Autokartell VW, Audi, Daimler, Porsche, BMW seit den 90er Jahren?

der fred interessiert hier doch keinen wenns keine titten gibt...!
So viel zur gebotenen Umsicht.:M
Soviel ich weiß ist das Thema durch Selbstanzeigen publik geworden und ansonsten denke ich,dass es sinnvoll ist ersteinmal abzuwarten ob es wirklich strafrechtlich relevante Handlungen gab. Das Ganze könnte sich auch als heiße Luft entpuppen.
 
BMW hat schon ein Statement zu dem Artikel abgegeben, einfach mal googeln.
 
Ich bin auch sehr auf die Ermittlungen gespannt....
Es wurden wohl auch schon erste Unterlagen beschlagnahmt und Räumlichkeiten durchsucht.

Die EU-Kommission (und generell die Kartellbehörden) haben durchaus Sanktionsmöglichkeiten die weh tun können.
Kartellstrafen bis zu 10% des jeweiligen jahresUMSATZES sind hier möglich. Das kann schon richtig weh tun...
Zumal der Gewinn der durch das kartellrechtswidrige Verhalten erzielt wurde abgeschöpft wird.
Also von milden Sanktionsmöglichkeiten will ich hier nicht zwingend sprechen.
Und von evtl. möglichen Schadenersatzansprüchen der Geschädigten sprechen wir noch garnicht....

Aber warten wir erstmal die Ermittlungen ab.
Es wäre jedenfalls eine weitere herbe Enttäuschung für die deutsche Automobilindustrie.....leider.... :(

Spekulation:
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass VW in letzter Zeit soviel um die Ohren gehauen bekommen hat, dass es ihnen vermutlich bei diesem Thema zu heiß geworden ist.....daher die Selbstanzeige....
Ansonsten macht ein Konzern sowas eigentlich eher selten freiweillig...nach dem Motto.....solange es läuft....
 
Zuletzt bearbeitet:
Mich fasziniert immer wieder der urdeutsche Hang zur Selbstzerfleischung,vorwiegend inszeniert von links-"liberalen" Politikern und deren medialen Helfern.
Hauptsache Schlagzeile und man kann sich mal wieder so richtig echauffieren und als Gutmensch präsentieren.:rolleyes: :j

Soll man dann möglichen Verstößen gegen unser Recht nicht nachgehen, nur weil es "unsere" [systemrelevante] Autoindustrie betrifft? Es ist doch gerade ein Zeichen dafür, dass unser Land gut funktioniert, wenn solche Themen trotz möglicher negativer Auswirkungen von der Presse aufgedeckt werden. Was wäre das Geschrei der AfD-Krakeeler groß, würde der SPIEGEL das Thema unter Verschluss halten...

Ich empfehle Dir, den Artikel im SPIEGEL zu lesen und nicht nur die gekürzten auf SPON.

Und falls es schwärzer sein muss ;): Kommentar in der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/wirtscha...e-belasten-autoindustrie-schwer-15117721.html
 
Noch ist doch gar nicht klar ob und wenn ja,was in den Runden besprochen wurde,aber für SO steht bereits(nahezu)fest,"einer der größten Skandale der deutschen Wirtschaftsgeschichte".
Hallo,geht's evtl auch eine Nummer kleiner?
..... Hauptsache Schlagzeile .....
Zustimmung. Der Presse ist es oft zu wichtig, die Information möglichst schnell, unzureichend geprüft und publikumswirksam / verkaufsfördernd rauszuhauen, manchmal ist nicht mal Zeit, Schreibfehler im Laufband "breaking news" zu korrigieren, Meldungen selbsternannter Möchtegernjournalisten und Internetbblogger werden mangelhaft recherchiert übernommen, Haupsache "first to market" und eine Schlagzeile mehr neben der man Werbung verkaufen kann :confused: Qualitätsjournalismus geht anders und wird immer mehr verdrängt.

Aber das ist ja eigentlich ein Nebenthema, in den nächsten Tagen wird sich schon zeigen was da im Detail dran ist, nicht umsonst wurden "eine Art von Selbstanzeigen (?)" gemacht. BMW dementiert noch. Richtig ist auch: gewisse Absprachen sind sinnvoll und es wurde ja sogar offiziell eine gemeinsame Firma gegründet, andere Absprachen sind eben höchst bedenklich, es wird darauf ankommen was da genau gelaufen ist, falls das an die Öffentlichkeit gelangt.

