Photovoltaikanlage nachrüsten - Lohnt sich das überhaupt?

Unsere PV-Anlage rechnet sich schon innerhalb von 13 bis 14 Jahren - ohne Strompreissteigerungen zu berücksichtigen. Dazu muss ich noch erwähnen, dass der Solateur für die Netzeinspeisung im ersten Jahr noch 10 ct/kWh erstattet hatte - das waren immerhin fast 850 EUR.

Momentan ist als zusätzlicher Großverbraucher zum Haushaltsbedarf nur das eAuto vorhanden. Die Klimaanlage habe ich in diesem Jahr noch nicht einmal laufen lassen - normales Lüften über Nacht reicht bisher aus, um es im Haus kühl zu halten.

Mit der Wärmepumpe kommt der nächste Großverbraucher in diesem Jahr dazu. Klar, dass ich im Winter nur wenig PV-Ertrag habe, doch für den Haushalt reicht es fast. Unsere Ölheizung ist von 1992 und müsste ohnehin schon lange ersetzt werden, da die Ersatzteilversorgung nur noch dürftig ist. Die PV-Anlage liefert von Mitte März bis Ende Oktober ordentlich Stromüberschuss. Selbst im Hochsommer muss Warmwasser aufgeheizt werden, so dass die Wärmepumpe eigentlich für große Teile des Jahres ein guter Abnehmer für PV-Strom ist.

Die Klimaanlage leistet im Hochsommer dann auch noch gute Dienste als Stromabnehmer - vor allem in Zeiten hoher Sonneneinstrahlung.

Wir planen künftig die Monate Januar bis März mit dem Wohnmobil in wärmeren Gefielden zu verbringen - das Haus lassen wir dann mit 10 bis 14 Grad C heizen - so dass die Wärmepumpe im Modulationsbetrieb so gerade mit wenig Starts laufen kann. Zu unserer Rückkehr können wir die Temperatur 3 Tage vor Ankunft wieder auf 21 Grad C per App hochfahren, damit die Bude nicht mehr so kalt ist, wenn wir heimkommen.

Ganz nebenbei bringen wir mit der Wärmepumpe unser Haus von Energieeffizienzklasse D nach A, ohne nachzudämmen oder die Fenster zu tauschen. Das ist zwar nur beim Verkauf interessant - für uns derzeit nicht relevant, aber beruhigend.

Mit der Förderung (die man mangels Mitteln wohl bald streichen wird) kostet uns die Wärmepumpe nur unwesentlich mehr, als ein neuer Ölheizkessel mit Brennwerttechnik kosten würde.
 
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Verkaufsfördernder als eine PV-Anlage ist die Wärmepumpe - dadurch hebt man viele ältere Häuser auf die Energieeffizienzklasse „A“.
Für den finanzierenden Käufer ist das sehr vorteilhaft. Die Banken haben schon Probleme mit den Klassen „G“ und „H“. Teilweise finanzieren sie nicht und wenn, dann zu schlechteren Konditionen.

Der Nachinvest bei alten Häusern ist teilweise enorm. Wir haben uns gerade mit dem Kauf eines Bungalows von 1980 für die Tochter befasst und ich habe mich aus diesem Anlass mit der Heizbedarfsberechnung (für unser Haus habe ich das einen Profi machen lassen und so das Berechnungsschema nachvollziehen können) befasst und herausgefunden, dass es sich nicht lohnt, die Decke oder Wände nachzudämmen (war schon recht gut gemacht in diesem Fall). Der Austausch der Fenster und die Wärmepumpe brachten diesen BUNGALOW von „E“ auf „A“. Der Invest dafür würde bei ca. 45.000 EUR nach Abzug der Fördermittel liegen. Trotzdem würden noch ca. 200.000 EUR zusätzlich in das Haus und den Riesengarten fließen. Allein das Fällen von 15 Bäumen verschlingt schon ca. 20.000 EUR.

