Gegen die Pläne zur Privatisierung der Wasserversorgung in der EU --> Online Kampagne

Ihr dürft bei der Diskussion bzw. beim Anti-robby1975-Diskutieren eines nicht aus den Augen verlieren:

Privatisierung bedeutet nicht, dass irgendwas umbedingt teurer wird! Auch wenn in diesem Fall ein Beispiel aufgeführt wurde, wo es der Fall war (Portugal).

Privatisierung, wenn es gut gemacht ist, heißt auch: Konkurrenz. Und Konkurrenz bringt Effizienz und Preiskampf mit sich, anders als Dinge, die als Monopol beim Staat liegen. Seit die Telekommunikation privatisiert ist, fallen die Preise in den Keller. Durch Konkurrenz. Könnt ihr euch noch dran erinnern, was vor ca. 15 Jahren ein Telefonat nach Österreich oder eine Stunde telefonieren in eine weit entfernte Stadt gekostet hat? Meine Mutter hat zumindest nur Sonntags telefoniert, weil wir ein Vertrag mit der Telekom hatten, der das am Sonntag zumindest ETWAS billiger gemacht hat. Eine Stunde nach Österreich mitten in der Woche hätte uns in den Ruin getrieben.

Natürlich gilt das nur, wenn die Privatisierung nicht als Monopol endet. Was bei EINEM Stromnetz, EINEM Wassernetz, EINEM Telefonkabelnetz und EINEM Schienennetz für die Bahn zweifelsohne Probleme nach sich zieht.

Und noch was: Spekulation heißt erstmal nur, dass jemand denkt, dass irgendwas teurer oder billiger wird. Wenn ihr ein Waschmittelangebot seht und direkt zwei Packungen auf Vorrat kauft, dann spekuliert ihr. Treibt ihr damit den Preis in die Höhe? Langfristig nicht, denn ihr kauft dafür dann erstmal längere Zeit nichts. Also, lasst euch von der Presse und von Kapitalismusgegnern nicht einreden, dass Spekulation etwas böses ist was auf jeden Fall immer den Preis zu ungunsten des Verbrauchers nach oben treibt.



P.S. ich habe jetzt erstmal ein paar Argumente gebracht, die populistische, pauschale Aussagen widerlegen (z.b. "Spekulanten treiben den Preis in die Höhe" oder "Privatisierung macht alles teurer"). Ich will damit keinesfalls sagen, dass ich in der Wasserfrage schon eine gefestigte Meinung habe. Noch habe ich nichts unterschrieben, aber mich auch noch nicht fürs Gegenteil entschieden.

Über eine sachliche Diskussion MIT Begründungen für einzelne Aussagen würde ich mich daher freuen.

Hallo Skrylle,
hier ist der Fall etwas anders gelagert:
Es geht um Wasser, ein Element, welches in der Natur vorkommt und deshalb erst einmal A L L E N Lebewesen dieser Erde zur Verfügung steht. Wasser ist, entgegen einiger Aussagen hier, ein knappes Gut und sein Vorrat begrenzt. Es geht hier auch nicht nur um Deutschland! Zur EU gehören z.B. auch Länder wie Spanien und Italien!
Und es geht hier darum, dass der Zugang zu diesm Lebensmittel nicht beschränkt werden darf und in die Hände weniger gelegt werden darf. Das hat mit Spekulation gar nichts zu tun, sondern damit dass der Zugang zu Quellen des Lebens nicht reglementiert und in die private Hände Weniger gelangen darf.

Gruß,
Thomas
 
Hallo Skrylle,
hier ist der Fall etwas anders gelagert:
Es geht um Wasser, ein Element, welches in der Natur vorkommt und deshalb erst einmal A L L E N Lebewesen dieser Erde zur Verfügung steht. Wasser ist, entgegen einiger Aussagen hier, ein knappes Gut und sein Vorrat begrenzt. Es geht hier auch nicht nur um Deutschland! Zur EU gehören z.B. auch Länder wie Spanien und Italien!
Und es geht hier darum, dass der Zugang zu diesm Lebensmittel nicht beschränkt werden darf und in die Hände weniger gelegt werden darf. Das hat mit Spekulation gar nichts zu tun, sondern damit dass der Zugang zu Quellen des Lebens nicht reglementiert und in die private Hände Weniger gelangen darf.

Gruß,
Thomas

Hallo Thomas,

Grundsätzlich stimme ich mit deinem Posting überein. Was ich jedoch nicht verstehe ist die Aussage- Wasser sei ein knappes Gut und sein
Vorrat sei begrenzt. Knapp mag Wasser in wasserarmen Gegenden sein, einen begrenzten Vorrat sehe ich nicht.
Vielmehr erachte ich das eine, stets verbundene, weltweite " Wasserreservoir " als einen einzigen riesigen Grundwasserleiter.
Seit Millionen Jahren in Menge und Güte stabil.

Ich meine hierbei nicht die "Regionale Verfügbarkeit" sondern beziehe meine Frage eher auf die Tatsache, dass die
Erdoberfläche zu 3/4 aus Wasser besteht.

Auch möchte ich kurz auf die o.g. Länder Spanien und Italien eingehen.

Spanien hat einen doppelt so hohen Pro Kopf Wasserverbrauch wie Deutschland, der Wasserpreis ist dort
in der Regel viel günstiger als hier. Wasser welches wir hier nicht nutzen, hilft der Costa Brava nicht weiter.

