Neuer Tesla - Was haltet ihr davon ?

Autonomes Fahren laut Tesla:
"Die Hände nicht vom Steuer nehmen und die volle Verantwortung übernehmen".&:

http://www.blick.ch/news/ausland/au...sopfer-in-selbstfahrendem-auto-id5214452.html

...das hat aber einen rechtlichen Hintergrund und nicht weil es technisch nicht anders ginge. Ist übrigens bei allen anderen Herstellern ähnlich (oder erst gar nicht vollumfänglich freigeschalten).
Das Problem ist, dass im Falle eines verursachten Unfalls im Falle eines autonom fahrenden Fahrzeuges der Fahrer rechtlich bisher nicht haftbar gemacht werden könnte und dies
somit auf den Fahrzeughersteller zurückfallen könnte. Davor schrecken logischerweise alle Hersteller zurück - ich frage mich sowieso, ob wir mit biegen & brechen dieses autonome Fahren
brauchen?
 
...das hat aber einen rechtlichen Hintergrund und nicht weil es technisch nicht anders ginge. Ist übrigens bei allen anderen Herstellern ähnlich (oder erst gar nicht vollumfänglich freigeschalten). ...
Korrekt. :t Durch die deutlichen Hinweise und technischen Restriktionen soll in der Tat eine rechtliche Verantwortlichkeit des Herstellers möglichst reduziert werden.

... Das Problem ist, dass im Falle eines verursachten Unfalls im Falle eines autonom fahrenden Fahrzeuges der Fahrer rechtlich bisher nicht haftbar gemacht werden könnte und dies somit auf den Fahrzeughersteller zurückfallen könnte. ...
Unabhängig von den erheblichen Unterschieden in den unterschiedlichen Rechtsordnungen und vornehmlich in Ansehung der hiesigen Rechtsordnung: So einfach ist es nicht. Denn, stark vereinfacht gesagt, folgt eine eigene (Mit-) Verantwortlichkeit des Fahrers bereits aus dem Umstand, dass er die Funktionalität des autonomen Fahrens bewusst verwendet hat. Damit ist - als vorherrschende Auffassung in der derzeitigen juristischen Diskussion über autonome Maschinen - grundsätzlich der "Mensch hinter der Maschine" verantwortlich.

Ich stimme dir aber dahingehend zu, das das Risiko der Hersteller in den USA nach der dortigen Rechtsordnung erheblich höher ist.
 
Hieraus ...

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/tesla-toedlicher-unfall-mit-autopilot-in-den-usa-a-1100736.html

... ist der folgende Textteil:

"... Der Hersteller betonte, dass Tesla-Fahrzeuge bislang schon mehr als 200 Millionen Kilometer auf Autopilot zurückgelegt hätten, ohne dass es zu einem tödlichen Unfall gekommen sei. Im Durchschnitt aller Fahrzeuge in den USA komme ein tödlicher Unfall auf 145 Millionen gefahrene Kilometer, im weltweiten Maßstab auf 95 Millionen Kilometer. ..."

Sollten diese Zahlen korrekt sein, so wäre die hieraus folgende Erkenntnis durchaus eine Interessante.
 
Wenn ich beim autonomen fahren ja selber die Verantwortung trage und aufpassen muss kann ich doch gleich selber fahren ..
Für was ist dann autonomes fahren gedacht?
 
Das tust Du immer! Beim Fliegen gibt es ja den Autopiloten, trotzdem ist der PIC ( Pilot in command) immer verantwortlich. Es soll den Fahrer lediglich entlasten. Ich stehe gerade im Stau und genieße auch eine gewisse Autonomität meines Fahrzeugs [emoji41]
 
Wenn ich beim autonomen fahren ja selber die Verantwortung trage und aufpassen muss kann ich doch gleich selber fahren ..
Für was ist dann autonomes fahren gedacht?
Es ist ein Assistenzsystemwelches noch in der Entwicklung ist. Am Ende steht das autonome Fahren ohne Eingreifen des Fahrers, aber bislang soll es den Fahrer bei langen Fahrten entlasten und vor allem der Hersteller Erfahrung für die nächste Version sammeln. Der Sinn ist der gleiche wie bei einem Abstandsradar oder Spurhalteassistent z.B. .

Als ich die Schlagzeilen heute morgen gesehen habe musste ich mich direkt darüber aufregen. Niemand würde auf die Idee kommen weltweit die Presse aufzuscheuchen nur weil ein BMW/Mercedes/Audi/Toyota mit stinknormalen Radarassistent einen schweren Unfall hat.

Überhaupt: Der Unfall ist gerade erst geschehen, lasst doch erstmal die Experten die Sache auswerten damit man weiß was Schuld war. Ich mag gutgläubig sein aber ich denke nicht das die Hauptschuld bei Tesla liegt (unabhängig von der Tatsache das es kein autonomes, unbeaufsichtigtes System ist -> die Verantwortung zuerst einmal beim Fahrer liegt).

