Firmeninhaber und Corona

Wie gesagt, das sind imho definitiv keine händisch erstellten Rechnungen, alles automatisiert und da denkt von den Sachbearbeitern in dieser Krise bestimmt keiner daran diesen Automatismus zu beenden, warum auch.
Vor zwei Tagen habe ich erst eine Steuer Rückzahlung vom Finanzamt bekommen, habe ich jetzt nicht abgelehnt.:D
 
Was nutzt es jetzt die Beiträge (teilweise Zwangsabgaben) nicht zu bezahlen, bezahlt werden müssen die nach der Krise sowieso. Wer jetzt, nach den paar Tagen, schon klamm ist ist nach der Krise was?
Das kann nie und nimmer von kleinen Betrieben wieder aufgeholt werden, Kredite/Hilfen hin oder her.
 
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Mir fehlt der Glaube, dass es für Soloselbständige wirkliche Hilfen geben wird.

Ich habe da Worte im Ohr wie z.B. es soll kein Unternehmen Verluste auf Grund der herrschenden Epedemie erleiden.

Ehrlich gesagt habe ich keine Idee wie so etwas wirklich realisiert werden sollte.

Also wirst du vermutlich Recht haben und es werden wohl mehr werden als man sich jetzt vorstellen kann, je länger das Desaster anhält.

Was nutzt es jetzt die Beiträge (teilweise Zwangsabgaben) nicht zu bezahlen, bezahlt werden müssen die nach der Krise sowieso. Wenn jetzt, nach den paar Tagen, schon klamm ist ist nach der Krise was?
Das kann nie und nimmer von kleinen Betrieben wieder aufgeholt werden, Kredite/Hilfen hin oder her.
 
Hallo,
die Bundesregierung ist derzeit sehr bemüht das die Wirtschaft in Deutschland nicht komplett zusammenbricht.
Gott sei dank ist es bei uns noch nicht so weit wie z.b. im Italien.
Mein große Befürchtung ist nun allerdings das die beschlossenen Maßnahmen, sobald ein Abflachung der Infektionen eintritt, zu früh zurück genommen werden und es dann noch mal richtig schlimm wird. Lieber 3-4 Wochen länger mit der jetzigen Situation leben, als dann doch noch mal eine extreme Infektionswelle zu erleben die dann Maßnahmen wie derzeit in Italien unumgänglich machen würde.
Wir werden auf alle fälle versuchen unsere Betriebe so lange wie möglich produzieren zu lassen, denn wenn wir jetzt dicht machen würden wäre auch die anfuhr des eingeschlagenen Holzes nicht mehr möglich, was zur folge hätte das das im Wald Schaden nimmt und dann nicht mehr genutzt werden werden. Das wäre für die ganzen Forstbetriebe ein enormer Schaden. Die hatten in den letzten 2 Jahren eh schon genug Verluste durch die trockenen Sommer und durch den Borkenkäfer.
 
Müssen jetzt eigentlich vorhande Überstunden (wieviel % der Belegschaft?) auf vorhandenen Gleitzeitkonten abgefeiert werden, bevor das KuG gezahlt wird?
Es soll ja quasi von heute auf morgen Kurzarbeit eingeführt werden können.

Auszug
- In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

 
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Meine Schwester ist als Solo-Selbständige auch betroffen. Daher hab ich mal gegoogelt:
Coronavirus: Regierung plant Milliarden-Hilfe für Kleinstunternehmen

Man kann nur hoffen, dass, wenn die Hilfe kommt, diese weitestgehend unbürokratisch abläuft. Bin gespannt, wie das ausgestaltet wird. Verdi hat sich dafür ausgesprochen Betroffenen ein ALGII zu gewähren. Ob das allerdings reicht, um das eigene Einkommen UND die Geschäftskosten (Miete etc.) zu decken, darf bezweifelt werden.
 
Ich hoffe den Selbstständigen, welche bisher nicht in Arbeitslosenversicherung & Co eingezahlt haben, wird die Pandemie da wenigstens eine Lehre sein. Wobei, wenn denen jetzt genauso ALG o.Ä. gewährt wird, womöglich nicht. Klar klingt wahnsinnig unempathisch, aber sie haben sich ja aus freien Stücken entschieden NICHT einzuzahlen. Sicher, ALG wird einem nicht das Unternehmen am Leben halten, aber viele sparen sich ja anscheinend sowohl das, als auch jegliche weitere Vorsorge in der Richtung in Form von Versicherung, Rücklagen o.Ä.
 
Die Gefahr einer Notlage wie wir sie jetzt haben ist wie hoch?
Man kann sich gegen alles absichern, sehe ich aber keinen Sinn darin.
Im Nachhinein zu argumentieren, „ja siehste, hätteste mal....“ ist immer einfach...
Zudem diese Notlage nicht aufgrund firmeninternen Fehlern eingetreten ist....Der Staat zwingt die Unternehmen, zu schließen. Somit ist der Staat m.M. auch in der Pflicht, zu helfen.

