Das Comeback von Alfa?

Danke. Das ist, offen gesagt, ziemlich blödsinnig. Oder, besser gesagt, es ist Blödsinn, bei einem 500 PS-SUV einen Fahrmodus einzubauen, bei dem die Fahrhilfen (wirklich vollständig? :eek: :o) deaktiviert sind.

Nachtrag: Habe gerade einen alten Beitrag von mir gefunden, der mir ganz entfallen war: Mir hatte ein QV-Fahrer das mit den (abgeschalteten) Fahrhilfe und der Auspuffklappe schon mal erzählt. Stimmt tatsächlich so. :confused:

Am Rande: Man merkt, dass man alt wird, wenn man im Internet eine Information sucht und die dann per Google in einem eigenen, alten Beitrag findet. :+
 
Zuletzt bearbeitet:
Find ich nicht... Es trennt halt nur die die es können von denen die es nicht können. Ich glaube zwar nicht dass einer mit dem Strassenauto einen Racemodus braucht, weil Rennen fahren kann man damit nicht, zumindest nicht so wie er auf der Straße fährt, aber da dürfte man ja auch laut fahren. [emoji4]
 
Find ich doch. :) :-) Ich fahr‘ mit meinen Autos eigentlich immer im sportlichsten Modus (wie der heißt, ist doch egal), weil der in der Regel - für meinen persönlichen Geschmack - das beste Fahrerlebnis bietet. Wenn mir in diesem Fahrmodus aber die Helferlinge versagt bleiben, und zwar immer und nicht nur dann, wenn ich sie nicht haben möchte, dann wäre das für mich ein Problem und Kaufhindernis.

Abseits von solchen persönlichen Vorlieben ist es auch aus Gründen der Haftung und der Image-Risiken schlicht Unsinn, den Fahrmodus derart zu gestalten. Versuch‘ so etwas mal bei deinen geliebten deutschen Herstellern, da gäb‘s von legal intern und extern die geballte Juristenkeule auf die armen Entwickler. :3devilish
 
Danke. Das ist, offen gesagt, ziemlich blödsinnig. Oder, besser gesagt, es ist Blödsinn, bei einem 500 PS-SUV einen Fahrmodus einzubauen, bei dem die Fahrhilfen (wirklich vollständig? :eek: :o) deaktiviert sind.


Bei der Giulia Q ist das ESP im Race-Modus in der Tat ganz aus. Beim Stelvio Q ist das aber wohl nicht der Fall.

Dass die diversen einstellbaren Spaßmacher streng an die 3 (oder 4 bei den Qs) Fahrdynamikprogramme gebunden sind, wird allseits kritisiert. Vielleicht tut sich da mal was.
 
Das ist bei der normalen Giulia allerdings wirklich nervig.
Das ESP ist im Dynamic Modus zwar deutlich zurückhaltender, aber trotzdem (für meinen Geschmack) noch zu präsent.
Ich würde mir den Race Modus alleine deswegen schon sehr für meine Giulia wünschen.

Das hat BMW einfach viel besser gelöst. Muss man einfach "gestehen"

Gruß
Simon
 
Dass das ESP System bzw. die Regelprogramme im Race Modus etwas sonderbar sind, sagt ja auch Christian Menzel im Video ab 04:38
 
Wenn die Regelsysteme aus sind könnte den Fahrer doch die Versicherung wegen (grober) Fahrlässigkeit die Kosten aufbrummen, oder nicht? Aber dürfte wohl schwer nachzuweisen sein soweit der Fahrer es nicht von sich aus gesagt hat.

Das man den "sportlichsten" Modus und ein direktes Abschalten der Fahrhilfen kombiniert ist schon ziemlich bescheuert. Wann schaltet man den wirklich die Fahrhilfen aus: Soweit man nicht mitten in den Alpen wohnt alle 3 Jahre mal (ich wohne bereits in Süddeutschland, Schnee ist eher selten ein großes Problem bislang), wenn man das Auto mal wirklich ausreizen möchte oder für Videodrehs. Einfach ein zusätzlicher Knopf der die Helfer in 1-2 Stufen abschaltet und gut ist.

In dem Fall ging es ja noch relativ glimpflich für die beiden aus, aber bei der Beifahrerin war immer noch die pure Angst im Gesicht zu sehen - die zumindest wird an dem Vorfall noch knabbern und nicht so schnell vergessen.
 