Wo seht ihr denn die Automobilindustrie in Deutschland in 10 Jahren?
 
Also ich war jetzt schon in mehreren Entwicklungsabteilungen von Autoherstellern. Diese Absprachen kann ich mir absolut nicht vorstellen. Wieso werden dort wohl die Neuerscheinungen der Konkurrenz in alle Einzelteile zerlegt und geschaut wie was gemacht und gelöst wurde wenn alles schon vorher abgesprochen wurde? Ich kann mir aber vorstellen das es Absprachen innerhalb der "Konzern-Töchter" also z.b. VW/Audi/Porsche/Skoda/Seat gegeben hat, was aber betriebswirtschaftlich auch okay ist.
Ich verstehe auch nicht, wieso da immer wieder versucht wird, auch BMW in den Dreck zu ziehen. BMW ist in Sachen Abgasreinigung und dessen technischem Aufwand führend und hat mit dem ganzen Skandalkram absolut nichts zu tun.
 
Soll man dann möglichen Verstößen gegen unser Recht nicht nachgehen, nur weil es "unsere" [systemrelevante] Autoindustrie betrifft? Es ist doch gerade ein Zeichen dafür, dass unser Land gut funktioniert, wenn solche Themen trotz möglicher negativer Auswirkungen von der Presse aufgedeckt werden. Was wäre das Geschrei der AfD-Krakeeler groß, würde der SPIEGEL das Thema unter Verschluss halten...

Ich empfehle Dir, den Artikel im SPIEGEL zu lesen und nicht nur die gekürzten auf SPON.

Und falls es schwärzer sein muss ;): Kommentar in der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/wirtscha...e-belasten-autoindustrie-schwer-15117721.html
Es geht doch nicht darum hier einen Verdacht einfach unter den Tisch fallen zu lassen sondern darum,dass aus einer(oder zwei)Selbstanzeigen "einer der größten Skandale der deutschen Wirtschaft" gemacht wird. Den Selbstanzeigen würde auch ohne die mediale Pumpgun nachgegangen werden,da bin ich mir sicher. Insofern ist die Sache auch gar nicht von der Presse "aufgedeckt" worden,sondern sie wurde der Presse lediglich durch Indiskretionen serviert.
Zu systemrelevanten Industrien macht sich dort doch eh keiner Gedanken,hauptsächlich erst mal wieder Neid und Hass auf "die da oben" schüren,egal ob Manager oder Politiker. Hier im Forum ist die Saat doch schon gut aufgegangen und dass trotzdem es hier allen relativ gut geht.
 
Es geht doch nicht darum hier einen Verdacht einfach unter den Tisch fallen zu lassen sondern darum,dass aus einer(oder zwei)Selbstanzeigen "einer der größten Skandale der deutschen Wirtschaft" gemacht wird. Den Selbstanzeigen würde auch ohne die mediale Pumpgun nachgegangen werden,da bin ich mir sicher. Insofern ist die Sache auch gar nicht von der Presse "aufgedeckt" worden,sondern sie wurde der Presse lediglich durch Indiskretionen serviert.
Zu systemrelevanten Industrien macht sich dort doch eh keiner Gedanken,hauptsächlich erst mal wieder Neid und Hass auf "die da oben" schüren,egal ob Manager oder Politiker. Hier im Forum ist die Saat doch schon gut aufgegangen und dass trotzdem es hier allen relativ gut geht.

Nunja, es deutet ja recht viel darauf hin - Jan hat mit den Selbstanzeigen schon den Hinweis gegeben -, dass an der Sache etwas dran ist. Sollte sich dies - auch nur zu Hälfte - bewahrheiten, dann ist die Bezeichnung "eine der größten Wirtschaftsskandale Deutschlands" sicher nicht unangebracht. Und ich finde es wichtig, dass mich die Medien hierüber infomieren.

Das hat auch nichts mit Neid und Missgunst gegenüber denen "da oben" zu tun (würde auch gar nicht zum SPIEGEL des 21. Jh. passen ;)). Hier besteht der Verdacht, dass die größten Wettbewerber untereinander wettbewerbswidrige Absprachen treffen. Wenn dies tatsächlich so war, dann ist das Unrecht. Und es trifft ja gerade nicht nur "die da unten" sondern auch all die Unternehmenskunden (und natürlich den wohlhabenden Z4-Fahrer, der auch ein günstigeres Stoffverdeck hätte haben können, hätten sich die Hersteller damals nicht zugelost, wer das Webasto-Aludach abnehmen muss ;))
 
Mein Fehler ist die falsche Maßeinheit. Der EU Grenzwert für Strassen beträgt anscheinend 0,04mg/m3,im Büro 0,95mg/m3.
Sollte das wirklich stimmen halte ich die Hetze auf den Diesel für eine rein ideologisch motivierte Hexenjagd.


