Welchen ökologischen Sinn macht die Wärmewende aktuell?

Mein Vorschlag ist, zunächst einen Energieberater hinzuzuziehen, der Deinen Bedarf ermittelt. Meine Häuser laufen alle mit Wärmepumpen in unterschiedlicher Ausführung (Flächenkollektoren, Kombination mit Gas, Luft-Wärme-Pumpen). Allgemeingültige Aussagen gibt es da nicht, man muss nachmessen.
Ein Freund von mir rüstet gerade ein Reihenhaus von Gas plus Radiatoren auf WP um. Das Besondere ist dabei, dass es sich um eine Einrohrheizung handelt wie bei vielen ältern Häusern (seines ist auch ca. 50 Jahre alt). Er kombiniert das noch mit PV. Wichtig ist dabei, zunächst ein Gesamtkonzept zu haben, bevor man umbaut. Jetzt nur die Heizkörper zu tauschen und später auf WP zu gehen halte ich nicht für eine gute Vorgehensweise. Bei älteren Häusern kann es gut vorkommen, dass nachträglich die Heizkörper verändert werden müssen, z.B. auf größere oder durch separate Zuleitung. Auch die Elektroplanung ist wichtig, vor allem wenn PV im Spiel ist.
Derzeit gibt es noch gute Subventionen, wenn man alles auf einmal macht (Heizung ist alt genug, vollständiger Umstieg von Gas, Betrieb mit Propan wenn möglich, PV und anderes). Die Bedingungen ändern sich aber immer wieder, und wie lange die Töpfe noch offen bleiben, ist derzeit recht unsicher. Der Rat von Leuten, die sich damit auskennen - nicht der Heizungsbauer ;-) - ist, die Gelegenheit zu nutzen, solange es sie noch gibt.
 
Ja ich kann nur wie Dieter dazu raten die hohen Förderquoten mitzunehmen solang es diese noch gibt.

Vom Prinzip her wäre es natürlich sinnvoll erst Problemstellen identifizieren, Dämmen, Energieverbrauch runter, Verteilsystem optimierten und dann eine möglichst kleine Wärmepumpe zu wählen um dann das Optimum herauszuholen.
Aber so kritisch ist das auch nicht mehr Wärmepumpen können heute effizienter Temperaturen über 40°C erzeugen als noch vor ein paar Jahren. Und die wirtschaftlichen Rahmenbedingugen sind auch besser geworden durch gute Konditionen auf den Strom durch §14a EnWG und/oder div. Tarife. Meine läuft bspw mit Haushaltsstrom, das macht aus heutiger Sicht eigentlich so keinen Sinn mehr obwohl ich letztes Jahr nur 40% des Wärmepumpenstroms zukaufen musste. Bin aber ganz ehrlich gerade zu faul die Umstellung durchzuführen, da ich auch so höchst zufrieden mit den laufenden Kosten bin. 😅
Abgekürzt, dein Gedanke ist zunächst völlig richtig, aber mit guter Umsetzung und unter Einbezug eines fähigen Energieberaters wird da seitens der Effizienz und der gegeben Rahmenbedingugen fast sicher auch ein Schuh draus. Und was die Heizkörper angeht gilt die simple einfache Regel, "bigger is better".

Was ist eigentlich eure Rückfallstrategie? Sagen wir mal im Winter sind 72 Stunden Stromausfall, wasacht ihr dann in Sachen Heizung? Habt ihr jeweils Nen Kachelofen oder könnt ihr einen Photovoltaik Speicher autark betreiben?

Jetzt kann man sagen "das passiert doch nicht" oder man erinnert sich an den Schwarzwald vor Jahren wo aufgrund des Wetters genau das passiert ist.

Ich persönlich habe da einfach gerne meine Energiequelle im Haus und kann dann zumindest ein paar Tage überbrücken ohne Angst haben zu müssen dass Leitungen einfrieren oder das Haus auskühlt.

