China MG e-Roadster

Wenn man Querdynamik so versteht, dass es darauf ankommt, wie sich der Wagen einlenken lässt, wie dynamisch das Heck mitmacht und wie viel Spaß man dabei hat, dann bleibt das nach wie vor relevant. Geht es hingegen nur darum, wie schnell man Kurven durchfahren kann, ist das meiner Meinung nach immer irrelevanter. Die meisten Autos bewegen sich längst in einem Bereich, der weder erlaubt noch sinnvoll für öffentliche Straßen ist.
Es geht darum was ein Auto können muss damit es das Prädikat Sportwagen verdient. Das meiste Klientel hier ist da wohl ziemlich Anspruchslos. 😂😂😂
 


Ein paar allgemeine Gedanken zum Jahresende


Höher, schneller, weiter?

Nein, danke. Das muss nicht sein.


Natürlich hat es seinen Reiz, in einem 500-PS-Boliden über die Pässe zu semmeln. Wer das einmal erlebt hat, versteht, warum das faszinieren kann. Aber für mich steht unser Youngtimer-Hobby auch für etwas anderes: ein Stück Abkehr vom allgegenwärtigen Leistungsdenken. Es geht mehr um das:


„Fuß vom Gas, runter von der linken Spur, rauf auf die Landstraße.“


Man könnte es wohl einfach „Entspannung“ nennen.


Wir leben in einer Zeit der Extreme. Da reden wir uns Supersportwagen schön – Fahrzeuge, die die meisten von uns (mich eingeschlossen) weder kaufen noch leasen könnten. Gleichzeitig schwärmen wir von der Idee, sich einfach mal auf ein altes Ciao-Mofa zu setzen, mit 25 km/h zum Freibad zu tuckern, so wie Hunderttausende es vor über 50 Jahren gemacht haben.

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Vor ein paar Wochen war ich unterwegs ans IJsselmeer, als ich wieder mal erlebt habe, was Geschwindigkeit heute bedeutet: Ein weißer Sprinter drängelte bei Tempo 140 auf der Überholspur der A57 – volle Christbaumbeleuchtung inklusive. Ich dachte, diese Dinger wären inzwischen alle elektronisch abgeregelt. Offensichtlich nicht.


Das Lustige? Nur drei Wochen zuvor war ich mit meiner Vespa Ciao unterwegs. Etwa zur gleichen Uhrzeit saß ich bei einem kleinen Schauer am Leukemeer, genoss einen Cappuccino und wartete, bis die Sonne wieder herauskam.


Ratet mal, welcher dieser Tage entspannter war – und an welchem Abend ich zufriedener meinen wohlverdienten „Rentnerabend“ habe ausklingen lassen.


Wenn es das nächste Mal über die Alpen geht, dann mit dem Roadster und nicht mit einem 2,6-Tonnen-Ungetüm aus aktueller Produktion. Und auch nicht über den Brenner, sondern über eine der kleinen, kurvigen Passstraßen in der Nähe. Es gibt so viel zu entdecken jenseits von Überholspur und selbstgemachtem Zeitdruck.


Alle Welt spricht von „Entschleunigung“. Doch viel zu viele treten weiterhin aufs Gas. Vielleicht hilft es, mal wieder auf ein 2,3-PS-Mofa zu steigen oder sich mit einem 118-PS-Z3 gemütlich über die Landstraße (oder dei Alpen) treiben zu lassen.


In diesem Sinne wünsche ich euch eine besinnliche Weihnachtszeit, einen guten Rutsch ins neue Jahr und eine entspannte, stressfreie Saison 2025!



 
Ich habe diese Wochen meinen Fahrlehrer von damals getroffen. Ich war vor 37Jahren der Fahrschüler der im Tiefschnee auf dem Supermarktparkplatz mit einer Rockfordwende rückwärts eingeparkt hat. (Die Rockford-Wende - Fahren (fast) wie in Hollywood!)

Jedoch ohne ihn vorher zu warnen, das ist ihm natürlich im Gedächtnis geblieben und heute trauert er der Zeit nach, viele der Fahrschüler könnten nicht einmal auf Erfahrung mit einem Fahrrad zurückgreifen und würde in der ersten Fahrstunde somit das erste mal selbst aktiv am Verkehr teilnehmen. Eine Katastrophe, die Durchfallquote und der Preis steigt jedes Jahr.
 