...ist es ja letztendlich auch - hier wurde endlich wieder eine Sau gefunden, welche man erfolgreich durch's Dorf treiben kann. ;)

Ich möchte aber nicht den Eindruck vermiteln, dass beim Diesel alles o.k. ist, was sicherlich nicht der Tatsache entspricht und dass Dieselmotoren deutlich weiter im ökologischen Umfeld sein könnten, ist unbestritten.
Leider vermittelt die Politik (hatte diese eigentlich schon mal von irgend einem technischen und ökologischen Thema jemals eine Ahnung? Ich werfe nur die Stichworte in den Ring: BioSprit E10 - eine qualitative Verschlechterung
des Sprits mit einhergehender falscher Agrarpolitik & Verschlechterung der Weltlebensmittelerzeugung, Feinstaubbelastung - allein auf Kraftfahrzeuge als Übeltäter und zeitgleich lässt die Politik den Emissionshandel
für Industrie zu, CO2-Emission & das damit einhergehende Downsizing mit einer erheblich größeren Umweltbelastung, NEFZ-Fahrzyklus und die damit absolut an der Praxis vorbeigehenden "Vorgaben", NOx Werte - welche bisher
in der EU nahezu komplett ignoriert wurden, Elektromobilität - woher und wie diese erzeugt und bereitgestellt werden kann wird ebenfalls komplett ignoriert, usw.).

Alles unbestritten wichtige Punkte, wo realistische und praxistaugliche Vorgaben und deren Einhaltungen zwingend erforderlich sind und wo man durch technische Weiterentwicklung auch noch große Erfolge erzielen kann.
Aber wie immer in Politik und Medien üblich, wird fast grundsätzlich zu kurz gesprungen und auf den allerersten Zug gesetzt. Das sich hierbei sogar Fachleute wie Professor Ferdinand Dudenhöffer vor den Karren spannen lassen
und gefährlich nur halbseitig argumentieren (außerdem ignoriert gerade dieser ach so hochgelobte Experte, dass er maßgeblich jahrelang selbst in leitender Position bei Volkswagen tätig war), verwundert schon ziemlich.

Exakt so verhält es sich mit der aktuellen "Dieselhatz" - CO2 spielt plötzlich keine besondere Rolle mehr und das der Staat den Herstellern jahrelang keine wirklich brauchbaren Vorgaben und auch keinerlei umsetzbare Restriktionen
und Kontrollorgane geschaffen hat, ist leider trauriger Fakt. Dann wundern sich tatsächlich alle, dass die Hersteller Wege gefunden haben, die Grenzwerte vordergündig einzuhalten und die Kosten so wenig wie möglich
zu strapazieren? Nicht wirklich, oder? Zuerst keine belastbaren und praxistauglichen Vorgaben machen, dann keinerlei Überwachungs-Organe mit Restriktionskompetenz schaffen und am Schluß trotzdem auf die "findige" Industrie
einprügeln, wenn das Kartenhaus zusammenbricht...:confused:. Anstatt das Übel an der Wurzel zu packen und hart, praxisnah, konsequent Forschung und Vorgaben inklusive Strafen bei Nichteinhaltung über ALLE Bereiche hinweg
vom Fahrzeug bis hin zum produzierenden Gewerbe und zum privaten Haushalt, zu fördern und zu überwachen.

Schlimm ist dabei nur, dass die tatsächlich Leidtragenden wieder alle Autofahrer sind - auf deren Rücken und auf deren Kosten wird dieses Thema ausgetragen und zugleich immense Wirtschaftwerte vernichtet (die ökologischen
Folgen der aktiven jahrzehntelangen politischen Untätigkeit lasse ich mal außen vor, denn dann wird einem nur noch mehr schlecht). Übrigens liegt das politische Versagen nicht nur ausschließlich in der
aktuellen Regierungspolitik, sondern hier sind ALLE Parteien über jahrzehnte involviert und machen absichtlich durch den offensichtlich hervorragenden Lobbyismus die Augen zu!
 