Kurz vor Abschluss des Kaufvertrages hatten meine Tochter und deren LAG gekniffen und die Entfernung zu seinem Arbeitsplatz und zu seiner Heimatstadt (er ist noch als Handballspieler aktiv) als nicht entkräftbares Argument vorgebracht. M.E. war das Haus eine gute Gelegenheit, etwas außergewöhnliches zu einem akzeptablen Preis zu bekommen. Wahrscheinlich sind die beiden noch 10 Jahre zu jung, um den Wert eines eigenen Hauses zu schätzen. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt. Hier in der Region gehen gerade viele Arbeitsplätze verloren, günstige Konditionen für Finanzierungen können vermutlich nicht mehr anschlussfinanziert werden - das wird zu einem Überangebot an Häusern und damit bei sinkender Nachfrage zu fallendem Verkaufspreisen.
 
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Unter dem Video in den Kommentaren.
Musst in YouTube anschauen

 
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Petition hab ich unterschrieben :) hatte schon vorher davon gehört und war auch entsetzt über die Ideen der Regierung..
 
Leute, haltet Euch fest, was von der Bundesnetzagentur geplant ist :eek: :o
Petition unterschreiben um das zu verhindern !!

View: https://www.youtube.com/watch?v=W1Feydcjc2E
Hallo Klaus.
Ist das nicht Äpfel mit Birnen verglichen?
- Wer das Netzt NUR ein einer Richtung belastet, also nur Verbraucher ist, der verursacht dem Netz(Betreiber) weniger Kosten.
- Der mit vielen Verbrauchern, Akku Haus/Auto, WP und noch zu Spitzenzeiten Strom hin- und herschickt, der verursacht Netzbetrieb, also mehr Kosten

Einzig der Kritikpunkt mit der EEG, dass die Betreiber das Geld die letzten Jahren eingesteckt, aber nicht 1:1 investiert haben, das kann ich nachvollziehen.

Klar wird wieder mal der bestraft, der was "gutes" gut, aber wie soll es anders laufen / finanziert werden, wenn die Netzbetreiber, Stadtwerke auf freiwilliger Basis von der Regierung schöne Happen hingeschmissen werden?
 
@pixelrichter
Harald,
Ich zahle bereits jetzt mit jeder bezogenen kWh einen erheblichen Anteil Netzentgeld. :+

Wir speisen so gut wie nicht ein, wir verbrauchen unseren eigenerzeugten Strom fast vollständig selbst. Dafür haben wir extra einen 20 kWh-Speicher angeschafft um den Stromverbrauch entsprechend über den ganzen Tag verteilen zu können. Sämtlicher Überschuss geht ins E-Auto und Wärmepumpe/Klima. Wieso soll ich jetzt für Netzbezogenen Strom noch erhöhte Netzgebühren zahlen? Die Berechnungsgrundlage ist ja nicht die Einspeisung sondern der Netzbezug. Insbesondere der vorgesehene Betrag zur Entlastung von Verbrauchern ohne PV von etwa 6,-€/Jahr lässt doch darauf schließen, dass es vordergründig nur um massive Mehreinnahmen geht, da offensichtlich das Geld dieser Energiewende für die notwendigen Investitionen vorne und hinten nicht reicht.

Um es ganz deutlich zu sagen, wir belasten das Netz nicht zusätzlich nur weil wir eine PV-Anlage betreiben. Da wir durch Eigenerzeugung weniger Strom aus dem Netz beziehen entlasten wir dieses sogar.