Race heißt Race und passt zum Trackday auf der Rennstrecke.

Ist kein Modus für die Probefahrt, die Strafe folgte auf dem Fuß. Bei einem 510PS Auto sollte man wissen was man tut, in jedem Modus.

Sonst wird immer gemeckert dass man die ganzen Helferlein nicht abschalten kann und hier ist es auch wieder nicht recht.

Ich finds gut!

Keep Racing!
 
Optimal ist doch schlicht die volle Kontrolle über die Fahrhilfen - damit derjenige sie abschalten kann, der sie abschalten möchte. Eine „Zwangsabschaltung“, die beispielsweise (wie hier) schon dann greift, wenn man nur den bestmöglichen Motorsound genießen möchte, führt dann eben zu den bereits passierten Unfällen.

Wenn es noch ein paar mehr werden, dann hat der Alfa seinen Ruf weg. Kann man gut finden. Aus Sicht eines Herstellers, der vermutlich nicht allein engagierte Rennfahrer als Kunden im Blick hat, war es aber wohl eher „semischlau“. :whistle:

Eigentlich ist’s ganz einfach: Man
(i) gestaltet mehrere Fahrmodi mit unterschiedlich stark eingreifenden Fahrhilfen,
(ii) erlaubt in vernünftigen Grenzen die Konfiguration der Modi und
(iii) ermöglicht zudem in den sportlicheren Fahrmodi in mehreren Stufen ein weiteres Zurücknehmen der Fahrhilfen - bis hin zur vollständigen Abschaltung.

Ist übrigens nicht meine Idee, die kommt mir nur sehr bekannt vor. :) :-)
 
Es geht nur um den Auspuff?

Wer laut sein will muss fahren können!
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Frag doch mal den 23 jährigen..., der ist sicherlich immer noch der Meinung ein toller Fahrer zu sein.
Vermutlich war nur das Auto doof.
 
Stimmt, immer diese Amateure am Steuer:
:rolleyes:

Mutmaßungen und Pauschalisierungen helfen doch niemanden wirklich weiter. Der jüngste F1-Weltmeister war 23 Jahre alt und war schon damals mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein besserer Fahrer als 99,999...9% der hiesigen User. Und dennoch passieren selbst solchen Profis Unfälle. Ebenso ging es bei sehr vielen vielfach vielleicht auch nur mit Glück gerade noch so gut. Da wird sich wohl kaum jemand "rausreden" können.

Solange es ohnehin nur Blech ist und kein ernsthafter Personenschaden zu beklagen ist, wäre es doch kaum einer Erwähnung wert. Der Händler wird wohl durchaus bewusst - auch in dem Bewusstsein, dass es mal einen Schaden geben könnte - die Probefahrt ermöglicht haben. Und wenn derjenige sogar einen kauft, ist es für den Händler immer noch ein gutes Geschäft (vielleicht sogar ein besseres, da er zwei statt eine QV "umgesetzt" hat).

Ob Alfa sich nun diese Einzelfälle zu Herzen nimmt und nachbessert, bleibt abzuwarten. Manchmal dauert es halt deutlich länger und bedarf erheblicherer Folgen als Blechschäden bis ein Hersteller sein Produkt nachbessert (vgl. bspw. Audi TT Mk. 1).
 
Es geht nur um den Auspuff?

Nein, es ist schon etwas mehr als nur der Sound. Es gibt mehr Drehmoment, das Gas spricht noch giftiger an und das Torque Vectoring wird aktiviert. AMS beschreibt die Fahrmodi so:


Der Fahrmodus Advanced Efficiency ist nur zum Spritsparen, koppelt auch mal den Verbrenner vom restlichen Antriebsstrang ab (Segelmodus) oder schaltet drei der sechs Zylinder ab. Der Stelvio schafft zwar auch im Dreizylinder-Modus über 100 Sachen und bei mehr Gas schaltet er die restlichen drei Brennkammern wieder zu. Aber der V6-Biturbo reagiert verzögert auf Gaspedalbewegungen und die Achtgangautomatik schaltet nur adagio. Nix für uns.