Zuletzt bearbeitet:
...BMW ist in Sachen Abgasreinigung und dessen technischem Aufwand führend und hat mit dem ganzen Skandalkram absolut nichts zu tun. ...

Das Du Dir da nicht die Finger verbrennst, wenn Du so bereitwillig die Hände für BMW ins Feuer legst? ;):lipsrseal2

BMW ist bisher noch nicht aufgefallen, bzw. wurde hier diesbezüglich noch nichts offiziell gefunden - das bedeutet aber nicht automatisch, dass ein Hersteller wie BMW eine absolut reine Weste hat.
Warum auch - BMW ist ein Unternehmen, welches Geld verdienen will und bei gesetzlichen Vorgaben ebenfalls seinen Weg sucht und findet, diese weitestgehend umzusetzen ohne allzu viel
Geld dafür aufwenden zu müssen...

Du vergisst dabei anscheinend, dass gerade BMW sich vor vielen Jahren in der Motorradsparte ebenfalls mit einer Motorsteuerungssoftware und einem speziellen Prüfzyklus - ähnlich dem Manipulationsvorwurf
bzw. Betrugsvorwurf der Prüfstandsoftware im DME bei Volkswagen - in den USA nur über einen schnellen dreistelligen Millionen-Vergleich "aus der Welt schaffen" konnte.

Klar, jetzt lässt sich aufführen, dass ein gebranntes Kind das Feuer scheut - aber wissen wir dies mit absoluter Sicherheit?
 
...sondern auch all die Unternehmenskunden
Wieso es grade die trifft kann ich nicht so ganz einsehen. Als Kunde möchte ich doch ein bestimmtes Produkt kaufen und schaue mir an ob mir der dazu aufgerufene Preis zusagt. Ob der Hersteller nun das Cabrioverdeck etwas günstiger oder etwas teurer einkauft ist doch erstmal ganz egal. Ich zahle bei Apple ja auch einen hohen Preis trotzdem die Dinger in China billig hergestellt werden.
Wenn überhaupt haben hier die Zulieferer Schaden genommen,aber da muss sich ja erst noch herausstellen in welchem Maße hier " Preisabsprachen" stattgefunden haben. Wurden lediglich die Mitbewerber über die zu zahlenden Preise informiert(was meiner Ansicht nach durchaus gebräuchlich und zulässig ist)oder wurden die Zulieferer unter Druck gesetzt ihre Preise zu senken.
 
Wieso es grade die trifft kann ich nicht so ganz einsehen. Als Kunde möchte ich doch ein bestimmtes Produkt kaufen und schaue mir an ob mir der dazu aufgerufene Preis zusagt. Ob der Hersteller nun das Cabrioverdeck etwas günstiger oder etwas teurer einkauft ist doch erstmal ganz egal. Ich zahle bei Apple ja auch einen hohen Preis trotzdem die Dinger in China billig hergestellt werden.
Wenn überhaupt haben hier die Zulieferer Schaden genommen,aber da muss sich ja erst noch herausstellen in welchem Maße hier " Preisabsprachen" stattgefunden haben. Wurden lediglich die Mitbewerber über die zu zahlenden Preise informiert(was meiner Ansicht nach durchaus gebräuchlich und zulässig ist)oder wurden die Zulieferer unter Druck gesetzt ihre Preise zu senken.

Es ist doch ganz einfach. Wenn Preisabsprachen unter Wettbewerbern getroffen werden, fehlt der Anreiz, den Preis zu senken, wo anders günstiger einzukaufen, zu entwickeln, usw usw.

Beispiel: Die deutschen Hersteller X, Y und Z, die Mähroboter-Marktführer, treffen die Absprache, dass die App-Steuerung für den Mähroboter 120,00 Euro +/- 7% Aufpreis kosten muss. Sie wird gemeinsam zugekauft und es wird hierneben vereinbart, dass alle drei bis zum nächsten abgeschlossen Modellzyklus in der Mährobotermittelklasse diese Preisstufe halten müssen. Die Marge steigt rasant, insbesondere, weil die App-Steuerung des Zulieferes mit der Zeit immer günstiger wird.

Daneben ist es so, dass die Hersteller A, B und C über die Jahre hinweg die nahezu gleiche Appsteuerung immer günstiger anbieten, sich einen Preiskampf liefern. Da willst Du aber nicht kaufen, weil die nicht Premium sind und die Leasingangebote für Deine Groß-Gärtnerei nicht konkurrenzfähig sind.