Da bin ich völlig bei dir. Richtig ist: Die „Gen. Z“ möchte ein Handy mit Rückenlehne und mindestens 2, besser 4 Rädern und einem Elektroantrieb. 🤓

So allgemein stimmt das ja auch nicht - aber das ist Dir sicher klar ;)
Von meinem großen Sohn, der gerade den Führerschein macht, will ich nicht allein sprechen: Der ist erblich vorbelastet, was das Interesse an Autos angeht &: Aber auch er wollte explizit keinen Neuwagen, sondern lieber noch einen 1er BMW aus der Generation mit Heckantrieb (F20). Und unbedingt einen mit manuellem Getriebe. In seinem Umkreis ticken noch ein paar Jungs ebenso. Allgemein, wollen sie ein Auto, was sicher auch daran liegt, dass wir auf dem Land leben - wenn auch ordentlich an die Öffis angeschlossen.

Ich mag es einfach nur nicht, wenn verallgemeinert wird.

Tim
 
So allgemein stimmt das ja auch nicht - aber das ist Dir sicher klar ;)
Von meinem großen Sohn, der gerade den Führerschein macht, will ich nicht allein sprechen: Der ist erblich vorbelastet, was das Interesse an Autos angeht &: Aber auch er wollte explizit keinen Neuwagen, sondern lieber noch einen 1er BMW aus der Generation mit Heckantrieb (F20). Und unbedingt einen mit manuellem Getriebe. In seinem Umkreis ticken noch ein paar Jungs ebenso. Allgemein, wollen sie ein Auto, was sicher auch daran liegt, dass wir auf dem Land leben - wenn auch ordentlich an die Öffis angeschlossen.

Ich mag es einfach nur nicht, wenn verallgemeinert wird.

Tim
Der Trend geht aber weg vom Auto so wie wir es kennen. Die Priroritäten verschieben sich gerade massiv. Ob beim Thema Auto, Arbeitszeitmodelle usw.
 
Der Trend geht aber weg vom Auto so wie wir es kennen. Die Priroritäten verschieben sich gerade massiv. Ob beim Thema Auto, Arbeitszeitmodelle usw.
Für viele auf dem Land wie @Snow-White schon geschrieben hat stellt sich die Frage gar nicht, weil der ÖPNV immer noch nicht annähernd ausreichend gut ausgebaut ist. Die Leute werden dort weiter Auto fahren, ob Elektro oder mit Verbrenner, daran wird sich so schnell nichts ändern.
 
Mir fällt jetzt auch erst der Titel des Threads auf... "China MG e-Roadster".
Muss ich jetzt auch schreiben "Deutschland BMW Z4"? :D
 
@zettie454
Mit dem Cyberster (oder einem vergleichbaren,gern auch geschlossenem Fahrzeug) mit einer Mindestakkukapazität von ca. 77kWh durch die italienische Serpentinenlandschaft zu fahren und an Ladesäulen zu halten die überwiegend defekt sind.
Ich helfe bei Erinnerungslücken gern aus. ☺️

@alFanta
kostenlos repariert werden soll, aber das Ersatzteil über Monate nicht verfügbar ist?
DAS Problem gibt es auch bei deutschen Autoherstellern.....


Greetz

Cap
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit dem Cyberster (oder einem vergleichbaren,gern auch geschlossenem Fahrzeug) mit einer Mindestakkukapazität von ca. 77kWh durch die italienische Serpentinenlandschaft zu fahren und an Ladesäulen zu halten die überwiegend defekt sind.
Ich helfe bei Erinnerungslücken gern aus.
Und da sprichst du mir quasi die erFAHRUNG ab, oder? Sei mir bitte nicht böse, aber dieses Wissen von Ladesäulen in dieser Gegend kenne zur Genüge.
Da kannst du gerne nochmal eine Google-Karte mit entsprechenden Ladestationen senden. Wird aber an der Realität nix ändern.
 
Der Trend geht aber weg vom Auto so wie wir es kennen. Die Priroritäten verschieben sich gerade massiv. Ob beim Thema Auto, Arbeitszeitmodelle usw.
Wenn man der einen Partei glauben möchte, dann ja.
 
Ein recht gut gemachter Vergleich, wie ich finde, bei dem es nicht darum geht, welches Auto besser ist, oder welches von beiden man kaufen sollte ...