Der nächste Fahrmodus, Natural, küsst den Power-SUV wach. Die Lenkung arbeitet zwar weiterhin mit einer Übersetzung von 12:1, baut aber mehr Widerstand auf und der Stelvio Quadrifoglio zieht gierig in die Kurven. Die Pirelli P Zero (255/45 R20 vorn, 285/40 R20 hinten) quietschen allerdings spätestens am Kurvenscheitel. Da stehen etwa 70 km/h auf dem Tacho. Mehr Gas ruft die Elektronik auf den Plan. Sie dreht dem V6 rigoros die Leistung ab, damit dem Stelvio auf dem staubigen Untergrund das Heck nicht ausbricht. Aber dabei raubt das ESC dem Alfa massiv Geschwindigkeit, statt sie kontrolliert aufzubauen und auf die nächste Gerade mitzunehmen.

Im Dynamik-Modus kommt das Heck
Über den Drehregler auf der linken Seite der Mittelkonsole wechselt der Stelvio in den Dynamik-Modus. Die elektronisch geregelten Stoßdämpfer straffen sich, die Lenkung verhärtet noch ein bisschen mehr, Gaspedal und Motor scheinen jetzt mit kürzerer Leine verbunden. Trotzdem dauert es rund eine Sekunde, bis die zwei Lader das Turboloch zugeschaufelt haben. Dann schnalzt der Stelvio mit voller Wucht vorwärts: Zwischen 2.500/min und 5.000/min bringt der V6 immer die vollen 600 Nm, die Achtgangautomatik von ZF wechselt die Gänge flüssig wie aqua minerale, der V6 bollert und rotzt durch die Abgasanlage. Rein mechanisch, nicht künstlich verstärkt – naturale quasi. Gut so.

Mit ein bisschen zu viel Lenkeinschlag und ein bisschen zu viel Gaspedaleinsatz lässt sich der Stelvio QV zu leichtem Übersteuern verleiten. Wenn der Driftwinkel die Grenze von amüsant nach bedrohlich zu überschreiten beginnt, greift jetzt das Stabilitätsprogramm ein – weit weniger herb als zuvor, aber immer noch bestimmt.

Der Racemodus macht den Stelvio zum Quadrifoglio
Erst mit einem weiteren Klick am Fahrdynamikschalter wird der Stelvio so richtig locker um die Hüfte. Zwei Kupplungen an der Hinterachse helfen dem Differential das Drehmoment so zwischen den Rädern zu verteilen, dass der Kurvenradius kleiner wird. Das Torque Vectoring kommt nicht über Bremseingriffe, sondern durch echtes Überbeschleunigen des kurvenäußeren Rads. Vorbildlich: Bis ins Lenkrad spürt der Fahrer, wann die Hinterreifen ihre Haftgrenze erreicht haben und Gleitreibung einsetzt. Die Sitze mit Carbon-Schale halten den Fahrer dabei gut fest, ohne ihn einzuzwängen. So wuselt der 4,7 Meter lange und 2,16 Meter breite SUV um Kehre für Kehre. Das verhältnismäßig niedrige Gewicht (Werksangabe: 1.830 Kilogramm) hilft dabei. Angeblich ist der Stelvio rund 100 Kilogramm leichter als zum Beispiel der Porsche Macan.

Am Kurvenausgang braucht man nur leicht an der rechten Alu-Schaltwippe zupfen, schon jagt das Getriebe den nächsthöheren Gang rein. Alfa Romeo spricht von einer Schaltdauer von nur 150 Millisekunden, der Fahrer spürt es anders als im Automatikmodus an einem kräftigen Schaltruck. Auch beim Runterschalten gibt es kein Vertun. Aus dem Stand soll der QV die 100 km/h nach 3,8 Sekunden erreichen. Als Topspeed versprechen die Italiener 283 km/h – zu viel für Dubais Gebirge.

Aber der Sechszylinder macht im Race-Modus noch mehr Krawall, spricht noch zügiger an. Und ist durstig. Wenn man ihn bergauf scheucht, schüttet er sich gern mal über 20 Liter auf 100 Kilometer in die sechs Brennkammern. Im Schnitt sollen es laut Alfa neun Liter sein. Schwer zu glauben, aber ein Bergsprint ist natürlich kein Maßstab.


https://www.auto-motor-und-sport.de...-stelvio-quadrifoglio-2018-preis-4806269.html


Es ist also tatsächlich so, dass die "auch straßentauglichen" Spaßmacher einem verwehrt bleiben, wenn man nicht auf Race schaltet. Die eine Taste zum separaten Ausschalten des ESP hätte man ja ruhig noch einbauen können und alle wären zufrieden gewesen.