Von da her macht es keinen Sinn, hierzulande zu geringe Mengen an Wasser
einzusetzen .

Gruß aus Ostwestfalen

Mike
 
Ich glaube, wir kommen hier vom Thema ab.

Über da Thema wurden schon ganze Bücherreihen geschrieben.

Um mal ein paar Punkte meiner Vorredner aufzugreifen. Ja, die Erdoberfläche ist zu 3/4 mit Wasser bedeckt, ABER nur ca. 3% davon gelten als Trinkwasser. Außerdem ist die Resource Wasser durchaus endlich, da sie durch Verunreinigung für den Menschen unbrauchbar gemacht werden kann.

Der höhere Wasserverbrauch in Spanien (und anderen südeuropäischen Ländern) resultiert wohl vor allem aus dem deutlich geringeren jährlichen Niederschlag und der großen Menge an privaten Pools.

Die Privatisierung der Wasserversorgung ist in keinster Weise mit der Privatisierung des Telefonnetzes zu vergleichen. Die Telefonnetze unterliegen dem technischen Fortschritt, dass heißt, wer nicht modernisiert, wird vom Markt verdrängt. Bei der Wasserversorgung ist die Entwicklung aber mehr oder weniger abgeschlossen. Das heißt, die einzigen Möglichkeiten hier noch Profit zu erwirtschaften ist entweder Preis rauf oder Qualität (Kosten) runter..

Das kann man noch ewig so fortführen. Wer sich ausführlich zu diesem Thema informieren möchte, der sollte sich an einige der bekannten NGOs wenden, die sich teilweise schon seit Jahrzehnten mit dieser Problematik auseinandersetzen. Dort gibt es ausführliches Infomaterial und auch die Möglichkeit sich aktiv gegen derartige Machenschaften zu engagieren.
 
Hallo Skrylle,
hier ist der Fall etwas anders gelagert:
Es geht um Wasser, ein Element, welches in der Natur vorkommt und deshalb erst einmal A L L E N Lebewesen dieser Erde zur Verfügung steht. Wasser ist, entgegen einiger Aussagen hier, ein knappes Gut und sein Vorrat begrenzt. Es geht hier auch nicht nur um Deutschland! Zur EU gehören z.B. auch Länder wie Spanien und Italien!
Und es geht hier darum, dass der Zugang zu diesm Lebensmittel nicht beschränkt werden darf und in die Hände weniger gelegt werden darf. Das hat mit Spekulation gar nichts zu tun, sondern damit dass der Zugang zu Quellen des Lebens nicht reglementiert und in die private Hände Weniger gelangen darf.

Gruß,
Thomas
Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass ein von der Natur "feilgebotener" Rohstoff nichts kosten darf.

Aber hier sollte man bedenken, dass man für das Wasser ja auch erstmal nichts bezahlt - niemand verbietet dir, """" einzufangen oder aus einem natürlich See einen Eimer Wasser zu schöpfen, solange es kein Naturschutzgebiet ist. Zumindest glaube ich das (oder ist letzteres illegal?). Wofür du bezahlst ist die Lieferung des Wasser zu dir nach Hause, die vorherige Filterung, den Abtransport aus deinem Klo und die Wiederaufbereitung, bevor das Zeug zurück in den Kreislauf der Natur geht.

Weiterhin (bzgl. "begrenztes Gut") sollte man bedenken, dass Wasser ein Kreislauf ist. Es ist erstmal da. In Flüssen, Seen, Meeren (noch nicht trinkbar wg. Salz), Luftfeuchtigkeit, Grundwasser etc.Dann verdunstet es, bildet Wolken, """" irgendwo über dem Land (trinkbar) ab und fließt zurück ins Meer (wo es wieder ungeniesbar wird). Der Kreislauf geht von vorne los. Wasser, welches wir entnehmen und nach dem allgemeinen Sprachgebraucht "verbrauchen", fließt durch unseren Körper oder den von Rindern etc., unsere Klos oder den Boden der Kuhweiden und schließlich auch zurück in den Kreislauf. Solange es dabei nicht radioaktiv oder stark chemisch verseucht wird, steht es nach einiger Zeit wieder voll zur Verfügung. Durch Kläranlagen und natürliche Filterung (Verdunstung, Sickerung etc.) wird es immer wieder gereinigt. Andernfalls gäbe es nach Millionen Generationen "wasserverbrauchender" Lebewesen auf diesem Planeten wohl längst kein Wasser mehr.

Aus diesem Grund nützt es, wie hier schon viele Vorposter gesagt haben, einem Afrikaner (und auch einem Spanier) nichts, wenn wir hierzulange Wasser sparen. Nicht genutztes Wasser fließt aus den Bergen und Feldern (von dort, wo es halt abgeregnet ist) durch die Flüsse ins Meer. Nach Spanien fließt es nicht. Solange wir nicht illegal Industrieabfälle hineingießen oder Atomkraftwerke platzen lassen sehe ich die Wassergeschichte nicht so dramatisch wie einige Apokalypsebeschwörer es gerne predigen.
 
