was ich geschrieben habe ist ja nichts Neues... [emoji5]

Gruß Hannes
 
Irgendwo kam neulich die Frage auf, was denn ein Auto "unbedingt" an Leistung haben müsse, damit der Fahrer auch nur einigermaßen glücklich ist damit.

Der Z4 macht mir höllisch Spaß, könnte aber doch noch das ein oder andere PS mehr haben.
Mein T-Car mit 75 PS (gut 100 PS weniger als der Z) ist ein 13 Jahre alter clio mit 1.2l Motor und ich habe ebenfalls ein mega Spaß damit.
Es ist ein unbeschwertes, sorgloses und entschleunigtes fahren und macht mich genau so glücklich wie der Z.
Es ist wohl auch stark davon abhängig was der Fahrer so an Leistung gewohnt ist und wo die Prioritäten liegen.

Klare Antwort auf die eingangsfrage (in meinem Fall)
Ich brauche 75ps zum glücklich werden (<1t)
Alles darüber ist optional, und Werte wie Fahrwerk und co. spielen auch eine Rolle beim glücklich sein.
 
Ich bin mit den TE grössenteils gleicher meinung. Leistung alleine macht es aber nicht aus. Als 3.0si Fahrer sind für mich 265 ps mehr als genügend. Speziell wenn man die Schweizer tempolimits mitbetrachtet :-)
Was meiner Meinung nach eine sehr wichtige Rolle spielt, ist das gesamtpacket. 265 ps in einem sportwagen, Heckantrieb, 1300 kg, 2 sitze, 50/50 gewischwerteilung etc machen viel mehr spass als so manches 500 ps monster.
Es ist auch die Faszination... brauche ich einen Ferrari, mit v12, mit vergaser? Sicherlich nicht! Will ich einen? JA und wie :-) Auch wenn man dahingleitet.. aber beim runterschalten und zwischengas wieder ein Lächelen im Gesicht hat..das ist Faszination und hat nichts mit purer Leistung zu tun.
 
Ein leistungsstarker Turbo erfordert auf der Landstraße und vor allem auf der Rundstrecke einen komplett anderen Fahrstil als ein Sauger. Das dauert seine Zeit und Respekt, sonst landet man ganz schnell am Baum oder kreiselt von der Strecke.

Fahrspaß definiert halt jeder anders und mir gefällt da eine Signatur aus dem //M Forum:

"Entscheidend ist nicht wie schnell ein Auto ist, sonder wie ein Auto schnell ist"
 
Die Leistung eines Autos halte ich zwar nicht für völlig nebensächlich, stelle sie aber nicht in den Vordergrund, um Spaß beim Autofahren zu haben.

Mein erstes Auto war ein VW 1303 L mit 44 PS - das war 1977 und der Käfer war erst 4 Jahre alt und hatte noch keine 40.000 km auf dem Zähler. Selbst mit der Diagonalbereifung hatte ich meinen Spaß (vor allem im Winter) - mehr war als Student aber auch nicht drin. Dieses Auto hätte ich heute übrigens gerne wieder zurück - allerdings in dem damaligen Zustand.

Der Renault R4 meiner damaligen Freundin (heute meine Frau) machte mit seinen 34 PS und der Krückstockschaltung mächtig Spaß. Ich hatte für diesen Spaß meinen Renault R5 TS sogar gerne stehen gelassen (nicht nur um Sprit zu sparen). Die Fahrleistung war es nicht, was Spaß machte, sondern dieses Anderssein als die anderen normalen Autos.

Nach vielen Neuwagen (Opel Kadett E mit 75 PS oder auch 115 PS, Opel Calibra mit 115 PS, Opel Astra Cabrio mit 115 PS) die allesamt Spaß machten, kam dann ein Ford Galaxy mit 90 TDI-PS. Da war es die erhabene Sitzposition und das Drehmoment des TDI's, die Größe des Kofferraumes, die drehbaren Vordersitze, die für den Spaß sorgten ... auch das Erlebnis an der Tankstelle machte einfach nur Laune.

Mein erster Dienstwagen ein VW Passat mit 101 PS aus 1,6 L machte keinen Spaß - der war nach dem TDI des Galaxy stark untermotorisiert. Das war der erste Wagen, ohne Spaßfaktor - warum nur hatte ich keinen Diesel genommen ? - Im 3-Jahres-Zyklen wurde der Dienstwagen gewechselt und es wurden 115 / 130 / 140 / 150 PS TDI's. Auf der Langstrecke macht so ein TDI ebenso Spaß - das Drehmoment und die geringe Motordrehzahl sorgen für einen entspannten Fahrstil - irgendwie wirkt das beruhingend auf mich.

