... ja, einverstanden! Und soooo weit weg sind wir auch wieder nicht. Wir werden leider nicht erfahren, was sich genau hinter diesem "einfach" verbirgt und ob das wirklich so "einfach" war?! Unmittelbar ersichtlich war es ja wohl auch für echte Kenner der Szene nicht, der Kommentar Danners war ebenfalls "pro Vettel".
Danner hat genausowenig Informationen wie alle anderen außerhalb des Teams auch.
Bitte auch mal den anderen Hut nehmen:
Beim letzten Lauf in 2012 hätte wohl jeder hier - wenn er in der Rolle des Teamchefs von RB gewesen wäre - ohne mit der Wimper zu zucken die sofortige Order an Webber gegeben, den Mist sein zu lassen. Und als Schumi von der Stallorder "let Michael pass..." profitierte, haben sich ein paar Leute pro Forma echauffiert, aber wie hätte es ausgesehen, wenn er genau deshalb die WM verloren gehabt hätte?
Der "eigene" Fahrer ist fast immer der "Racer", dem andere Tribut zahlen müssen. Allein schon die Diskussion darum, dass es eine klare Nummer 1 in einem Team geben muss, zeigt das. Warum denn eigentlich? Ist das fairer Wettbewerb, wenn am Anfang der Saison schon festgelegt wird, dass die #2 im Zweifelsfalle immer zurückstecken muss? Reduziert sich seine Rolle dann darauf, andere Konkurrenten zu behindern, damit die #1 auch ja unbehelligt vorne fahren kann?
Fährt der vermeintlich Langsamere vorn, dann gehört sich das eben, dass er Platz machen muss, weil er ja den Betrieb aufhält. War ja auch in diesem Rennen zeitweise der Fall. Wäre ein Kimi an Webbers Stelle gefahren, hätte er auch keinen Platz gemacht.
Man sollte auch mal daran denken, dass Webber mit einem Sieg die Führung in der WM übernommen hätte, durch das jetzige Ergebnis liegt Vettel weit vorne, denn Punkte gegen den eigenen Teamkollegen zählen immer doppelt.
Spielt die ganze Situation noch einmal durch und vertauscht die Namen von Vettel und Webber, so dass Webber kurz vor Ende einen führenden Vettel überholt. Was wäre dann gewesen? Ein riesiger Aufschrei, wie er sich das erlauben kann, weil doch Vettel der große Star ist...