Fazit:
Am Tag nach unserem ersten Test des MG Cyberster und des Porsche 911 dient die 3-Meilen-Handlingstrecke des Testgeländes als größere Bühne, um unsere ersten Eindrücke zu bestätigen. Auf der feuchten Strecke ist der 911er eine wunderschöne Sache, gleichermaßen verspielt und vertrauenserweckend. Im Gegensatz dazu wirkt der MG Cyberster träge und unnahbar. Er ist in der Lage, ein flottes Tempo zu fahren, aber er regt nicht dazu an, sich seinen Grenzen zu nähern.
Da so viele Autos zu testen sind, verbringt jeder MotorTrend-Redakteur nur eine Handvoll Runden mit dem 911 und dem Cyberster. Den ganzen Tag über können wir uns jedoch nie der Anziehungskraft des 911 entziehen. Wir sind uns ständig bewusst, dass im Fahrerlager einer Rennstrecke ein Porsche mit Schlüssel geparkt ist, der für den Tag uns gehört, und es scheint, als würden wir ein Verbrechen begehen, wenn wir das Auto stehen lassen. Eine Handvoll Runden im MG Cyberster reichen dagegen aus, um die Neugierde jedes Fahrers zu befriedigen.
Das ist der Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Sportwagen. Da es keine Dopamin-Belohnung für das Weiterfahren mit dem Cyberster gibt, wurden wir nie dazu angeregt, mehr Zeit mit ihm zu verbringen. Doch obwohl wir im Laufe der Jahre Tausende von Kilometern mit Porsche 911 gefahren sind, wird es sich immer wie eine verpasste Gelegenheit anfühlen, mit dem Referenz-Sportwagen eine tolle Straße oder Rennstrecke zu befahren. In einem großartigen Fahrerauto fühlt sich jeder Kilometer wie eine neue Erfahrung an.

Tim
 
Ein recht gut gemachter Vergleich, wie ich finde, bei dem es nicht darum geht, welches Auto besser ist, oder welches von beiden man kaufen sollte ...


Fazit:
Am Tag nach unserem ersten Test des MG Cyberster und des Porsche 911 dient die 3-Meilen-Handlingstrecke des Testgeländes als größere Bühne, um unsere ersten Eindrücke zu bestätigen. Auf der feuchten Strecke ist der 911er eine wunderschöne Sache, gleichermaßen verspielt und vertrauenserweckend. Im Gegensatz dazu wirkt der MG Cyberster träge und unnahbar. Er ist in der Lage, ein flottes Tempo zu fahren, aber er regt nicht dazu an, sich seinen Grenzen zu nähern.
Da so viele Autos zu testen sind, verbringt jeder MotorTrend-Redakteur nur eine Handvoll Runden mit dem 911 und dem Cyberster. Den ganzen Tag über können wir uns jedoch nie der Anziehungskraft des 911 entziehen. Wir sind uns ständig bewusst, dass im Fahrerlager einer Rennstrecke ein Porsche mit Schlüssel geparkt ist, der für den Tag uns gehört, und es scheint, als würden wir ein Verbrechen begehen, wenn wir das Auto stehen lassen. Eine Handvoll Runden im MG Cyberster reichen dagegen aus, um die Neugierde jedes Fahrers zu befriedigen.
Das ist der Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Sportwagen. Da es keine Dopamin-Belohnung für das Weiterfahren mit dem Cyberster gibt, wurden wir nie dazu angeregt, mehr Zeit mit ihm zu verbringen. Doch obwohl wir im Laufe der Jahre Tausende von Kilometern mit Porsche 911 gefahren sind, wird es sich immer wie eine verpasste Gelegenheit anfühlen, mit dem Referenz-Sportwagen eine tolle Straße oder Rennstrecke zu befahren. In einem großartigen Fahrerauto fühlt sich jeder Kilometer wie eine neue Erfahrung an.

Tim
Danke Tim. Nun bin ich gespannt, wer aus dem forum mal einen eigenen Testbericht posten wird
 
Könnte dauern. Ist halt ein Frauenauto.
Gibt es da Unterschiede zwischen Frauen- und Männerautos?

Ich war bisher der Meinung, dass Frauen @Bea @Ane und viele Andere auch jedes Auto adäquat fahren können. :t
Manch einer von den sportlichen Reifenpflegern und Verbrauchsminimalisten kann sich da locker eine Scheibe abschneiden :b
 
Gibt es da Unterschiede zwischen Frauen- und Männerautos?

Ich war bisher der Meinung, dass Frauen @Bea @Ane und viele Andere auch jedes Auto adäquat fahren können. :t
Manch einer von den sportlichen Reifenpflegern und Verbrauchsminimalisten kann sich da locker eine Scheibe abschneiden :b
Dass die Demokratisierung der Autotechnik (Man vergleiche die Fahrbarkeit eines 930 Turbo mit der des 992 Turbo) den Zugang aller 72 Geschlechter zu allen Autos ermöglicht hat, ändert nichts daran, dass bestimmte Autos von einem Geschlecht bevorzugt werden. Ein pinker Fiat 500 mit Faltdach wird wahrscheinlich keinem Bodybuilder mit nem Glasauge gehören.

Der MG ist ein Frauenkoffer.
 
Dass die Demokratisierung der Autotechnik (Man vergleiche die Fahrbarkeit eines 930 Turbo mit der des 992 Turbo) den Zugang aller 72 Geschlechter zu allen Autos ermöglicht hat, ändert nichts daran, dass bestimmte Autos von einem Geschlecht bevorzugt werden. Ein pinker ...........
:D :D :D :D :D

 
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