Der private 300 SL mit 180 PS und Automatikgetriebe machte anfangs Spaß - der dann aber in Langeweile überging und sich trotzdem 13,5 Jahre halten durfte.

Mein TR6 - jahrzehnte hatte ich davon geträumt - hat dann sogar nur 98 PS aus einem 2,5-Liter-Reihensechser. Der macht unheimlich viel Spaß, weil er so bodenständig (der schwache Bremskraftverstärker ist das einzige Komfortmerkmal über das er verfügt) ist und sich viel sportlicher fahren lässt als der SL.

Der SL ist dann schließlich dem Z4 gewichen. Der Sprung von 180 PS auf 306 PS und die damit gewonnene Fahrdynamik sind für mich auch heute noch einfach nur überwältigend - seit 8/2015 habe ich ihn und bin noch nicht schneller als 220 km/h damit gefahren. Die Höchstgeschwindigkeit ist es nicht, was mich am Zetti so begeistert. Es ist einfach das Gesamtpaket, das offenbar gerade besonders gut zu meinen Bedürfnissen passt. Den Wunsch nach Mehrleistung verspüre ich nicht. Es ist mehr da, als ich abrufen möchte und das ist gut so.

Aufregender ist dann das Umsteigen auf den TR6 - eine völlig andere Welt.

Fahre ich dann mit dem Audi A2 von meiner Frau, muss ich offen gestehen, dass ich das ganz gerne mache - er hat nur 75 PS aus 1,4 Liter Hubraum - auch hier passt das Gesamtpaket, dass gänzlich anders geschnürt ist, als das des Z4. Vielleicht liegt es auch an seiner Lackierung in imolagelb - die macht schon gute Laune, wenn man den A2 nur sieht.

90PS haben die beiden Opel Tigra TwinTop meiner Kinder ... die machen auch Spaß.

Die Leistung eines Fahrzeuges ist es bei mir also nicht, was den Spaß verursacht. Es ist wahrscheinlich immer der Gesamteindruck, den so ein Fahrzeug auf mich hat.
 
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Ich bin mit den TE grössenteils gleicher meinung. Leistung alleine macht es aber nicht aus. Als 3.0si Fahrer sind für mich 265 ps mehr als genügend. Speziell wenn man die Schweizer tempolimits mitbetrachtet :-)
Was meiner Meinung nach eine sehr wichtige Rolle spielt, ist das gesamtpacket. 265 ps in einem sportwagen, Heckantrieb, 1300 kg, 2 sitze, 50/50 gewischwerteilung etc machen viel mehr spass als so manches 500 ps monster.

Geht mir genau so ;) Und schont den Geldbeutel.
 
Also für mich gehört eine hohe Motorleistung schon irgendwie dazu, um Spaß zu haben.
In meinem Trabant ist das gewiss nicht so, der macht durch die antike Technik fun.
Aber meinen Z4 mit Kompressor möchte ich schwächer nicht haben. Dabei ist es nicht nur das ausloten der Maximalleistung sondern auch mal das Gefühl nicht umbeding runterschalten zu müssen, da sich das Auto sonst zu sehr anstrengt. Ich hoffe ihr wisst was ich meine.
Einfach das entspannte Gleiten, ohne dabei ein Motörchen ausquetschen zu müssen, wenn es mal bergauf geht.

Von daher denke ich, dass man Leistung und Drehmoment fast nie genug haben kann. Man muss sie nicht ständig ausreizen, aber es ist schön zu wissen sie zu haben und man merkt es ja auch schon im ersten Drittel des Pedalwegs.
 
Bei den hohen PS Zahlen geht es meiner Meinung nach nur um Längsbeschleunigung, Quer ist sekundär. Die meisten sind doch nur Strassenfahrer, wie ich auch. Gefühlt wirklich schnell fahre ich nur auf der Rundstrecke. Deswegen machen 600NM auch mehr Spass als 400NM. Brauchen tut man es nicht, aber es macht Spass. Solange die Bussen in Deutschland niedrig bleiben und auf der AB zum Teil immer noch Freiheit herrscht, wird sich da nicht viel ändern, dass solche Fahrzeuge auch gekauft werden.

Das hat mit "niedrigen" Strafen in Deutschland [emoji629] wenig zu tun - schau Dir die Schweiz [emoji1237] an, ich war erst kürzlich geschäftlich wieder in Genf & Basel, da ist quasi ein 911er der Golf und der Bentley der 5er im Straßenbild - trotz horrender Strafen... [emoji6]
 
Ich bin mit meiner Emmy seeeehhhr zufrieden!

343PS mit einem schönen Sauger,
dreht sehr schön
und macht einen RIESEN Spass!