Andreas Schmitz hat mit seinem Vergleich schon Recht, dass es so wäre als wenn wir für das E-Auto eine Tankstellenkraftstoffabgabe zahlen, weil wir ja nicht Tanken und dadurch die Lieferkosten pro Liter Kraftstoff höher sind und diejenigen ohne E-Auto in geringem Maße entlastet werden sollen. :7madz:
 
Andreas Schmitz hat mit seinem Vergleich schon Recht, dass es so wäre als wenn wir für das E-Auto eine Tankstellenkraftstoffabgabe zahlen, weil wir ja nicht Tanken und dadurch die Lieferkosten pro Liter Kraftstoff höher sind und diejenigen ohne E-Auto in geringem Maße entlastet werden sollen. :7madz:
Ich hoffe, das kommt irgendwann auch so. Denn mit jedem E-Auto entgeht dem Staat einiges an Steuern, das andere mit dem Benzin wieder reinholen müssen. Und die E-Fahrer belasten das Stromnetz auch noch doppelt, da viele Besitzer noch ne PV haben 🤷😎
Finde ich nur gerecht, da auch ein E-Auto die Infrastruktur benutzt, verschleißt und wieder mit Steuergeldern aufgebaut werden muss
:b
*Nur meine Gedanken, du kennst mich 8-) :whistle: *
 
Das mit der KFZ-Steuer ist auch so eine Sache, die nicht gerecht sein kann.

Für den EQB zahle ich momentan nichts - später werden es um die 70€ werden.

Mit dem Wohnmobil zahle ich ordentlich KFZ-Steuer - Gefahren wird es hingegen überwiegend im Ausland. Die deutsche Infrastruktur nutze ich nur bis zur Grenze.

Z4 und TR6 stehen überwiegend in der Garage und kommen zusammen auf keine 2.000 km p.a. . Die KFZ-Steuer zahle ich natürlich voll.

Da habe ich kein schlechtes Gewissen gegenüber allen anderen KFZ-Haltern, wenn der EQB erst einmal ohne KFZ-Steuer fahren darf.


Das Projekt „Wärmepumpe“ verschieben wir bis zum März 2027. Angedacht war die Umsetzung zum Herbst 2026. Gerade an dem Tag, als ich den Auftrag erteilt hatte und wir die Eingaben für die Förderung durch die KFW beantragen wollten, war die Plattform deaktiviert

Parallel sitze ich gerade an der Einkommensteuererklärung 2025 und stellte fest, dass ich in 2027 trotz reduzierter Grundförderungsansätze ab 01.02.2027 insgesamt eine deutlich höhere Förderung bekommen würde, da die zu versteuernden Einkommen für 2025 und 2024 im Mittel unter 40.000€ rutschen. Die Kernsanierung einer vermieteten Wohnung in 2025 macht es möglich. Für die Bezugsjahre 2023/2024 hätte ich nach alter Regelung keine Förderung über den Einkommensbonus erhalten können.

Im ersten Quartal 2027 sollen zudem Wärmepumpen, die in der EU produziert werden, mit einem zusätzlichen Bonus gefördert werden. Mit dem neuen Gesetz (bisher sind nur die Eckpunkte bekannt) kann ich so die Höchstförderung bekommen.

Mit der Wärmepumpe erhöht sich der Stromverbrauch (insbesondere in den kalten Monaten, ohne nennenswerten PV-Ertrag) enorm.

Schauen wir mal, wie der vollständige Gesetzestext aussehen wird. Da die KFW-Plattform am 21.07.2026 auf Basis des neuen Gesetzes wieder geöffnet wird, sollte der endgültige Wortlaut dann wohl bekannt sein

Unser Strombezug wird mit E-Auto und Wärmepumpe deutlich höher ausfallen, als vor Installation der PV-Anlage in 12/2024.

Dass den Netzbetreibern die Einnahmen schwinden, will ich nicht so recht glauben. Wer eine eigene, ausreichend große PV-Anlage hat, wird i.d.R. auch ein E-Auto besitzen und die Wärmepumpe ist die sinnvolle Ergänzung. Eigentlich eine logische Anschaffungskette.

Insgesamt führt das zu einer stärkeren Netzbelastung.

Die beiden gerade im Bau befindlichen Stromleitungen vom Norden in den Süden verschlingen wahnsinnig hohe Beträge. Dazu müssen die regionalen Verteilernetze ebenso stärker ausgebaut werden.