Denkt mal nicht zu "Deutsch", geht es doch um die Privatisierung der Wasserversorgung in der EU!
Und natürlich gibt es sehr viel Wasser in der EU, aber eben regional und saisonal beschränkt. Daher besteht
die Gefahr, dass in trockenen Zeiten Missbrau getrieben wird und zusätzlich künstliche Verknappungen
geschaffen werden. Denkt doch an die Ölfördermengen, welche auch nach Gutdünken herauf- und heruntergesetzt
werden! Hier muss ein Riegel vorgeschoben werden!
Gruß,
Thomas
 
Ich hatte mal einen sehr nachdenklich machenden Film zum Thema Wasser im TV gesehen.
Jetzt hab ich mal reichlich gegoogelt weil ich den Titel und Details nicht mehr wusste. Mit Erfolg ;)
Der Film: Water makes money

Bericht zu der gesamten Situation bezüglich Wasserprivatisierung Berlin, Frankreich....
http://www.bmgev.de/mieterecho/arch...r-makes-money-der-film-zum-volksbegehren.html

Nachdem ich es damals gesehen habe hat sich meine Einstellung bezüglich aller Privatisierungen ziemlich geändert.
Glaube schon das man sehr vorsichtig, mit über viele Jahre mit Steuermitteln erstellte "Hardware" umgehen sollte.
So einfach bekommt man es eben nicht zurück wenns schlecht läuft mit den neuen Eigentümern.
Hoffentlich hab ich die Links richtig eingefügt.
Viel Spass beim gucken
 
Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass ein von der Natur "feilgebotener" Rohstoff nichts kosten darf.

Aber hier sollte man bedenken, dass man für das Wasser ja auch erstmal nichts bezahlt - niemand verbietet dir, """" einzufangen oder aus einem natürlich See einen Eimer Wasser zu schöpfen, solange es kein Naturschutzgebiet ist. Zumindest glaube ich das (oder ist letzteres illegal?). Wofür du bezahlst ist die Lieferung des Wasser zu dir nach Hause, die vorherige Filterung, den Abtransport aus deinem Klo und die Wiederaufbereitung, bevor das Zeug zurück in den Kreislauf der Natur geht.

Weiterhin (bzgl. "begrenztes Gut") sollte man bedenken, dass Wasser ein Kreislauf ist. Es ist erstmal da. In Flüsse, Seen, Meeren (noch nicht trinkbar wg. Salz), Luftfeuchtigkeit, Grundwasser etc.Dann verdunstet es, bildet Wolken, """" irgendwo über dem Land (trinkbar) ab und fließt zurück ins Meer (wo es wieder ungeniesbar wird). Der Kreislauf geht von vorne los. Wasser, welches wir entnehmen und nach dem allgemeinen Sprachgebraucht "verbrauchen", fließt durch unseren Körper oder den von Rindern etc., unsere Klos oder den Boden der Kuhweiden und schließlich auch zurück in den Kreislauf. Solange es dabei nicht radioaktiv oder stark chemisch verseucht wird, steht es nach einiger Zeit wieder voll zur Verfügung. Durch Kläranlagen und natürliche Filterung (Verdunstung, Sickerung etc.) wird es immer wieder gereinigt. Andernfalls gäbe es nach Millionen Generationen "wasserverbrauchender" Lebewesen auf diesem Planeten wohl längst kein Wasser mehr.

Aus diesem Grund nützt es, wie hier schon viele Vorposter gesagt haben, einem Afrikaner (und auch einem Spanier) nichts, wenn wir hierzulange Wasser sparen. Nicht genutztes Wasser fließt aus den Bergen und Feldern (von dort, wo es halt abgeregnet ist) durch die Flüsse ins Meer. Nach Spanien fließt es nicht. Solange wir nicht illegal Industrieabfälle hineingießen oder Atomkraftwerke platzen lassen sehe ich die Wassergeschichte nicht so dramatisch wie einige Apokalypsebeschwörer es gerne predigen.


Der Kreislauf, den Du voraussetzt, ist aber nicht so vorbildlich, wie vor vielen Jahrzehnten. Ich lebe in der nördlichen Lüneburger Heide. Hier sinkt seit Jahren der Grundwasserspiegel, weil sich auch Millionen-Metropolen wie Hamburg daraus bedienen. Hinzukommen dann noch evtl. schädliche Handlungen wie das Fraking - wie es hier bei mir in der Nähe von der Mineralölindustrie zur Gas-Förderung praktiziert wird.

Allein durch den seit Jahren hier sinkenden Grundwasserspiegel wird belegt, dass selbst innerhalb Europas Wasser ein "begrenztes Gut" sein könnte. Aber wer weiß, was El Nino uns noch alles dazu beschert. Vielleicht eines Tages zu viel Wasser?
 
...
Nachdem ich es damals gesehen habe hat sich meine Einstellung bezüglich aller Privatisierungen ziemlich geändert.
Glaube schon das man sehr vorsichtig, mit über viele Jahre mit Steuermitteln erstellte "Hardware" umgehen sollte.
So einfach bekommt man es eben nicht zurück wenns schlecht läuft mit den neuen Eigentümern.

...
Das sehe ich auch so, insbesondere, wenn die Hardware dann per Richtlinie der EU zwangsprivatisiert wird. Keine Ahnung ob das so geplant ist usw. und ob sowas überhaupt Verfassungsgemäß wäre. Evtl. wäre Verpachten der Infrastruktur der richtige Weg. Alles privatisieren, wo Konkurrenz zu Effizienz führt (Verwaltung, Instandhaltung, Abrechung usw.) und die Hardware aber behalten.
 
