Autokartell VW, Audi, Daimler, Porsche, BMW seit den 90er Jahren?


Damit das nicht falsch verstanden wird, was in dem oben verlinkten Beitrag des Tichy-Magazins kolportiert wird:

Es ist nicht zwangsläufig kartellrechtswidrig, wenn Autohersteller zusammenarbeiten oder etwas gemeinsam entwickeln, vor allem dann nicht, wenn dies offen geschiet. Über die Gründung eines solchen Zentrums hat der Spiegel berichtet. Ja und? Insofern geht der unterschwellige Vorwurf auf der Tichy-Seite gegen den Spiegel doch ziemlich ins Leere.

Weil ich mit meiner Einschätzung des Tichy-Artikels bei einigen ohnehin nicht durchdringen werde, bitte ich höflich um Beachtung des Nachfolgenden: Wer hier eine Kampagne des "linken" Spiegels sieht, mag sich ja gerne bei Welt und FAZ informieren. Insbesondere die Artikel der FAZ sind hier lesenswert. Und übrigens, selbst der Focus hält sich nicht eben zurück: So fällt dieser aktuell damit auf, dass er schon mal Tipps gibt, wie man Schadensersatzansprüche gegen die Hersteller durchsetzen könnte :rolleyes:
 
Danke, "Surprize", für die Erläuterungen und Richtigstellungen! :t
 
Man mag mir Blauäugigkeit gegenüber den Autoherstellern attestieren,für mich ist aber jeder mindestens ebenso blauäugig der hinter dem Spiegel Artikel den reinen journalistischen Ethos sieht. Hier werden ganz klar Interessen vertreten und versucht Meinung zu machen. Schon jetzt haben die,nach wie vor unbewiesenen,Aussagen einen erheblichen Einfluss auf den Aktienkurs. Hier sollte man sich mal ganz genau ansehen wer demnächst im größeren Stil zukauft.
Für mich geht die Hauptabsicht des Spiegels aber in Richtung Bundestagswahl. Es wird doch nicht lange dauern bis statt der Konzerne Dobrindt und Merkel zur Zielscheibe werden. Der Spiegel hat den Traum von R2G immer noch nicht ausgeträumt und da wird eben nicht abgewartet bis konkrete Tatsachen auf dem Tisch liegen sondern einfach mal stimmungsmachend aus der Hüfte geschossen,bis die Tatsachen auf dem Tisch liegen ist die Wahl ja vorbei.;)
Da kann man noch so viel von "Pressekodex" und "die Presse hat keine Beweispflicht"(seit wann eigentlich nicht?)faseln,für mich wird hier der politischen Meinungsmache eindeutig Vorrang vor seriöser und verantwortungsvoller Berichterstattung gewährt.
 
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Es ist doch immer wieder bemerkenswert, bisweilen allerdings auch wirklich ärgerlich, wie wenig manche Menschen elementarste rechtsstaatliche und/oder verfassungsrechtliche Grundlagen verinnerlicht haben. Freilich nimmt es dann auch nicht Wunder, wenn in mehr oder minder schlauer Weise die Legislative, Exekutive, Judikative oder eben auch die Presse kritisiert werden: Was nicht verstanden wird, kann solchen Menschen ja nur verdächtig vorkommen. :confused:

Was besonders traurig ist: Das Internet bietet wunderbare und höchst bequeme Möglichkeiten der Informations- und Erkenntnisgewinnung (vgl. z. B. https://de.wikipedia.org/wiki/Presse_(Medien), https://de.wikipedia.org/wiki/Pressefreiheit oder http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/). All dieser Mist, der im Internet aufgrund mangelhafter Kenntnis verbreitet wird, wäre mithin leicht vermeidbar. :cautious:
 
:zzz::T :zzz:
Geht's nicht noch etwas gestelzter?
Ich sehe in den Ausführungen keinerlei Argumente die gegen meine Auffassung sprechen.
 
Eine Beeinflussung der Bundestagswahl hin zu Rot-Grün durch diesen Artikel? So realitätsfern wird man beim Spiegel nicht sein. Was den Vorwurf der Meinungsmache und der Verantwortungslosigkeit vor Seriösität angeht, möge man sich - zum wiederholten Mal der Hinweis hierauf - den Artikel im Heft durchlesen (oder überhaupt mal die SPON-Artikel lesen, ich habe da Zweifel, dass dies überhaupt erfolgt), bevor man hierüber urteilt.

Und die tendenziell "rechten" oder bürgerlich-konservativen Medien beteiligen sich dann jetzt auch an der "linken" Meinungsmache? ( Etwa hier: http://www.faz.net/aktuell/wirtscha...t-matthias-wissmann-ohne-wissen-15121969.html )

Davon ab: Der Tichy Artikel, ist das keine Meinungsmache, weil er die eigene wahrgenommene Wahrheit bestätigt? ;) Wo ist bei diesem denn recherchiert? Der Autor hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, ins Gesetz zu gucken, Dr. Wikipedia zu fragen oder einen Kartellrechtler zu konsultieren, sondern hat zu einer nicht einfachen Rechtsfrage einfach drauflosgewurschtelt. Aber egal, das Publikum bekommt das, was es lesen will.