Insofern ist ein höherer Anteil für die Netze im Strompreis nachvollziehbar - aber dann sollten diese bitte auf die Arbeitspreise und die Grundpreise umgelegt werden. Natürlich für alle.
 
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Vorab, für mich ist das Thema völlig Neuland, wird aber früher oder später interessant im Hinblick auf den Einbau einer Klimaanlage im Einfamilienhaus, und später doch mal E-Auto (aber nur wenn ich muss :D ).

Habt Ihr bitte einen Tipp zum "richtigen" = sinnvollen Verhältnis von PV-Leistung zu Batteriespeicher für ein kleines Einfamilienhaus? Mir ist heute ein Werbezettel herein geflattert wo eine PV-Leistung von 9,9 kW peak (22 PV-Module) als Kombipaket verkauft wird mit einem Batteriespeicher mit 9,55 kWh Kapazität. Spontan zuckte "Schwachsinn" durch meinen Kopf, aber vielleicht sind einige meiner Überlegungen falsch. Hier meine "basics":

Wir haben eine niedrige Grundlast von unter 1 kW "Stromverbrauch", der smart Meter zeigt regelmäßig 0,6 kW an. Die großen Verbraucher haben wir (noch) nicht, ein paar PCs laufen ständig, Heizung / WW ist derzeit auf Gas. Das mal außen vor. Gegeben den Batteriespeicher oben, kämen wir also abends für mehrere Stunden damit aus (oder ist das falsch). Die Leistung der PV-Module bedeutet, wenn die Anlage 100% Leistung liefert, dann ist die Batterie in 1-2 Stunden Sonnenschein voll. Ist das korrekt überlegt?

Das fände ich total überdimensioniert, selbst wenn die Anlage im Schnitt nur mit Faktor 0,6 Effizienz abliefert (zu pessimistisch gerechnet? Da ist Schattenwurf von Nachbars großer Fichte), also "nur" 6 kW per Stunde erzeugt, so sind das an einem Sonnentag mit (durschschnittlich über das Kalenderjahr) 5-6 Sonnenstunden also 30 kW, die die Anlage am Tag liefern würde. In 24h zu 0,6 kW Grundlast verbrauchen wir davon 14,4 kW, produzieren aber das doppelte. Wobei die Batterie 9,55 kW davon aufnehmen kann, der Rest von gut 6 kW geht verloren bzw. wird in Netz retour gespeist. Das Rückspeisen wollen wir vermeiden, wird in Ö immer teurer und der Ertrag ist ein Witz. Kommt noch so weit, dass man hier draufzahlt in Zukunft bei der Ösi-Abgabenwut.

Ist das so gerechnet kompletter Unsinn, oder stimmt das dem Grund nach?

Wenn nun eine Klima zugerüstet würde, die unsere Grundlast um rund 1 kW pro Stunde nach oben treibt, dann käme das schon hin mit der Leistung der 22 Stück Panele, oder wie seht Ihr das?

Sobald ein E-PKW da wäre, der bidirektional Laden kann, dann stünde "automatisch" ein zusätzlicher Batteriespeicher vor dem Haus, der das 5-fache oder mehr des oben gekauften Batteriespeichers aufnehmen und ggf. rückspeisen kann. Korrekt?

Dann sieht es plötzlich aber anders aus, weil die 9,9 kW peak wenig erscheinen, um die Grundlast, sowie die neue Klimaanlage abzudecken, und den E-PKW zu laden (wobei wir wenig Fahrer also wenig km pro Tag Fahrer sind). Oder liegt das nur daran, weil mein oben angenommener "schlechter" Effizienzfaktor unsinn / zu pessimistisch ist?

Diejenigen unter Euch, die schon eine Weile eine PV-Anlage am Einfamilienhaus betreiben, können sicher die eine oder andere meiner Anfängerfragen beantworten. Ja wir sind ein PKW Forum, aber auch bei den Randthemen hier am Forum gab es immer sehr kompetente Ratschläge von Euch, also wollte ich es mal versuchen. Danke vorab!
 