Das sehe ich auch so, insbesondere, wenn die Hardware dann per Richtlinie der EU zwangsprivatisiert wird. Keine Ahnung ob das so geplant ist usw. und ob sowas überhaupt Verfassungsgemäß wäre. Evtl. wäre Verpachten der Infrastruktur der richtige Weg. Alles privatisieren, wo Konkurrenz zu Effizienz führt (Verwaltung, Instandhaltung, Abrechung usw.) und die Hardware aber behalten.

"Verpachten", á la ÖPP,wo z.B. Autobahnen für 30 Jahre in eine Private-Partnerschaft gehen ? :thumbsdown:
Das meinst Du doch nicht,oder?
 
Ich hatte mal einen sehr nachdenklich machenden Film zum Thema Wasser im TV gesehen.
Jetzt hab ich mal reichlich gegoogelt weil ich den Titel und Details nicht mehr wusste. Mit Erfolg ;)
Der Film: Water makes money

Bericht zu der gesamten Situation bezüglich Wasserprivatisierung Berlin, Frankreich....
http://www.bmgev.de/mieterecho/arch...r-makes-money-der-film-zum-volksbegehren.html

Nachdem ich es damals gesehen habe hat sich meine Einstellung bezüglich aller Privatisierungen ziemlich geändert.
Glaube schon das man sehr vorsichtig, mit über viele Jahre mit Steuermitteln erstellte "Hardware" umgehen sollte.
So einfach bekommt man es eben nicht zurück wenns schlecht läuft mit den neuen Eigentümern.
Hoffentlich hab ich die Links richtig eingefügt.
Viel Spass beim gucken

...das ist ja noch schlimmer, als ich dies in meinem Posting weiter vorne schon vorher vermutet habe - und das Resultat daraus: quasi JEDE Gemeinde/Stadt, welche vor vielen Jahren ihre Wasserwerke privatisiert hat, versucht "krampfhaft" wieder eigener Herr ihres Wassers zu werden! Beispiel Paris: 30 Mio. € / Jahr erspartes Geld, nur weil die Stadt das Wasser wieder selbst verwaltet - und trotzdem kann die Stadt die Wasserleitungen und Pumpstationen wieder modernisieren, was die beiden privaten Koszerne über 10 Jahre so gut wie gar nicht geleistet hatten. Beispiel Brauschweig: exakt der selbe Konzern, welcher schon in Paris innerhalb 3 Jahren nach der Privatisierung die Kosten für das Wasser beim Bürger um über 30% erhöht hatte, lässt sich in Braunschweig "feiern". Die Investitionen, welche in Braunschweig durchgeführt werden, laufen offiziell auf den privaten Investor, der dafür auch noch Steuervergünstigungen/-Abschreibung einstreicht und tatsächlich bürgt die Stadt (und damit wieder der Bürger) für das investierte Geld!

Eine Sauerei und ein veritabler Skandal - trotzdem bringt es der Braunschweiger Bürgermeister fertig und "lobt" seine durchgeführte Privatisierung...

...und so etwas soll durch die EU in allen teilnehmenden Staaten quasi "vorgeschrieben" werden?

Unglaublich - diese Politiker und Lobbyisten sollte man schläunigst auf den Mars schießen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!:g:rifle::hanged::2beheadz:
 
Der Ausbau auf 6 Spuren der A1 zwischen HH und HB - auch hier bei mir - wurde privat finanziert. Sie erhalten den "Rückfluss" durch die LKW-Maut

Ich finde, dass ist eine durchaus akzeptable Lösung.. Immerhin beanspruchen die LKWs die Straßen ja auch am meisten. Und der Steuerzahler muss nicht unnötig für die Bedürfnisse und den angerichteten Schaden durch die Logistikbranche in Anspruch genommen werden.
 
Ich finde, dass ist eine durchaus akzeptable Lösung.. Immerhin beanspruchen die LKWs die Straßen ja auch am meisten. Und der Steuerzahler muss nicht unnötig für die Bedürfnisse und den angerichteten Schaden durch die Logistikbranche in Anspruch genommen werden.
Leider ist dem nicht so,denn der Staat steht so oder so dafür gerade,wenn zu wenig Geld in deren Kasse fließt. Bekannt ist ja nur,dass die Privaten,die anfallende Maut einbehalten dürfen. Was noch alles in deren Kasse fließt,wird sehr geheim gehalten.
Den Vertrag konnten die Politiker erst einsehen,als dies Projekt schon verabschiedet wurde. Selbst die Akteneinsicht danach,dürfen nur bestimmte Personen aus der Politik vornehmen,sie dürfen aber nur lesen,keine Notizen,keine Gespräche mit dritten darüber und das als der eigentliche öffentliche Partner an diesem Projekt!! Tolle Partnerschaft,oder?
Keiner wird in den nächsten 30 Jahren erfahren,wie viel Geld in die Taschen von A1-Mobil fließen wird,nur diejenigen,welche daran eine goldene Nase verdienen.
 
Leider ist dem nicht so,denn der Staat steht so oder so dafür gerade,wenn zu wenig Geld in deren Kasse fließt. Bekannt ist ja nur,dass die Privaten,die anfallende Maut einbehalten dürfen. Was noch alles in deren Kasse fließt,wird sehr geheim gehalten.
Den Vertrag konnten die Politiker erst einsehen,als dies Projekt schon verabschiedet wurde. Selbst die Akteneinsicht danach,dürfen nur bestimmte Personen aus der Politik vornehmen,sie dürfen aber nur lesen,keine Notizen,keine Gespräche mit dritten darüber und das als der eigentliche öffentliche Partner an diesem Projekt!! Tolle Partnerschaft,oder?
Keiner wird in den nächsten 30 Jahren erfahren,wie viel Geld in die Taschen von A1-Mobil fließen wird,nur diejenigen,welche daran eine goldene Nase verdienen.