Die Theorie eines Staatskomas finde ich sehr interessant. Steht in der SPON erklärt...
 
Ich denke schon, dass sich der Staat seiner Verantwort sehr bewusst ist. Nur: Eine solche Situation hatten wir bisher nicht und mir fehelen Informationen darüber, ob für ein solches Szenario Pläne in den Schubladen liegen. Ich vermute jedoch, dass es nicht so ist. Und aus diesem Grunde mag das Agieren des Staates momentan vielleicht etwas "planlos" und "unkoordiniert" wirken, ja. Aber lassen wir doch auch der Politik die benötigte Zeit, die Dinge aufzustellen und ans Laufen zu bringen. Zur Zeit wird dort mit Hochdruck an Lösungen aller Art gearbeitet, wie ich vorhin noch im Telefonat mit einem Bundestagsabgeordneten (Mitglied des Wirtschaftsausschusses und mir seit 5 Jahren persönlich bekannt) vernehmen durfte.
 
Ich hoffe den Selbstständigen, welche bisher nicht in Arbeitslosenversicherung & Co eingezahlt haben, wird die Pandemie da wenigstens eine Lehre sein. Wobei, wenn denen jetzt genauso ALG o.Ä. gewährt wird, womöglich nicht. Klar klingt wahnsinnig unempathisch, aber sie haben sich ja aus freien Stücken entschieden NICHT einzuzahlen. Sicher, ALG wird einem nicht das Unternehmen am Leben halten, aber viele sparen sich ja anscheinend sowohl das, als auch jegliche weitere Vorsorge in der Richtung in Form von Versicherung, Rücklagen o.Ä.
Ein Unternehmer kann sich gar nicht gegen Arbeitslosigkeit versichern!!! Mann informier dich mal, so ein dummes Geschwätz.
 
Mein Eindruck ist trotzdem, dass einigen Firmen ein besseres Risikobewusstsein gut zu Gesicht stünde. Gilt genauso für Arbeitnehmer, da wird überraschend oft von der Hand in den Mund gelebt.
 
Ein Unternehmer kann sich gar nicht gegen Arbeitslosigkeit versichern!!! Mann informier dich mal, so ein dummes Geschwätz.
Christian, doch nicht gleich so pampig bitte, weil ganz richtig ist deine Aussage nicht. Bis vor 2 Jahren war ich 10 Jahre als Selbstständiger freiwillig arbeitslos versichert. Meine Frau meinte dann mal, es wäre sinnlos, weil irgendeine Arbeit würde ich immer finden, habe also gekündigt.
 
Ein Unternehmer kann sich gar nicht gegen Arbeitslosigkeit versichern!!! Mann informier dich mal, so ein dummes Geschwätz.
Abgesehen von der Wortwahl, ist diese Aussage schlicht falsch! Ich als Unternehmer bin ebenfalls freiwillig gegen Arbeitslosigkeit bei der Agentur für Arbeit versichert.
 
Wenn man für diesen Außergewöhnlichen Fall keine Absicherung hat, kann man das keinem krumm nehmen. Und nicht jeder ist finanziell in der komfortablen Lage, angemessen Geld zu sparen.
Der Kiosk Besitzer gehört sicherlich nicht dazu....
Und ganz ehrlich.... meine Firmen Rücklagen sind eigentlich für Auftragsarme Zeiten und wenn jemand krank wird.
Diese möchte ich ungern komplett für die Coronaphase aufbrauchen....
Schließlich muss ich diese dann auch wieder ansparen....
Deshalb fände ich es nicht fair, wenn ich meine Rücklagen verwenden muss... und der, der keine hat, steht nach der Krise genauso da wie ich....
Im Grunde brauche ich im Monat ca 5000 Euro für plus minus 0. ( inclusive Mitarbeiter Lohn/Nebenkosten)
Gruss
Markus
 
Wenn man für diesen Außergewöhnlichen Fall keine Absicherung hat, kann man das keinem krumm nehmen. Und nicht jeder ist finanziell in der komfortablen Lage, angemessen Geld zu sparen.
Der Kiosk Besitzer gehört sicherlich nicht dazu....
Und ganz ehrlich.... meine Firmen Rücklagen sind eigentlich für Auftragsarme Zeiten und wenn jemand krank wird.
Diese möchte ich ungern komplett für die Coronaphase aufbrauchen....
Schließlich muss ich diese dann auch wieder ansparen....
Deshalb fände ich es nicht fair, wenn ich meine Rücklagen verwenden muss... und der, der keine hat, steht nach der Krise genauso da wie ich....
Im Grunde brauche ich im Monat ca 5000 Euro für plus minus 0. ( inclusive Mitarbeiter Lohn/Nebenkosten)
Gruss
Markus
Verstehe ich nicht, ist nicht genau das der prädestinierte Fall um (vorhandene)Rücklagen zu verwenden?
 