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@Dieterle
Ich würde immer, egal wie hoch Euer Stromverbrauch ist, das Dach möglichst voll belegen.
Hintergrund: Die Kosten der Anlage sind nicht mehr die Module oder ein größer Wechselrichter. Die Kosten entstehen durch die Montage und Gerüst (wenn nötig).
Der Flaschenhals der PV sind die Wintermonate und da gilt: Je mehr Module Du hast, desto besser kommst Du durch die Wintermonate.
 
@Sinsui
Ja verstanden. Dann sollte ich mal ermitteln wieviele Module sich da ausgehen. Es ist ein asymmetrisches Satteldach mit einem kürzeren (flacheren) und einem längeren (steileren) Teil. Ich würde schätzen der steilere Teil ist mehr als das doppelte vom flacheren Teil. Velux Fenster, Kamine, Rauchfangkehrer Steg und eingelassene Regenrinnen muss man abziehen. Das Dach hat keinen Überstand. Soll die Bude grob 12 m lang und 9 m breit sein. Also rund 108 m² Dachfläche abzüglich 15 % für die genannten Einbauten, bleibt 92 m² für Module. Bei rund 2 m² je Modul wären das aber einige (46? mal 0,4 kWp oder? also 19 kWp, irre). Umgekehrt gesprochen braucht eine Anlage mit 10 kWp also meine halbe Dachfläche? Das wird mit der Mitsprache der Frau dann schon ein Thema /duckundweg

Nichts vom Dach ist südseitig, sondern die beiden Pulthälften sind ost- und westseitig, der Gibel zeigt fast genau nach Süden. Keine Ahnung ob das nun besonders günstig, oder besonders ungünstig ist für PV.
 
Ich habe mehrere Kunden mit Ost-West Ausrichtung.
Bis jetzt waren alle Zufrieden

Bis der Speicher voll wird dauert es etwas länger,aber morgens und abends wird die Sonne besser ausgenutzt.
Meine Südausrichtung läd den Speicher morgens innerhalb einer Stunde voll.

Mein erstes Projekt 4 kW in Ost West Ausrichtung auf dem Carport war nicht dolle.
Ich habe einen Verbrauch um die 8kw am Tag.
Dann kamen die Klimaanlagen dazu und schon kamen die 4 kW an ihre Grenzen.

Den Speicher würde ich ruhig etwas größer nehmen,verlängert die Autarkie in den Übergangsmonaten.
 
@Sinsui
Ja verstanden. Dann sollte ich mal ermitteln wieviele Module sich da ausgehen. Es ist ein asymmetrisches Satteldach mit einem kürzeren (flacheren) und einem längeren (steileren) Teil. Ich würde schätzen der steilere Teil ist mehr als das doppelte vom flacheren Teil. Velux Fenster, Kamine, Rauchfangkehrer Steg und eingelassene Regenrinnen muss man abziehen. Das Dach hat keinen Überstand. Soll die Bude grob 12 m lang und 9 m breit sein. Also rund 108 m² Dachfläche abzüglich 15 % für die genannten Einbauten, bleibt 92 m² für Module. Bei rund 2 m² je Modul wären das aber einige (46? mal 0,4 kWp oder? also 19 kWp, irre). Umgekehrt gesprochen braucht eine Anlage mit 10 kWp also meine halbe Dachfläche? Das wird mit der Mitsprache der Frau dann schon ein Thema /duckundweg

Nichts vom Dach ist südseitig, sondern die beiden Pulthälften sind ost- und westseitig, der Gibel zeigt fast genau nach Süden. Keine Ahnung ob das nun besonders günstig, oder besonders ungünstig ist für PV.
Ich habe bei mir 54 Module verbaut (selbst verbaut) und einen 12,4 Speicher.
Stromverbrauch liegt bei 9T KWh pro Jahr. Dezember und Januar produziert die Anlage weniger, als ich Verbrauch. Die restlichen Monaten laufe ich quasi fast autark.
Dieses Jahr haben wir uns ein E-Auto zugelegt wodurch die PV noch mehr Spaß macht.
Auch auf einen Blick in die Zukunft gerichtet, ist nachrüsten meist kosten-intensiver.
Daher das Dach voll machen. West-Ost ist aufgrund der Preise der Module ok.
Die Anlage wird in den seltensten Fällen 100% bringen. Daher ist auch hier meine Meinung: mehr ist besser.
 