...dass ist die gleiche Vorgehensweise wie im ursprünglich geposteten TV-Beitrag der beinde europaweit agierenden in der Wasserversorgungsbrache tätigen Privatunternehmen - auch in diesem Private Partnership Program konnte quasi NIEMAND Einsicht in die Vertäge nehmen (selbst die beteiligten Fachressorts der öffentlichen Hand nicht), bis auf wenige, direkt involvierte Politiker und das involvierte Unternehmen (welches "den Rahm" abschöpfte).

Scheint mittlerweilen eine übliche, traurige Praxis darzustellen! Echt übel, wie der Bürger da verarscht und um seine Steuergelder gebracht wird!
 
Leider ist dem nicht so,denn der Staat steht so oder so dafür gerade,wenn zu wenig Geld in deren Kasse fließt. Bekannt ist ja nur,dass die Privaten,die anfallende Maut einbehalten dürfen. Was noch alles in deren Kasse fließt,wird sehr geheim gehalten.
Den Vertrag konnten die Politiker erst einsehen,als dies Projekt schon verabschiedet wurde. Selbst die Akteneinsicht danach,dürfen nur bestimmte Personen aus der Politik vornehmen,sie dürfen aber nur lesen,keine Notizen,keine Gespräche mit dritten darüber und das als der eigentliche öffentliche Partner an diesem Projekt!! Tolle Partnerschaft,oder?
Keiner wird in den nächsten 30 Jahren erfahren,wie viel Geld in die Taschen von A1-Mobil fließen wird,nur diejenigen,welche daran eine goldene Nase verdienen.

Ok, ich ziehe meine vorherige Meinung zurück.. Das ist ganz und gar nicht akzeptabel :mad:
 
Sollte eines Tages die Bastion "Wasser" fallen, würde man dies lang-, eher sogar schon mittelfristig zu spüren bekommen. Natürlich kommt es dabei wie immer in nicht zu übersehender Weise auf die Geschwindigkeit der Preissteigerungen an.
Der geneigte Leser, der klimatisch und wahrscheinlich auch finanziell im Vergleich zum Großteil der EU und der restlichen Weltbevölkerung auf Rosen gebettet ist, wird vielleicht Preissteigerungen bei Wasser initial achselzuckend zur Kenntnis nehmen. Vermutlich auch die an den Verbraucher weitergegebenen Preissteigerungen bei all den anderen Gütern, deren Inhalte bzw. Erzeugung auf Wasser basieren.
Derjenige aber, der sich in einer klimatisch extremeren Position befindet und nicht über ein dickes Portemonnaie verfügt, wird die Folgen einer privatisierten Wasserversorgung sehr viel schneller und heftiger zu spüren bekommen und nicht einfach "wegbezahlen" können.
Nun entsprechen die klimatischen Bedingungen Europas (noch) nicht denen Afrikas, allerdings sind Wetterkapriolen an den Grenzen unseres Kontinents gar nicht mehr so selten.

Das Element Wasser sollte nicht Bestandteil finanzieller Spekulationen sein.
De facto ist dies aber schon mehr als hundert Jahre der Fall. Warum wetten Rohstoffhändler auf """" oder Dürre und kaufen oder verkaufen u.a. anhand meteorologischer Prognosen? Sie halten mitunter gar tausende Tonnen vom Weltmarkt zurück, was jüngst zu tödlichen Unruhen geführt hatte ( Stichwort "Reiskrieg").
Sollte das prognostizierte Wetter oder sollte ich sagen, die Wette-auf-Wetter nicht wie erhofft eintreten, was aufgrund der heutigen klimatischen Schwankungen durchaus öfters der Fall sein kann, dann bestünde immerhin noch die Möglichkeit am Markt Einfluß über den Wasserpreis in Form von gestiegenen Produktions- und Transportkosten zu nehmen und damit das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
Hier ist also die Politik gefragt, da ein Grundrecht auf freien Zugang zu Trinkwasser erhalten bleiben muß. Der Ruf nach der Politik stimmt mich diesbezüglich allerdings wenig optimistisch, dazu beobachte man lediglich die steigende Anzahl an Lobbyistenbüros in Brüssel. Soweit ich weiß, hat sie die Anzahl an Parlamentarierbüros längst überschritten.
Ferner blicke man auf die Entwicklung der Marktpreise bei essentiellen Gütern wie z.B. Mais, Weizen und Reis. Mit diesen, auf Wasser basierenden Gütern läßt sich seit vielen Jahren ein guter Schnitt machen. Warum also nicht auch mit Wasser direkt? Wasser, das neue/alte Investment!
Am Rande sei freilich auch Rindfleisch erwähnt, der leckere Klimakiller. (1kg Rinderfilet = 8.000 l Wasser = 40 € beim Metzger, Preis steigend)
Der Handel mit Indizes, Bonds und Futures auf o.g. Güter zeigt neben enormen Gewinnmöglichkeiten auch die Gefährlichkeit solcher Spielereien im Lebensmittelbereich auf.
Im Rahmen einer Baisse bzw. nach Platzen einer "Wasserblase" könnten die Werte für Wasser/Weizen/Mais/Reis- fast in analogem Tempo sinken wie z.B. Bankwerte unlängst. Schwer vorstellbar? Dann sei auf die "marktüblichen" Turbulenzen vor vier/fünf Jahren hingewiesen. Ein Bauer wurde plötzlich sein Produkt nicht mehr los und musste ein Jahr später festzustellen, daß er sich selbiges nicht mehr leisten konnte.