Findest Du das als Kunde von X ok? ;)
 
Interessant! Daimler hat wohl die Nase vorn, als "Kronzeuge".
Der nächste der "gesungen hat" (VW-Konzern?) kriegt nochmal 50%:Nachlass der Strafe, den Rest "beißen die Hunde".
Es geht um bis zu 10% des Konzernumsatzes.
Jetzt liefern sie sich gegenseitig "ans Messer":eek:
Bei der Kommunikation der Konzernchefs untereinander wäre ich jetzt gerne Mäuschen.:rolleyes:
Ich hoffe, Politik und die Lobbyisten kommen nicht mit weißer Weste davon.
Die einen hatten als Motiv den Umsatz, die anderen die Arbeitsplätze, was ja an sich nicht zu verurteilen ist, gerade wenn man sich gegenüber weltweiter Konkurrenz weiter behaupten muss. Nur leider scheint das jetzt so richtig nach hinten los zu gehen.
Jetzt haben die Konzerne der globalen Konkurrenz eine weitere Flanke eröffnet bekommen - aber ob die alle "sauber" waren, zudem gibt/gab es da ja auch Verflechtungen? Wäre für die hiesige Automobilwirtschaft fast zu wünschen, das mal in einem anderen Land "was hochkocht":(
 
Also ich lese in den verlinkten Artikeln immer nur "soll","sollen","hätte" und "könnte",konkrete Anschuldigungen bzw sogar Beweise kann ich nicht entdecken. Hauptpunkt der Anklage scheint ja zu sein,dass sich die Automobilhersteller auf eine Einheitsgrösse beim AdBlue Tank geeinigt haben(wie schrecklich:eek: :o)und dies soll über Umwege den späteren Dieselskandal ausgelöst haben. Von Preisabsprachen ist eher weniger die Rede.
Im Endeffekt wird meiner Meinung nach nichts strafrechtlich relevantes dabei rauskommen,aber die deutsche (Auto)Industrie hat imagemässig wieder schwer einen auf den Deckel gekriegt,ganz im Sinne der Konkurrenz und der deutschen Wut/Frust-Bürger.
Sollte dies zur Eliminierung der deutschen Industrie und zum Abbau des Handelsüberschusses immer noch nicht ausreichen finden die diversen Geier bestimmt noch andere Wege den Absturz deutscher Marken herbeizuführen.
 
Also ich lese in den verlinkten Artikeln immer nur "soll","sollen","hätte" und "könnte",konkrete Anschuldigungen bzw sogar Beweise kann ich nicht entdecken. ...
Du hast aber schon so einigermaßen verstanden, dass es nicht Aufgabe der Presse ist, "anzuschuldigen" oder zu "beweisen" und dass die Presse grundsätzlich gut daran tut, sich angemessen zurückhaltend auszudrücken?

Das hat zum einen mit Haftungsfragen zu tun, zum anderen mit dem Pressekodex. Sollte eigentlich alles kein Geheimnis sein.
 

Du hast aber schon so einigermaßen verstanden, dass es nicht Aufgabe der Presse ist, "anzuschuldigen" oder zu "beweisen" und dass die Presse grundsätzlich gut daran tut, sich angemessen zurückhaltend auszudrücken?

Das hat zum einen mit Haftungsfragen zu tun, zum anderen mit dem Pressekodex. Sollte eigentlich alles kein Geheimnis sein.

Eine Kleinigkeit zum SPIEGEL:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14018078.html
:whistle:
 
Im Endeffekt wird meiner Meinung nach nichts strafrechtlich relevantes dabei rauskommen,aber die deutsche (Auto)Industrie hat imagemässig wieder schwer einen auf den Deckel gekriegt,ganz im Sinne der Konkurrenz und der deutschen Wut/Frust-Bürger.

Es geht hier nicht - jedenfalls jetzt noch nicht - um etwas strafrechtliches. Das ist nicht Ziel eines Kartellverfahrens und kann auch nicht das Ergebnis eines solchen sein, weil dieses Bußgelder gegen das Unternehmen vorsieht aber keine Strafen gegen einzelne Personen. Ob da irgendwo auch ein Betrug oder anderes bei einer beteiligten Person vorliegt, wird im Kartellverfahren als solches nicht untersucht.

Sollte dies zur Eliminierung der deutschen Industrie und zum Abbau des Handelsüberschusses immer noch nicht ausreichen finden die diversen Geier bestimmt noch andere Wege den Absturz deutscher Marken herbeizuführen.