Ich kann an Deinem Feindbild zum Spiegel vermutlich nicht mehr rütteln und die politische Einordnung eines Mediums ist ja auch immer eine Frage des eigenen politischen Standorts. Aber so "links" ist der Spiegel längst nicht mehr. Und was diese Spiegel-Titelgeschichte angeht, finde ich, dass diese nun wirklich "ordentlich" geschrieben ist.
 
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Naja,wenn der Spiegel nicht links ist welches Magazin ist es dann? Neues Deutschland? Prawda? :d
Lass uns doch einfach abwarten was im Endeffekt an ganz konkreten und belastbaren Anklagen dabei herauskommt. Danach können wir dann immer noch weiter diskutieren.;)
 
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Nein, man kann durchaus schon jetzt diskutieren, und nicht erst in ein paar Jahren. :g

Natürlich setzt das voraus, dass man in der Lage ist, das Thema intellektuell zu erfassen. Klappt das nicht (z. B. weil man trotz anschaulicher Erläuterungen den Unterschied zwischen Kartellrecht und Strafrecht nicht versteht), so kann - womöglich gar: sollte - man sich der Diskussion in der Tat ruhig enthalten. :cautious:
 
Zitat aus der Zeit:

VW, Audi, Porsche und Daimler sollen Kartell gebildet haben
Laut Medien haben sich die führenden deutschen Autokonzerne seit den 1990er Jahren abgesprochen – über Lieferanten, Motoren und Abgasfilter. Kartellbehörden ermitteln.....
Ganz schlimm ! :D Und das Deutsche Institut für Normung hat sicherlich kostenlos seine Räumlichkeiten für dieses Kartell zur Verfügung gestellt. Ganz böse, ganz böse. :b
 
Nein, man kann durchaus schon jetzt diskutieren, und nicht erst in ein paar Jahren. :g

Natürlich setzt das voraus, dass man in der Lage ist, das Thema intellektuell zu erfassen. Klappt das nicht (z. B. weil man trotz anschaulicher Erläuterungen den Unterschied zwischen Kartellrecht und Strafrecht nicht versteht), so kann - womöglich gar: sollte - man sich der Diskussion in der Tat ruhig enthalten. :cautious:
Du bist sooo süß wenn du dich aufregst.:11sweethe
Aber lass deinen Ärger nachher nicht wieder an deinem Mops aus,der kann wirklich nichts dazu.:M
 
Du bist sooo süß wenn du dich aufregst.:11sweethe
Aber lass deinen Ärger nachher nicht wieder an deinem Mops aus,der kann wirklich nichts dazu.:M


:roflmao:

Der Mops ist aber doch sicher ein wesentlich angenehmerer Diskussionspartner als so mancher User hier, könnte das Thema durchaus nach entsprechender Erläuterung intellektuell erfassen,
ist dann auch ganz sicher der gleichen Überzeugung wie sein Herrchen und widerspricht auch nicht permanent!?
 
Der Mops ist, nebenbei gesagt, vor allem deutlich intelligenter als so manch einer hier ... :whistle:
 
ich habe mir die letzten Tage einige Berichte zu diesem Thema angeschaut.
Da ich aktuell grippebedingt mehr oder weniger ans Sofa gefesselt bin, habe ich auch die Zeit dazu :whistle:
Es ist wirklich erschreckend was sich da für Abgründe auftun :eek: :o
Viele Politiker und Ex-Politiker haben demnach langjährige Kenntnis über aktuelle Ereignisse, und sind teilweise sogar involviert in der Automobillobby.

wenn ich dann solche Absätze lese wie:
"Hendricks äußerte sich ungewöhnlich scharf über die Autobranche und die Beziehung zwischen Politik und Herstellern. „Es ist wohl so, dass der Staat es in der Vergangenheit zu häufig an Distanz zur Automobilindustrie hat mangeln lassen.“ Dies habe dazu geführt, dass die Branche sich „zu sicher“ gefühlt habe."

Entsprechend versucht natürlich die Regierung die deutsche Automobilindustrie zu schützen, alleine der Arbeitsplätze wegen, und vor allem dem Exporthandel wegen.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass früher oder später eine riesige Bombe hoch geht, und die deutsche Automobilindustiere eine neue Wirtsschaftkrise auslöst, welche uns dann alle trifft:confused:
Hoffentlich nur Schwarzmalerei....
hier eine sehr interessant Reportage dazu
 
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass früher oder später eine riesige Bombe hoch geht, und die deutsche Automobilindustiere eine neue Wirtsschaftkrise auslöst, welche uns dann alle trifft:confused:
Hoffentlich nur Schwarzmalerei....
Irgendwie habe ich das gleiche Gefühl.
Und ich bin ganz gewiss kein Schwarzmaler.
 
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