Eines Tages wird der Wert "Wasser" oder die Art und Weise, wie man es vermarktet, in gleichem Atemzug wie Öl, Dollar oder Gold genannt werden. Einige wenige Menschen werden damit sehr, sehr viel Geld "verdienen". Vorausgestzt, sie haben frühzeitig in Werte von Wasserversorgern, sowie Wiederaufbereitern und Entsalzungsanlagen investiert.
(Ganz Abgezockte veräussern natürlich rechtzeitig Wasseranteile vor Platzen einer Blase um sie anschließend wieder billig einzukaufen, da Wasser nun einmal langfristig ins Portfolio gehören sollte. )
Ich möchte hier sinngemäß die Aussagen eines Wasserbauingenieurs wiedergeben, mit dem ich mich vor ca. 10 Jahren diesbezüglich unterhalten konnte. Er war lange Zeit an Projekten u.a. im Nahen und Mittleren Osten beteiligt und betonte das "moralische" Dilemma im Bezug auf Handel mit Grundnahrungsmitteln. (Gut, daß die Deutsche Bank nicht in diesem Dilemma steckt :3devilz: )
"Kein Vorstand wird für Ausgaben belohnt, es sei denn, sie sind strategischer Natur. Momentan sind die durch den deutschen Staat für teuer Geld überprüften Grenzwerte betreff Leitungswasser strenger als jene der Mineralwasser- und Softdrinkindustrie. Beworbene "Mineralien" könnten bei strenger Auslegung der deutschen Trinkwasserverordnung als Verunreinigung gelten. Trotzdem kosten 1000 Liter Sprudel im Supermarkt 300 €, drei volle Badewannen, deren Inhalt man gefahrlos trinken könnte, hingegen vielleicht 4-6 €. Da ist aus Sicht des Shareholder value also noch Optimierungspotenzial vorhanden...
Sicherlich werden (in naher Zukunft) auch bewaffnete Konflikte um Wasser ausgetragen werden. Wenn man an den Jordan und seine Anreinerstaaten denkt, bekommt man da nicht irgendwie eine Vorahnung?
Die Wasserversorgung in den Emiraten dagegen ist dank reichlich vorhandenen Petroleums ein entspannteres, weil bezahlbares Problem, mit welchem sich wiederum vortrefflich Geld verdienen lässt. Besonderes Augenmerk sollte sich generell auf Asien richten. Das chinesische Volk hat längst verstanden und betreibt mittlerweile wie alle anderen auch ein Outsourcing seiner Landwirtschaft. Es kauft Land in grossem Stil in Afrika auf, damit es seinen wachsenden Wohlstand decken kann. Der gutverdienende Durchschnittsbürger Chinas will ja baldmöglichst und am besten regelmäßig Getreide und Fleisch essen können. Ob die Afrikaner durch chinesisches Engagement selbst profitieren können, bleibt abzuwarten".
Das Problem durch Nahrung UND Wasser(verbrauch) wird einfach weitergereicht. Wir Europäer lassen seit Jahrzehnten auf diese Art und Weise im vermeintlich billigen Ausland sowie in Übersee produzieren. Die Tomate in Andalusien, die Gurke in Holland, der Apfel in Südtirol, die Kiwi in Neuseeland, der Salat aus China, die Bohne aus Ägypten und die Banane aus Zentralamerika brauchen alle Wasser."


Was also tun? Mit Wasser und ggf. Elend anderer Geld verdienen oder gegen eine Privatisierung stimmen und dafür eintreten, daß alle Menschen (zunächst einmal wenigstens in Europa) sicheren und einfachen Zugang zu Wasser erhalten können. Das bedeutet vielleicht auch, auf einen möglichen Reibach verzichten zu wollen und zu können.
Ich wünsche mir, daß mit dem flüssigen Element respektvoll umgegangen wird und dieses Gut eines Tages nicht ausschließlich von Veolia, Nestlé, Unilever, Kraft oder der Coca Cola Company "provided" wird, um an dieser Stelle den etwas hinkenden Vergleich bezüglich der Privatisierung des Telekommunikationsmarktes heranzuziehen.

Viele Grüße
 
Etwas über 800.000 Unterschriften sind schon eingegangen. Endlich mal eine Petition, die die erforderliche Unterschriftenanzahl erreichen wird.
Auch wir haben selbstverständlich unterschrieben und haben auch auf privater Ebene weitere Unterstürzer versucht zu aktivieren.:thumbsup:
 
Etwas über 800.000 Unterschriften sind schon eingegangen. Endlich mal eine Petition, die die erforderliche Unterschriftenanzahl erreichen wird.

Habe auch gerade unterschrieben. Die geforderte Anzahl von Gegenstimmen scheint wohl mühelos erreicht zu werden.