Finde ich nicht, weil vom Staat angeordnet und nicht mein Verschulden.
Sicherlich habe ich aufgrund der Rücklagen weniger Hektik und bin noch relativ relaxed.
Kann ja damit in Vorkasse gehen.
D.h. wenn der Staat keine Regulierungen bzgl. Corona angeordnet hätte, würdest du dich weiter zusammen mit deinem MA unter Leute begeben?
Weiterarbeiten ist ja erlaubt, d.h. du könntest deinen MA ja arbeiten lassen, wenn du vorher mit den Auftraggebern sprichst, dass bestimmte Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen (Abstände, alleine arbeiten, etc.)?
 
D.h. wenn der Staat keine Regulierungen bzgl. Corona angeordnet hätte, würdest du dich weiter zusammen mit deinem MA unter Leute begeben?
Weiterarbeiten ist ja erlaubt, d.h. du könntest deinen MA ja arbeiten lassen, wenn du vorher mit den Auftraggebern sprichst, dass bestimmte Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen (Abstände, alleine arbeiten, etc.)?
Klar. Mein Mitarbeiter ist auch zur Zeit arbeiten. Ich wäre auch, wenn nicht wegen Fussbruch krankgeschrieben.
Es gibt Hygienevorschriften beim Kunden.
Wenn alle ( Monteure und Kundschaft) Rücksicht nehmen, klappt das auch und alles ist gut.
Aber wenn meine Auftraggeber von heute auf morgen die Lager schließen, war es das für mich.
 
Klar. Mein Mitarbeiter ist auch zur Zeit arbeiten. Ich wäre auch, wenn nicht wegen Fussbruch krankgeschrieben.
Es gibt Hygienevorschriften beim Kunden.
Wenn alle ( Monteure und Kundschaft) Rücksicht nehmen, klappt das auch und alles ist gut.
Aber wenn meine Auftraggeber von heute auf morgen die Lager schließen, war es das für mich.
Für diesen Fall gibt es aber auch bestimmt eine Regelung bei der Auftragsvergabe/im Vertrag mit dem Auftraggeber?
 
Meinst du eine Corona Regelung?
Soll mein Auftraggeber mich bezahlen obwohl ich nicht für ihn arbeite?
Ich glaube, das hier manch einer es sich nicht vorstellen kann, mal nicht gegen irgendwas abgesichert zu sein. Nein, selbstständige leben nicht in dieser Komfort Zone wie manche Angestellten. Ist jetzt kein Vorwurf....
Nur als Hinweis.
 
Ok, ich muss mich glaube ich, für meine Aussage und Wortwahl, bei @Z3bastian entschuldigen.
Kein Problem, sind ja besondere Zeiten, da habe ich Verständnis für zwischenmenschliche "Überreaktionen". :thumbsup: Habe mich da ja auch nicht ganz unproblematisch geäußert

Momentan sind mir im Umfeld Firmen bekannt, wo Überstunden abgebaut werden, indem Mitarbeiter Zuhause bleiben dürfen/sollen. Ich nehme an rechtlich könnte man darauf bestehen zu arbeiten, aber in der aktuellen Situation ist es den Mitarbeitern erfahrungsgemäß überwiegend nicht unrecht Zuhause bleiben zu können.
 
Meinst du eine Corona Regelung?
Soll mein Auftraggeber mich bezahlen obwohl ich nicht für ihn arbeite?
Ich glaube, das hier manch einer es sich nicht vorstellen kann, mal nicht gegen irgendwas abgesichert zu sein. Nein, selbstständige leben nicht in dieser Komfort Zone wie manche Angestellten. Ist jetzt kein Vorwurf....
Nur als Hinweis.
Nein, ich meine keine Corona-Regelung.
Was wäre denn in dem Fall, dass das Lager von deinem Auftraggeber abbrennt und er nicht liefern kann?

Ich meine eine Regelung in deinem Vertrag mit dem Auftraggeber, du wirst ja auch was unterschreiben/akzeptieren müssen?

Dass ein unternehmerisches Risiko immer bleibt, das ist klar. Das weiß man aber auch bevor man sich selbständig macht und schätzt ein ob man das akzeptieren kann oder nicht. Dafür gibt es Vorteile als Selbständiger und natürlich auch Nachteile.
 

 
... Was wäre denn in dem Fall, dass das Lager von deinem Auftraggeber abbrennt und er nicht liefern kann?
Ich meine eine Regelung in deinem Vertrag mit dem Auftraggeber, du wirst ja auch was unterschreiben/akzeptieren müssen?
Freiberufler und selbstständige Unternehmer tragen in aller Regel selbst das Ausfallrisiko hinsichtlich der Akquise und Durchführung ihrer Aufträge. Das gilt auch und insbesondere, soweit bei bestehenden Aufträgen eine Vergütung nach tatsächlichem Aufwand oder ein Werklohn vereinbart wurde. Wenn dann der selbstständige Auftragnehmer nicht arbeiten kann, dann bekommt er in aller Regel auch keine Vergütung. Das gilt auch dann, wenn er dafür gar nix kann.
 
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