300% Zustimmung - ist exakt mein Gefühl und zugleich auch indirekt mein "Problem". Der Z4M ist mein erstes Auto, welches ich nicht spätestens nach maximal 3 Jahren wieder verkaufen wollte. [emoji813]️ Das Teil macht einfach einen riesigen Spaß und treibt mir immer wieder das Dauergrinsen ins Gesicht ‼

Trotzdem kommt immer wieder mal die Lust auf etwas Neues hoch...

Die reine Motorleistung ist aber völlig irrelevant - für mich ist das Leistungsgewicht & die Agilität der ausschlaggebende Bewertungsfaktor.

Wunschvorstellung: 1.400-1.500 kg Leergewicht (Tendenz geht eher zu den 1.400 kg), 50:50 Verteilung, ein V8 mit ca. 450-550 PS, 500-650 Nm, niedriger Schwerpunkt, agiles Handling, brauchbare Abmessungen, trotzdem sollte das Traummobil auch als reines Spaßmobil die Alltagsqualitäten nicht komplett vernachlässigen (also zu zweit 1-2 Wochen in Urlaub fahren muss machbar sein)...

...und der Z4M bleibt trotzdem an meiner Seite und "reift" mit mir, wie eine gute Flasche Wein. [emoji6]
 
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Wenn man nicht fahren kann und den Autobahn-Chef spielen muss weil man nur geradeaus kann braucht man am besten viel Leistung. Gibt es genug Leute.

Ich gehöre zu der Fraktion "Kurven". Interessiere mich für Fahrtechniken/Fahrdynamik sowie auch für technische Spielereien und Verbesserungen zum Fahrverhalten. Und eben in diesem Bereich, bei dem die geradeaus Strecken am wenigsten interessant sind braucht es nicht viel Leistung um Spaß zu haben, sondern eher ein passendes Fahrzeugkonzept.

Von daher kann ich zustimmen das man mit ca. 250ps auf am besten 1300kg sehr gut bedient ist.

Damit die Leistung nicht lanweilig wird weil man sich immer nach einiger Zeit an die Stärke gewöhnt kombiniert man das am besten mit einem schwächeren Alltagswagen. Das schöne daran, man hat immer wieder ein tolles Erlebnis wenn man ins Spaßauto steigt.
 
hm...wie soll das gehen? enie gute Flasche Wein ist gereift und wird getrunken....;)
...ich würde sagen, indem man nicht einfach die Pulle leert, sondern den guten Tropfen genießt und den Augenblick bewusst als einen besonderen erkennt und erlebt...
...und klar, der Keller muß voll davon sein, damit es für ein Leben reicht...

Die Metapher mit dem Wein hat aus meiner Sicht schon was...

Gruß Hannes
 
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Habe gerade den Startpost gelesen.

Definiere "einigermaßen glücklich" - schwer genug und maximal individuell unterschiedlich :)

Für mich bedeutet es Spaß in den Alpen/Dolomiten mit den Zs.
Da brauchts im Roadster gerade mal 177 PS.
Mehr dürfte sein - muss aber nicht.

Die Leistung im Coupé macht auch Spaß, schneller um die Kurven komme ich damit auch nicht. Aber anschieben nach der Kurve macht damit natürlich glücklicher.

Hauptfaktor ist allerdings "Hobby Z4" - damit erübrigt sich das Wort "braucht". Es trägt alles was Spaß macht zum glücklich sein bei.
Manches mal wird's halt limitiert durch TÜV, StVZO und den Kontostand ;)

Ergo: Alle haben recht mit ihrer Meinung :)
 
Ist nicht so mein Fall, das Auto macht einen schwerfälligen Eindruck auf mich.

Ich bin kein Rennfahrer und kann vermutlich nicht mal richtig Auto fahren.
Den M4 hat mein Bruder, er ist begeistert und ich "musste" auch mal Probe fahren.
Und genau diesen Eindruck wie Dieter hatte ich auch!
Bin zwar auch mal mit 250 km/h über die Autobahn "gebrettert", aber das ist kein Auto für mich.
Die (ungewohnte) Automatik schaltet irgendwie schnell, aber doch recht sonderbar.
Das Fahrwerk ist bretthart und für Rückengeschädigte eine einzige Katastrophe
Ich könnte das Auto im Sommer für ganz kleines Geld übernehmen, aber ich will ihn nicht - und da ihm vergangene Woche eine ältere Frau in die seite gefahren ist, erst recht nicht!
Ach ja, der Verbrauch.... :( wie gesagt, ich habe ihn zügig über 400 km Autobahn bewegt, Sonntagsmorgens - 17 Liter/100 km!
Ich brauche definitiv nichts anderes als mein QP und den Tiguan, da habe ich dann mit über 340 PS ausreichend Leistung zur Verfügung! ;)
 
Auch wenn ich Dieters Argumentation folgen kann und es ähnlich sehe - es ist für mich zu einfach.