@Sinsui
...
Nichts vom Dach ist südseitig, sondern die beiden Pulthälften sind ost- und westseitig, der Gibel zeigt fast genau nach Süden. Keine Ahnung ob das nun besonders günstig, oder besonders ungünstig ist für PV.
Wir haben auch eine Ost-West-PV-Anlage auf dem Satteldach. Der Maximalertrag je Modul ist pro Tag etwas geringer, als bei reiner Südausrichtung. Dafür produziert die Anlage aber schon eher Strom und abends auch länger.

Wir haben 13,05 kWp auf dem Dach und einen Speicher mit 8,8 kWh im Keller. Damit kommen wir ganz gut klar.

Über den Sommer läuft eine Klimaanlage mit Wärmepumpe (zieht max. 0,6 kW) mit. Alle paar Tage wird das E-Auto geladen.

In 2027 kommt eine Wärmepumpe als Ersatz für die Ölheizung dazu - in den sonnigen Monaten und in der Übergangszeit kann der dadurch bedingte Strombedarf zu einem größeren Teil über den PV-Strom gedeckt werden.

Hier sieht man für den 04.07.2026 ganz gut, wie der typische Produktionsverlauf einer Ost-West-Anlage ist. Mittags hing das E-Auto an der Wallbox und den ganzen Tag lief die Klimaanlage zur Kühlung des Schlafzimmers.

04.07.2026.jpg

Der Jahresverlauf für 2026 sieht bis dato so aus.

2026_01-08.jpg

Bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung im Sommer 2024 kam bei uns heraus, dass es effektiver ist, das Dach möglichst voll mit Modulen zu bestücken, während der Speicher möglichst nicht mehr als einen Tagesbedarf (ohne besondere Verbraucher) abdecken sollte. Ein größerer Speicher hätte kaum den Effekt eines größeren Nutzens gehabt - an dunklen Wintertagen wird der Speicher manchmal nicht voll. Ein Speichermodul mehr (2,2 kWh) hätte wirtschaftlich nur Nachteile bedingt.

Heute sieht eine Betrachtung möglicherweise anders aus, da die Preise für Speichermodule seit 2024 stärker gefallen sind, als die für Module.

Die Anzahl der möglichen Module rechne bitte nicht über Verhältnismäßigkeiten der Flächen, sondern mache dir die Mühe, die Dachflächen aufzuzeichnen und die Module darauf zu platzieren. Jedes DFF, jeder Kamin und jeder Grundleitungslüfter führt zur Aussparung in der Modulfläche im Modulraster. Eine Zugangsmöglichkeit zum Kamin sollte zusätzlich gegeben sein, d.h. Module dürfen den Zugang nicht verbauen.

Lasse Dir doch einfach einmal ein Angebot von einem guten Solarteur machen. Die haben i.d.R. einen Zugang zu google.maps, der detaillierter ist als für uns allgemein. Mit Angabe der Dachneigung kann er dir schon mit wenigen Klicks ein Layout für die Modulbestückung ausarbeiten (das dauert nur wenige Minuten und kostet erst einmal nichts).
 