Offensichtlich, so steht es in anderen Fahrberichten, ist auch beim Stelvio das ESP im Racemodus aus.
 
Inwiefern? Iinnerhalb der von Alfa erlaubten Parameter, oder durch einen externen Eingriff?
 
Irgendwie passt die Geschichte zu Alfa, zwei Schritte vor um dann gleich wieder einen zurück zu machen:wm

Was mich auch überrascht hat, die relativ (zu der Konkurrenz, is ja trotzdem schnell) langsame Rundenzeit

23. BMW M4 – 01:52:76 min
24. Corvette C7 – 01:52:73 min
25. BMW M5 – 01:53:39 min
26. Porsche 718 Boxster S – 01:53:62 min
27. Aston Martin V12 Vantage S – 01:53:70 min
28. Audi RS6 – 01:53:85 min
29. BMW M6 – 01:54:02 min
30. Porsche Boxster Spyder (981) – 01:54:24 min
31. Jaguar F-Type R – 01:54:35 min
32. Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio – 01:55:72 min ++++++++++++
33. Porsche Panamera GTS – 01:55:85 min

47. BMW M135i – 01:59:87 min

50. Jaguar F-Type Roadster V6 S – 02:01:49 min
 
Inwiefern? Iinnerhalb der von Alfa erlaubten Parameter, oder durch einen externen Eingriff?

Nein, das geht wohl nur durch einen externen Eingriff. Für die Auspuffklappe (sie geht ja auch in N und D auf, nur eben später) gibt es auch Fernbedienungen zu kaufen, auch mit unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten.
 
Welche Frage mich eher bewegt: Was hat sich der Verkäufer gedacht, als er einem 23 Jährigen ein 510 PS Auto zur Alleinfahrt gegeben hat?

Ein Bekannter von mir ist um die 25 und hat sich kürzlich einen Macan Turbo S bestellt und ein Gt3 wird dieses Jahr auch noch angeschafft. Was ich damit sagen will, als Autoverkäufer hat man es heute schwerer denn je, die Probefahrt Touristen und die wirklichen Käufer zu identifizieren.

Noch kurz zum Stelvio. Ja, auch hier wird der Race Modus ohne Esp laufen, jedoch hat der Stelvio Allrad und ist allgemein ein wenig weicher abgestimmt, somit dürfte dieser einige Fehler mehr verzeihen, als die Giulia QV im Race Modus. Wäre für mich also sicherlich kein entscheidendes Kaufkriterium.
 
Hallo Andy

Noch ein Wort zum Alfa den dieser 23 jährige geschrottet hatte. Du hast schon recht, das es schwierig ist,die Leute die nur mal mit einem PS -starken Auto probefahren wollen und den ernsthaften Interessenten die Möglicherweise echtes Kaufinteresse haben zu selektieren.
Ich habe am Sonntag eine größere Runde gedreht mit einen Mercedes AMG 6.3 (gehörte den Freund meiner Tochter)
und muss sagen sowas ist nichts für Anfänger. Die Kraft zu bändigen erfordert einiges an Selbstdiziplin und auch fahrerisches Können, wobei ich zwar gerne flott fahren mag, aber sowas ist schon etwas anderes, als das was ich bisher gefahren habe.
Darum würde ich so ein Geschoß, keinen "Unerfahrenen" geben.
Bei mir war übrigens der Besitzer am Beifahrersitz;)
 
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"Das hat mich heute gefreut":

Kommt ein Alfa Romeo 6C?

Nur Spekulationen; der deutsche Tuner Pogea Racing beruft sich auf Quellen aus dem Unternehmen:

"Die Person, die mir das gesagt hat, teilte mir mit, dass bereits an Schulungen zum 6C in Dokumentenform gearbeitet wird. In dieser Phase ist die Produktion üblicherweise beschlossene Sache."

https://www.auto-motor-und-sport.de/news/alfa-romeo-6c-2020-pogea-racing-11472991.html

Alfa-Romeo-6C-2020-Retusche-article.jpg

(vorbeugend: nein, kein offizieller Entwurf, nur Phantasie!)

"Das hat mich heute voll aufgeregt": es fehlen Worte wie "offen", "Roadster", "Spider" :12thumbsd
 
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