Ja, für Fahrspaß braucht man keine 400PS oder mehr. Das klingt so einfach und logisch. Vor einigen Jahren hätte man dort auch 300, 200 oder noch viel weniger PS hinschreiben können. Ich schätze, mein Vater hatte 1973 mit seinem 911S viel Spaß - und der hatte noch nicht einmal 200PS. Heutige Wagen "benötigen" oft schon wegen ihres Gewichts mehr Power - was die Nachteile des Gewichts leider nicht völlig retuschieren kann. Also wäre vielleicht eine Einheit PS/Kg sinnvoller? Und wie viel benötige ich davon um FAHRspaß zu haben?
Das wird wohl recht individuell sein. Für die flotte Kurvenhatz lieber weniger Kg und entsprechend PS. Auf der Autobahn auch mal gerne mehr von beidem ... Mir bringt beides Spaß.

Seien wir einmal ehrlich: Für diejenigen, die den Z (als Beispiel hier) nicht nur als Spaßwagen für das WE haben, wäre eine Rechnung, wie viele Km man zum Erlangen von Fahrspaß zurücklegt, wohl recht frustrierend. Wie viele der 15.000Km/Jahr bin ich wirklich auf Bergstraßen unterwegs oder zum Spaß auf kurvigen Landstraßen? Wie oft fahre ich die Vmax aus? Selten bis kaum.

Aber so nüchtern und einfach betrachten wir das doch nicht? Oder nur, wenn ich mir für jedes Erlebnis ein entsprechendes Fahrzeug leisten kann. Ist das nicht der Fall, such man ja doch nach der höchtspersönlichen eierlegenden Wollmichsau.
Ich will offen fahren (geht auch mit 100PS). Ich will - weil es auch nicht weit ist - Kurvenräubern in den Bergen (da genügen 200PS). Ich will auch mal sehr flott von A nach B fahren und mich dabei nicht von der Technik auf 250Km/h einbremsen lassen - egal wie oft das möglich ist oder nicht (Okay, 300PS). Ich will aber auch zum Kunden fahren und die Strecke dahin genießen (Je nach Strecke). Und so weiter. Gleichzeitig muss ich keine 4 Leute transportieren, muss ich nicht viel Gepäck mitnehmen können, etc. Voilà, mein passendes Auto steht vor der Tür, es passt zu meinen Einsatzzwecken und huch, es hat ein paar serienmäßige PS mehr, als ich benötige. Weiß ich, fühlt sich dennoch irgendwie gut an.

Kurz gesagt: Nüchtern betrachtet, braucht das alles keiner. Aber dann brauchen unsere Autos so vieles anderes auch nicht. PS/Kg ist vielleicht sinnvoller, als nur über PS zu besprechen?

Tim
 
Hallo

Hier noch eine Geschichte, die das was Dieter beschreibt, bestätigt. Ein guter Bekannter von mir, hatte sich vor etwas über einen Jahr seinen Traum erfüllt, er kaufte sich einen Porsche 911, ich glaube mit 470 PS (ich weiß es nicht genau) Wir waren offt zu dritt unterwegs, ein Opel GT, ich mit dem Z4 2.8i und er im Porsche.
Der Opel Fahrer und ich sind zügig und flott unterwegs, aber der Porschefahrer, kam nicht nach. Darauf angeprochen, sagte er immer, ich traue mich noch nicht, bin das Fz noch nicht gewohnt, O.K. das war eine Erklärung, die wir so hinnahmen.

Jetzt ist er bereits sein fast 2 Jahre im Besitz seine Gefährtes und fährt immer noch relativ zögerlich, da sagte ich einmal zu ihn, glaubt du nicht, das es für dich auch ein anderes Fz gereicht hätte, wie zum Beispiel ein Z4 den gibts auch mit 340 PS er meinte, ja das wäre besser gewesen dann könnte ich wenigsten das Dach öffnen wie ihr.
Ich meinte, nicht nur das, der wäre auch um fast die Hälfte billiger gewesen als dein Porsche, das war seine Antwort, wenn ich wieder vor der Wahl stünde, würde ich mir keinen Porsche mehr kaufen.

Das sollte jetzt nich nur auf das Fabrikat Porsche reduziert sein, sondern auch auf viele andere. Am Anfang steht der Wunsch nach möglichst viel Leistung, die man dann in der Praxis entweder nicht beherrscht, oder kaum auskosten kann.

Das ist jetzt eine Geschichte, die trifft so meine ich, auf viele zu, die meinen möglichst viel Leistung wollen, diese aber nicht beherrschen und damit überfordert sind.
 
Unabhängig davon, wie viel Leistung der Mensch braucht - ich brauche definitiv mehr als meine 204 PS. :-)
 
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