Aufzeichnen.JPG

Dennoch kann es nicht schaden, den Link schneeballmäßig im Bekanntenkreis zu verbreiten.

Gruß

Kai
 
OT!
Aber noch einmal etwas zu ÖPP/PPP :

Ausverkauf der A7 verhindert – Bauindustrie schäumt
Zu dem von BürgerInnen erkämpften Stopp von PPP beim Autobahnabschnitt A7 werden täglich neue Reaktionen öffentlich. Mike Nagler, Mitglied im Koordinierungskreis von Attac: “Die schäumende Reaktion der Bauindustrie ist ein anschaulicher Beispiel für die massiven Interessen, die hinter PPP stehen. Der Bauindustrie reicht es längst nicht mehr, nur am Bau einer Autobahn zu verdienen. Bis zum Stopp bei der A7 ist die Bauindustrie mit PPP immer ganz einfach an die öffentlichen Gelder für die Infrastruktur der Daseinsvorsorge gekommen.”
Auf die Absage des Ausbaus der A7 auf dem Wege der Privatisierungsform PPP hatte die Bauindustrie mit Aussagen wie “Desinformationskampagne”, “Scheinargumente” und “ideologische Bedenken stehen vor sachlichen Nachweisen” reagiert (1). Zuvor hatte die Bauindustrie Aussagen zu von ihr geheim gehaltenen Verträgen als “bösartige Unterstellungen” bezeichnet (2).
Laura Valentukeviciute von Gemeingut in BürgerInnenhand erläutert, wie mittels PPP privatisiert wird: “Bei PPP verkauft der Staat schon heute die Gebühren und Steuergelder der kommenden 30 Jahre. Die mit diesen versteckten Schulden belastete Infrastruktur – hier ein Autobahnabschnitt – ist Basis für Spekulationen an den internationalen Finanzmärkten. Ob Infrastrukturfonds, Hedge-Fonds und Private Equity – das Prinzip ist immer dasselbe: Die Spekulanten kommen, fassen unser Geld ab ohne zu investieren und verschwinden, bevor sie haftbar gemacht werden. Den BürgerInnen bleibt, die Staatsschulden abzuzahlen und eine ausgelaugte oder zerstörte Infrastruktur ihrer Daseinsvorsorge.”
PPP-Verträge können weiterverkauft werden, im PPP-Vorbild-Land Großbritannien ist das von 1998 bis heute bereits 716 mal passiert (3).
Die Renditen aus den Weiterverkäufen lagen bei 29%, die Rendite der britischen Bauindustrie fürs reine Bauen betrug im gleichen Zeitraum nur 1,5%. Die Infrastruktur der Daseinsvorsorge ist währenddessen vielfach verfallen, die britische Staatsverschuldung massiv angestiegen. Allein das PPP-Abenteuer Metro London hat die britischen Steuerzahlenden über 10 Milliarden Euro gekostet und die U-Bahn technisch fast völlig zugrunde gerichtet. In Deutschland wird die Privatisierung per PPP von der Bundesregierung und insbesondere von den Ministern Ramsauer und Schäuble massiv gefördert.
Die Attac AG Privatisierung und Gemeingut in BürgerInnenhand fordern den bundesweiten Stopp von PPP und die Wiedervergesellschaftung bereits privatisierter Daseinsvorsorge. Sie warnen vor der versteckten Überschuldung der Gesellschaft über PPP und vor dem stetig wachsenden Austausch des Eigenkapitals öffentlicher Einrichtungen durch Fremdkapital. Die demokratische Kontrolle Einrichtungen der Daseinsvorsorge muss wieder hergestellt und langfristig gesichert werden.
Quelle: attac auf prmaximus
 
Ich habe auch gestimmt.

Habe mir allerdings nicht den kompletten Thread durchgelesen.

Will hier nur mal meine eigene bescheidene Meinung hier kund tun.

Ich habe eine kleine Handwerksfirma. Heizung Sanitär. Deshalb
muss ich seit Jahren mit diversen Versorgungsunternehmen zusammen
arbeiten.

Durch die Öffnung des Gasmarktes habe ich keinerlei Probleme gehabt.
Eher die Kunden. Oft haben die sich für einen Billig-Anbieter entschieden.
Haben für 1-2 Jahre im Voraus bezahlt. Nach 6 Monaten war der Anbieter
pleite.

Sprich die haben für 1,5 Jahre Geld in den Wind geschossen.

Dass örtliche Stadtwerke solche Fremdkunden auch als Kunden
zweiter Klasse behandeln versteht sich ja von selbst. Sprich falls
mal ein Gasrohrbruch war, wurde nach erfolgter Reparatur, bei Fremdkunden
die Gasversorgung zuletzt in Betrieb genommen.

Bei der Stromversorgung sind mir ähnliche Fälle bekannt.

Aber jetzt reden wir von der Wasserversorgung.

Wasser ist das Grundnahrungsmittel Nummer 1!

Bei Gas und Strom denke ich mir wenig. Da kann man sogar sparen.
Aber beim WASSER????? Falls das privatisiert werden sollte,
habe ich Angst. Angst für jeden Verbraucher!

Bis jetzt garantieren alle Wasserwerke den einwandfreien Zustand des
Trinkwassers in Deutschland. Wir haben in Deutschland ein super System
was die Wasserversorgung angeht. Wenn dass jetzt privatisiert wird leidet
die Qualität des Produktes!