@Dieterle
Ich würde immer, egal wie hoch Euer Stromverbrauch ist, das Dach möglichst voll belegen.
Hintergrund: Die Kosten der Anlage sind nicht mehr die Module oder ein größer Wechselrichter. Die Kosten entstehen durch die Montage und Gerüst (wenn nötig).
Der Flaschenhals der PV sind die Wintermonate und da gilt: Je mehr Module Du hast, desto besser kommst Du durch die Wintermonate.
So ist es :thumbsup:

Gerade bei Ost-West Belegung kann man den Wechselrichter dabei sehr sinnvoll unterdimensionieren. Weil naturgegeben niemals beide Seiten gleichzeitig vollast bringen können reicht ein Wechselrichter mit um die 70% der Maximalleistung der beiden Modulfelder zusammen.
Ich kann mich nur wiederholen. Als die PV Anlage kam hatte ich weder E-Auto, noch Wärmepumpe oder Klimaanlage, man wollte mir erzählen dass eine 7kWp Anlage mit 10 kWh Speicher doch optimal für mich sei (für den Installateur bestimmt). So hätte ich wahrscheinlich mitten auf dem Süddach eine Anlage gehabt und hätte das Dach nachträglich nicht mehr voll belegen können, und die ganzen Aufwände zwei mal gehabt, von dem Gesamtbild mit unterschiedlichen Modulen mal ganz abgesehen. Viel hilft viel ist i.d.R. wirtschaftlicher und bringt dir v.A. potenzielle Freiheitsgrade.

Die Gesetzmäßigkeiten in Österreich sind dabei sicher etwas anderes was die Wirtschaftlichkeit angeht. Aber immerhin hat man es hier geschafft ein ordentliches Modell für die Weitergabe (Energysharing) von Strom an Dritte einzuführen. Die Netzgebüren sind dabei sinnvoll gestaffelt, im Selben Haus 0 und solang es im selben Travogebiet ist (Nachbarn/Wohngegend) fallen dabei nur sehr wenig Netzgebüren an. So kannst deinen Strom praktisch teilen daran verdienen. Oder bspw. an Kinder oder Verwante die in der Stadt wohnen verschenken. Ich meine erst Bundeslandübergreifend fallen die vollen Netzgebüren an. Für alles gibt es vorgefertigte Musterverträge, Regel etc. Was hier in deutschland nur stiefmütterlich auf Druck der EU umgesetzt werden musste und vergleichsweise so kompliziert ist, das man es (leider) lieber sein lässt, mal davon abgesehen das der dafür notwendige Smartmeter Rollout in Ö praktisch durch ist, und in D das Wort "Rollout" mehr ne Worthülse 😅
 
................ mal davon abgesehen das der dafür notwendige Smartmeter Rollout in Ö praktisch durch ist, und in D das Wort "Rollout" mehr ne Worthülse 😅
Ich warte seit über einem Jahr auf das bestellte und bestätigte Smartmeter. Der staatliche Netzbetreiber in Hamburg hält es nicht einmal für Nötig auf E-Mails auch nur zu antworten.
Soviel zu den Worthülsen Energiewende und den Klimaneutralitätszielen des Rot-Grünen Hamburger Senats.
 
Ich warte seit über einem Jahr auf das bestellte und bestätigte Smartmeter. Der staatliche Netzbetreiber in Hamburg hält es nicht einmal für Nötig auf E-Mails auch nur zu antworten.
Soviel zu den Worthülsen Energiewende und den Klimaneutralitätszielen des Rot-Grünen Hamburger Senats.
Ich konnte mich nur 3x vor den Einbau drücken.
Nun hab ich das Ding an der Backe und muß 25€ mehr zahlen.
Der Mehrwert für das Ding ist zur Zeit unerheblich.
 
Ich konnte mich nur 3x vor den Einbau drücken.
Nun hab ich das Ding an der Backe und muß 25€ mehr zahlen.
Der Mehrwert für das Ding ist zur Zeit unerheblich.
Verbrauchst du über 10.000 kWh im Jahr (Bezug)?
Digitale Stromzähler sind gedeckelt auf 25€ pro Jahr.
Smart Meter bis 6.000 kWh gedeckelt auf 30€
...bis 10.000 kWh gedeckelt auf 40€
...bis 50.000 kWh gedeckelt auf max. 110€
(Smart Meter: Das müssen Haushalte 2026 für den digitalen Stromzähler zahlen)

Ich warte seit über einem Jahr auf das bestellte und bestätigte Smartmeter. Der staatliche Netzbetreiber in Hamburg hält es nicht einmal für Nötig auf E-Mails auch nur zu antworten.
Soviel zu den Worthülsen Energiewende und den Klimaneutralitätszielen des Rot-Grünen Hamburger Senats.
das Smart Meter Drama in Deutschland fing mit der Regulierung schon sehr früh an, weil man sich nicht auf das Messystem und die IT-Infrastruktur einigen konnte (ich glaub du kennst die Videos).
 