Edit:
Wie gut das System an sich funktioniert zeigt das hier, auch wenn es verantwortungslos ist:
 
Es ist ein Assistenzsystemwelches noch in der Entwicklung ist. Am Ende steht das autonome Fahren ohne Eingreifen des Fahrers, aber bislang soll es den Fahrer bei langen Fahrten entlasten und vor allem der Hersteller Erfahrung für die nächste Version sammeln. Der Sinn ist der gleiche wie bei einem Abstandsradar oder Spurhalteassistent z.B. .

Jap und ich freue mich schon darauf, wenn die Fahrzeuge komplett autonom fahren, gerade für die alltäglichen Fahrtwege :t

Als ich die Schlagzeilen heute morgen gesehen habe musste ich mich direkt darüber aufregen. Niemand würde auf die Idee kommen weltweit die Presse aufzuscheuchen nur weil ein BMW/Mercedes/Audi/Toyota mit stinknormalen Radarassistent einen schweren Unfall hat.

Natürlich wäre dies auch so bei jedem anderem Hersteller passiert - da es sich um eine neue Technologie handelt. Einen Radarassistent kann man nur sehr schwer mit einem Autonomen Fahrzeug vergleichen...

Überhaupt: Der Unfall ist gerade erst geschehen, lasst doch erstmal die Experten die Sache auswerten damit man weiß was Schuld war. Ich mag gutgläubig sein aber ich denke nicht das die Hauptschuld bei Tesla liegt (unabhängig von der Tatsache das es kein autonomes, unbeaufsichtigtes System ist -> die Verantwortung zuerst einmal beim Fahrer liegt).

Der Unfall ist ja bereits im Mai passiert und wurde ja von den Expteren des US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht. Siehe Brumm´s Link.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin diesen Autopiloten bis 150 km/h gefahren und war erstaunt wie zuverlässig er arbeitet. Das schlimme dabei ist, dass ich nach 30 Minuten nachlässiger wurde was die Postion meiner Hände angeht. Ich kenne ja ähnliche Systeme mit deutlich geringer Geschwindigkeit aus meinem Dienstwagen. Genauso verhält es sich wie vorher schon richtig berichtet mit Abstandsradarsystemen, einmal daran gewöhnt will man es nicht mehr missen. Jedoch gibt es auch hier Grenzsituationen die immer die volle Aufmerksamkeit da Fahrers erfordern. Und auch richtig ist, was soll die Meldung... Ohne Kenntnis der genauen Bedingungen ist das müßig.
 
Autopilotsysteme (auf normalen Strassen) können auch dazu beitragen das Fahrer mittelfristig nicht mehr 100%ig in der Lage sind ihr Fahrzeug ohne Assistenzsysteme sicher zu beherrschen oder zu erkennen in welchen Situationen die Systeme an der Grenze sind und manuell gefahren werden müssten, mangels Praxis reagiert er dann eher falsch. Beispiele dafür gibt es auch in der Luftfahrt, in denen Piloten im guten Glauben "in den Boden geflogen sind". :( .... und hier werden dauernd Grenzsituationen geübt, deswegen sind das auch nur sehr wenige Fälle.

Wenn ich an manche Verkehrsteilnehmer denke, die unsicher wegen fehlender Praxis oder altersbedingter Einschränkungen sich dann noch eher zutrauen ein Fahrzeug (immer noch) zu führen, weil das Auto ja alleine fährt, habe ich dann ein mulmiges Gefühl im Bauch.
Wenn dann sollten solche Systeme so gut wie narrensicher sein und/oder Fahrer regelmäßig nachweisen müssen das sie es auch beherrschen wenn der Autopilot ausgeschaltet ist, wobei berechtigterweise die Frage zu stellen ist was ungefährlicher ist, ein seh- und reaktionsschwacher aus der Übung gekommener Selbst-Fahrer oder ein solcher, der sich autonom kutschieren lässt, beides bedenklich :confused:
Die Führerscheinerlangung müsste ebenfalls angepasst werden, ggfs. auch ein besonderer Schein der mit minimalen Aufwand zusätzlich zu erwerben ist um ein solches autonomes Auto zu führen?

Anders verhält es sich wenn solche Fahrzeuge auf Sonderspuren fahren, getrennt vom normalen Verkehr und nur dort autonom gefahren wird.... aber dann kann man auch gleich den Zug nehmen.;)

Sehr positiv sehe ich Assistenten in LKWs, die sollten für alle zur Pflicht werden, damit diese grässlichen unnötigen Auffahrunfälle endlich aufhören!
 
Nach dem das nun mit dem tödlichen Unfall bei Tesla geschehen ist wird meine Meinung nun weiter bestätigt ob man wirklich jedlichen Unfug
benötigt den die Industrie entwickelt und man an Kunden verkaufen möchte wiel die geil sind auf immer was neues.

Ich bleibe dabei, autonomes Fahren braucht kein "Mensch".
 
Noch ein paar Anmerkungen zum Thema:

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/...-a-1100803.html#js-article-comments-box-pager

Einerseits verwendet man unausgereifte Beta-Versionen der Software, andererseits wird die Software online aktualisiert und ist damit manipulierbar.