Ich verstehe nicht, warum Du schon wieder damit kommst, hier eine böse Verschwörung zu sehen.

Nochmal: Es liegt der Verdacht vor, das Unrecht geschehen ist, also muss hier ermittelt werden. Kartellrecht, übrigens eine Erfindung des wirtschaftsliberalen (überhaupt nicht linken) Amerikas, ist zugegeben nicht die greifbarste Materie. Aber wenn Absprachen dazu führen, dass der faire und freie Wettbewerb behindert wird, im Einzelfall - siehe mein Beispiel oben - der Endkunde auch "hinters Licht geführt wird", dann ist nun mal ein Grundprinzip unser Wirtschaftsordnung betroffen. Was ist daran falsch, hiergegen vorzugehen?

Ich glaube im Übrigen, dass die deutsche Automobilindustrie auch diese Sache gut überstehen wird. Und vielleicht ist es für die Konzerne auch ganz gut, wenn diese mal zu der Erkenntnis erlangen, dass sie sich nicht alles erlauben dürfen. Möglicherweise führt dies im Ergebnis auch zu einem Innovationsschub.
 
Ich verstehe nicht, warum Du schon wieder damit kommst, hier eine böse Verschwörung zu sehen.
Könnte evtl daran liegen,dass schon seit einiger Zeit von interessierter Seite(EU,USA)auf den deutschen Handelsüberschuss eingeprügelt wird. Andererseits frage ich mich was die deutsche Autoindustrie dafür kann,dass es in Deutschland zu wenig Geschmackslegastheniker gibt die sich ohne Gefahr von Ekelpickeln einen Chevrolet oder Cadillac in die Garage stellen.
Zweitens sehe ich den Zeitpunkt der Veröffentlichung 7 Wochen vor der Bundestagswahl kritisch. Wenn ich beobachte wie in SO aus allen Rohren gegen alles geschossen wird was rechts von der SPD ist dann frage ich mich wirklich wie weit es dort mit dem Pressekodex und der "angemessenen Zurückhaltung" der Presse her ist.
Ist eben wie mit Pädophilie,auch wenn ein Vorwurf weitestgehend entkräftet werden kann bleibt immer etwas hängen.
 
Kartellstrafen bis zu 10% des jeweiligen jahresUMSATZES sind hier möglich. Das kann schon richtig weh tun...


Ich weiß ziemlich sicher, dass die Krombacher Brauerei vor nicht allzu langer Zeit wegen Preisabsprachen mit anderen Brauereien eine Strafe in Höhe von rund einem kompletten Jahresumsatz
aufgebrummt bekommen - und bezahlt - hat!
 
Ich weiß ziemlich sicher, dass die Krombacher Brauerei vor nicht allzu langer Zeit wegen Preisabsprachen mit anderen Brauereien eine Strafe in Höhe von rund einem kompletten Jahresumsatz
aufgebrummt bekommen - und bezahlt - hat!

Dann liegst du ziemlich sicher falsch....
Der Umsatz von krombacher lag bei ca. 700 - 750 EUR Mio. Jahresumsatz zur Zeit des bierkartells... Nein soviel haben die nicht aufgebrummt bekommen....

Soweit ich weiß ist es offiziell garnicht genau bekannt wie viel die einzelnen Beteiligten Brauereien damals gezahlt hatten... ich glaube das Gesamtbußgeld in dem Verfahren lag bei ca. 150 Mio. €. Das weiß ich aber auch nicht ganz genau.

Edit: Gerade nachgesehen.... bei der Gesamtstrafe über 106,5 Mio. € war krombacher dabei(zu dem Zeitpunkt wurde aber noch gegen 2 Brauereien ermittelt). Gab aber auch noch eine größere Summe gegen andere Brauereien.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da wurde damals sehr ausführlich in unserer heimischen Siegerländer Presse berichtet.
Ich habe da aber wohl was verwechselt, könnte es sein, dass die Strafe so hoch war wie der Gewinn in diesem Jahr und nicht der Umsatz?
Da war in der Presse immer die Rede von einer Strafzahlung in Höhe eines Jahres....irgendwas!
 
Wie gesagt....mir ist garnicht bekannt ob offiziell überhaupt mitgeteilt wurde, was krombacher letztendlich als Strafe gezahlt hat.... würde mal schätzen zwischen 15 und 25 Mio? Aber wie gesagt...nur geschätzt.
 
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