Ich meine erst Bundeslandübergreifend fallen die vollen Netzgebüren an.
Na super. Die Leute mit Solarzellen machen das Geschäft und die Allgemeinheit darf über den Netzbetreiber die Kosten übernehmen. Eine pauschale pro Kilometer (von mir aus logarithmisch) wäre für mich fairer gewesen.
 
Ich konnte mich nur 3x vor den Einbau drücken.
Nun hab ich das Ding an der Backe und muß 25€ mehr zahlen.
Der Mehrwert für das Ding ist zur Zeit unerheblich.

Wenn der Strompreis niedrig bzw. Negativ ist und die PV in den dunklen Monaten nicht so richtig Ertrag bringt dann:
- Das E-Auto laden
- Pufferspeicher laden und den gespeicherten Strom verbrauchen, wenn der Netzstrom teuer ist
- Wärmepumpe nutzen
- Die Netzstabilität unterstützen

Da kommen die 10,-€ Aufpreis/Jahr für das Smartmeter im Vergleich zum bereits vorhandenen Digitalen Zähler schnell wieder rein. :) :-)
Zumal alle Schnittstellen und Plätze bei uns bereits bei der Zählerschrank Erneuerung vorbereitet wurden.
 
Na super. Die Leute mit Solarzellen machen das Geschäft und die Allgemeinheit darf über den Netzbetreiber die Kosten übernehmen.
Zu kurz gedacht.
Beispiel: Wenn ich meinen Überschuss an an meinem direkten Nachbarn im selben Travogebiet für einen Schmalen Taler verkaufe verdiene ich daran und gebe meinem Nachbarn den Anreiz meinen günstigen Strom mit zu nutzen wenn der da ist. Ergo wird weniger von meinem Überschuss das Travo- oder Netzgebiet verlassen und es entfallen weniger Netzbetreiberkosten an, das Netz wird entlastet und es entstehen weniger Kosten für die Allgemeinheit. Wenn das mehrere Leute machen wird der Effekt entsprechend skaliert. Wenn ich den Strom in einem MFH direkt weiter gebe und der Anreiz bei meinem Nebenbewohner entsteht verlässt der Strom bestenfalls nicht mal das Haus. Wenn ich aber aus dem Travogebiet hinausgehe ist es nur Fair das ein Teil der Netzkosten zu übernehmen ist, und je weiter ich den Bogen Spanne desto mehr.
Eine pauschale pro Kilometer (von mir aus logarithmisch) wäre für mich fairer gewesen.
(du meinst sicher kWh?) Anreize erhöhen die Netzdienlichkeit und damit weniger Allgemeinkosten nicht Strafgebühren...

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Edit: aaaah jetzt habe ich deinen letzten Satz mit der km-Pausachle verstanden - Asche auf mein Haupt sorry.
Na genau das ist ja in Prinzip das österreichische Modell. Der Witz beim Energysharing so wie es Deutschland jetzt kürzlich umgesetzt hat ist, dass selbst wenn ich den Strom meinem Nachbarn oder im selben haus Verteilen möchte so das ein anderer davon profitieren kann die vollen Netzentgelte, Umlagen und Abgaben anfallen. Von der Hisigen Bürokartie im Vergleich mal ganz abgesehen. So bleibt der Anreiz zu eingeschränkt, es macht Keiner und es gibt weder Netzdienlichkeit bzw. verminderte Netzkosten für die Allgemeinheit.
 
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