Der Fahrer wird in einem Zustand gehalten, wo auch die Hände am Steuer bei einer wirklichen Gefahrensituation, welche die Automatik überfordert oder von dieser falsch einschätzt wird, diese nicht verhindern werden.
Er ist unaufmerksam, abgelenkt und wiegt sich in falscher Sicherheit.

Die Hersteller wollen die Systeme verkaufen, natürlich am besten immer in einem neuen Auto.
Idealerweise werden die Produktzyklen, ähnlich wie beim Smartphone, sehr kurz, die Kundschaft wird mit Pseudo-Innovationen permanent bei Laune gehalten und die Kasse brummt.

Sicherheit und Umweltschutz sind dabei die Totschlagargumente, die Alles und Jedes rechtfertigen.
Die Autofahrer sollen auch in der Zukunft gemolken werden, der Gesetzgeber lässt sich von der Industrie vor den Karren spannen und der einzelne Fahrer bleibt im Falle eines Unfalls vollumfänglich verantwortlich.
 
Noch ein paar Anmerkungen zum Thema: ...
Das sind allerdings, falls ich mal offen kommentieren darf, ein paar punktuelle Aspekte, die zum einen nicht sämtlich zueinander gehören, zum anderen das aktuelle Thema des autonomen Fahrens womöglich doch etwas zu kurz betrachten.

Schaut man etwas weiter voraus und platziert das autonome Fahren dort, wo es thematisch hingehört, dann geht es weder um "... Pseudo-Innovationen ...", noch um "... Produktzyklen ...". Es geht auch nicht so sehr um den Umweltschutz, und schon gar nicht um das "Melken" der Autofahrer. Sondern die Mobilität befindet sich in einem tiefgreifenden und folgenschweren Wandel, der sowohl unser aller Leben verändern wird, als auch dramatische Auswirkungen auf die Automobilbranche haben wird - und teilweise schon hat. Die Technologien des (zunehmend) autonomen Fahrens sind ein wesentlicher und unaufhaltsamer Bestandteil dieser sich verändernden Mobilität.

Mit VW hat das Vorgesagte mittlerweile nun wohl auch der letzte der großen Automobilkonzerne verstanden. Für diese Konzerne und ihre Zulieferer geht es nicht um das Verkaufen ihrer Systeme und Innovationen. Sondern es geht, schlicht und einfach, um das Überleben. Das Automobil, wie wir es kennen und vielfach schätzen, wird es in dieser Form nur noch einige Jahre geben. Bereits jetzt werden die per Software induzierten Funktionen der Autos immer wichtiger, die blecherne Hardware dagegen immer austauschbarer. Warum wohl investieren Konzerne wie Google, Apple und Amazon jeweils Millionen bis Milliarden sowohl in die Software für mobile Technologien, als auch in die automobile Hardware? Damit sie in ein paar Jahren geschlossene mobile Systeme anbieten können - während die herkömmlichen Automobilhersteller dann in die Röhre schauen.

Um nun auch wieder die Kurve zu bekommen: Das autonome Fahren wird kommen, und das ebenso unaufhaltsam, wie unabhängig von der blechernen Hardware. Das muss man nicht mögen. Diese Abneigung wird es aber nicht aufhalten.

Man kann das alles natürlich auch kürzer auf den Punkt bringen: Kauft und fahrt richtige Autos, solange das noch geht! :D
 
So gottgegeben sind die Entwicklungen hin zur zukünftigen Mobilität mitnichten.
Nur weil das medial so dargestellt und durch die Hersteller (klassische wie zB. Mercedes und auch "Neue" wie Tesla, Apple, Google etc.) massiv beworben wird, muss es nicht zwangsläufig so kommen.

Mobilität ist ein Produkt, welches nachgefragt und durch die Hersteller verkauft wird, die Politik schafft Rahmenbedingungen.
Einen Hauptteil des Einflusses auf zukünftige Entwicklungen hat aber immer noch der Kunde, in unserem Fall der Autofahrer, der das ganze auch wollen und bezahlen soll.

Diese Systeme suggerieren Sicherheit, Bequemlichkeit und auch Umweltschutz (vernetzte Mobilität im gesamten Kontext).
Erachten die Kunden diese Aspekte zukünftig als sinnvoll und v.a. werden sie es sich leisten können, wird sich die Technologie entsprechend entwickeln und solche Systeme werden verkauft.

Einen "Selbstläufer" sehe ich darin nicht.
 
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Reaktionen: H-P
Zum Glück gehen die Brandzahlen zurück. Von ca. 60.000/a auf nur noch 20.000. Da darf auch mal ein Tesla brennen, zumal erfreulicherweise niemand zu Schaden kam. Muss die Presse nicht immer verstehen...
 
Klarer Fall von dreimal vom Wickeltisch gefallen, aber nur zweimal rechtzeitig aufgefangen... :-)
Ich denke, man muss dazu nicht allzu persönlich werden. "Cheffe123" macht öfter mal einen trockenen Scherz, und eher verstehe ich seine Äußerung als Wunsch eines nicht allzu schnellen Vormarsches der Elektrotechnologien. ;)
 
Ein frommer Wunsch... Dennoch unpassend dem Vorreiter einer Zukunftstechnologie das Abfackeln seiner Autos zu wünschen...
 
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