Denn sobald eine bisher öffentliche Sache privatisiert wird. Geht es nur noch
um Profit.

Wir haben in D mit DIN1988 und TrinkWV. eine der strengsten Regeln in ganz
Europa.

Sowas sollte man nur durch ein paar EUROS beim Wasserpreis nicht wegschmeissen.

Denn Qualität hat seinen Preis! Gutes, gesundes Wasser kostet Geld.
Wenn da jetzt die Kostenschraube angesetzt wird, wird es mir himmelangst.
 
Hallo Zettie 454
Du hast absolut Recht. Um das ganze noch zu untermalen, gönne Dir mal den eingestellten Film. Der sollte eigentlich nochmal imTV dann aber zur normalen Zeit wiederholt werden. Du wirst staunen was da so am Markt abgeht.

sent by zroadster.com app
 
Es geht doch mal eher wieder darum, dass die EU mal wieder ein funktionierendes System kaputt machen will.

Sicher hat so manche Marktöffnung und Privatisierung für den Verbraucher was gebracht.

Mittlwerweile können wir entscheiden wer für uns Briefe oder Pakete verschickt. Früher gabs nur die Post.
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Anbietern für Telefondienste. Früher gab es nur die Post.
Für die Jüngeren unter uns, ja früher war die Post auch fürs Telefon verantwortlich, nicht nur für Briefe.

Aber früher war es auch so, dass man bei Störungen oder Problemen nicht stundenlang in einer Warteschleife
gehängt ist. Sondern man hatte in jedem Dorf ne Post. Da ging man hin, und es wurde einem schnell
geholfen.

Porto und Telefonkosten haben uns damals nicht in den Ruin getrieben.

Heute sieht das Ganze etwas anders aus. Handykosten könne ins Unermessliche steigen wenn man
nur ein falsches Kreuz in seinem Vertrag macht.

Aktuell befasse ich mich mit dem neuen Kaminkehrergesetz. Auch so eine Fehlgeburt der EU!

Sie haben es eigentlich gut gemeint. Haben aber dadurch ein perfektes, über Jahrzehnte gewachsenes System
zerstört. Mit der Folge, dass der Kunde (also wir alle) zukünftig mehr zu bezahlen hat. Einfach weil für den
armen Schornie auch alles aufwändiger geworden ist. Und er seine Arbeit zukünftig nicht mehr so effektiv machen
kann wie zuvor.

Zurück zum Wasser, Gas und Strom! Es ist doch paradox, dass wir (damit meine ich uns Bürger) bei
Leuten Gas und Strom (zukünftig auch Wasser) kaufen, denen kein einziger Meter Kabel oder ein einziger Meter Rohr gehört.

Was können uns solche Firmen bieten? OK, evtl. günstige Preise! Das wars dann aber auch schon. Für die Instandhaltung, Wartung
und Service sind dann immer noch die Netzinhaber verantwortlich. Übrigens auch für Gas- oder Stromkunden innerhalb
ihres Netzes, die schon Yello, Green, Pink, Blue, oder sonst einen anderen Anbieter haben.

Eigentlich auch egal wie die heißen. Die wollen nur Profit machen. Denen ist doch egal wenn bei Herrn Müller morgen
das Licht ausgeht. Hauptsache sie haben mit Herrn Müller eine Abbuchungsvereinbarung. Die haben auch keinen
einzigen Elektromeister oder Gas- und Wasserinstallateur angestellt. Das sind reine Käufer und Verkäufer.

Leider ist es so, dass gerade in Ballungszentren und Großstädten schon fast alle kleinen Stadtwerke von
Großkonzernen geschluckt wurden. Die Städte sind notorisch Pleite, und wenn dann ein Großkonzern
gutes Geld für ein Stadtwerk bietet wird es halt verkauft. Was dies dann für den Gas- oder Stromkunden
bedeutet kann man sich ja denken.

Ich bin froh, in einer relativ reichen Kleinstadt zu wohnen. An der sich ein Großkonzern schon seit Jahren
die Zähne an unseren Stadtwerken ausbeißt. Sprich wir haben unser eigenes Netz. Kann sein, dass meine
Stadtwerke das Gas etwas teurer verkaufen, wobei ich mir da gar nicht so sicher bin. Und genau deshalb
sind solche Anbieter GEIL auf so kleine Stadtwerke. Denn da gibt es Kunden die sich nicht darum scheren
ob die Kilowattstunde jetzt etwas teurer wird. Die Zahlen einfach.

Man darf aber bei allem GEIZ ist GEIL auch nicht vergessen, dass z. B. unsere Stadtwerke auch ein paar
Klötze am Bein haben. Z. B. Freibad, Hallenbad und Stadtbus. Das sind Sparten welche nur rote Zahlen
schreiben.

Wenn aber die Stadtwerke heute an einen Großkonzern verkauft werden würden. Würde es keine 2,50EUR mehr
kosten um ins Freibad zu gehen. Wohl eher 12,50EUR. Der Stadtbus würde wahrscheinlich komplett
abgeschafft.

Sorry wenn ich mich für dieses Thema so echauffiere, aber es ist mir einfach ein Anliegen, dass
gesunde und perfekte Systeme erhalten bleiben.

Die EU schert gerne alles über einen Kamm. Woanders mag das gut sein was verordnet wird,
aber eben nicht überall.

Und wenn die EU jetzt noch beim Wasser anfängt!!!! Dann graust mir.
 
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