Achso, ja mir ist klar dass eine Pellets Heizung Strom braucht, den kann man aber recht günstig zur Verfügung stellen, da genügt ein 1.5 kW Aggregat.
Ich will überhaupt nicht bestreiten das es teuer ist unser Stromnetz zu unterhalten und zu regeln. Aber das es funktioniert wird statistisch sofort deutlich, so lag die Ausfallzeit 2024 im deutschen Netz bei knapp 12min, in dem uns betreffenden Niederspannungsnetz sogar nur bei 2,4min im Jahr. Leider beginnt die offizielle deutsche Erfassung des sog. SAIDI (System Average Interruption Duaration Index) erst bei 2006, da waren es noch 21Min. Auch im Weltweiten Ranking belegt Deutschland einen Spitzenplatz, Schlusslichter in Europa sind Polen, Italien, Norwegen und Griechenland mit durchschnittlich ~70-100h/a. USA und China nochmal viel viel höher.
Kurzum höhere Mächte, klar das ist ein Risiko mit dem ich leben kann und werde. Meine Großeltern hatten das auch geschafft und da war das Netz viel schlechter, hatten die eine Rückfallstrategie, ne. Die hatten nur ne Ölheizung im Nachkriegsneubau, und sehr modern nichmal mehr nen Holzofen in der Küche. Und natürlich auch kein Notstomaggregat. Aber ja ich hab noch einen Kaminofen, den ich seit dem viel seltener verwende. Weil gerade in der Übergangszeit wenn die Wärmepumpe nur mit PV läuft kostet mich tatsächlich jede kWh aus einem Scheitel Holz mehr Arbeit und Geld.

PS: Ich habe mal eine Woche in einem Haus mit defekter Gasheizung gewohnt, nur mit dem Kachelofen einen Raum einigermaßen heizen können, schlafen mit zwei Decken. Duschen beim Sport. Ging.
 
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Was ist eigentlich eure Rückfallstrategie? Sagen wir mal im Winter sind 72 Stunden Stromausfall, wasacht ihr dann in Sachen Heizung? Habt ihr jeweils Nen Kachelofen oder könnt ihr einen Photovoltaik Speicher autark betreiben?

Jetzt kann man sagen "das passiert doch nicht" oder man erinnert sich an den Schwarzwald vor Jahren wo aufgrund des Wetters genau das passiert ist.

Ich persönlich habe da einfach gerne meine Energiequelle im Haus und kann dann zumindest ein paar Tage überbrücken ohne Angst haben zu müssen dass Leitungen einfrieren oder das Haus auskühlt.

Achso, ja mir ist klar dass eine Pellets Heizung Strom braucht, den kann man aber recht günstig zur Verfügung stellen, da genügt ein 1.5 kW Aggregat.
Passiert doch nicht, ist halt trotzdem sehr selten und begrenzt. Wie sehr man sich für den Fall wapnen sollte, muss jeder selbst wissen.

Die PV-Anlage liefert halt erstmal nur Strom wenn auch Netzspannung vorhanden ist. Es gibt extra Anlagen die können auch ohne produzieren, aber das muss man wollen. Und im Winter kommt zwar schon auch Strom vom Dach, aber autark sind selbst wir mit einer großen Anlage nicht. Das ist aber auch nie unser Ziel gewesen.

Perspektivisch kommt ein Kamin noch ins Haus. Aber nachdem der Rest der Baustelle den Kostenrahmen schon gesprengt hatte, wurde der zurückgestellt.
Aber bei dem geht es auch eher ums Wohlempfinden, nicht um Redundanz. Es ist auch kein Anschluss an die Heizung vorgesehen. Zum gesichert tagelangen Heizen haben wir auch nicht den Stauraum für Holz. Mehr als 1x1m mit augeschlichteten Scheiten, wird es kaum werden. Wobei wir noch eine Notfallquelle hätten an der man sich Nachschub holen könnte.


Um eine Heizung beim Stromausfall zu betreiben musst man auch die Anschlüsse für den Strom entsprechend vorsehen (nicht nur die Heizung, sondern auch für die Zusatzgeräte wie Pumpen), sonst bringt das nichts. Und dann auch wirklich durchdenken ob es andere schwache Glieder in der Notfallkette gibt (Klassiker: nicht genug Brennstoff gebunkert), das man es regelmäßig testet und auch nicht nur eine Person weiß was zu tun ist.
Hier in der Arbeit hatten wir gestern den tollen Fall das wir zwar eine richtige Schneefräse für die 30cm Neuschnee besitzen, aber die Haustechnik keinen Treibstoff bevorratet hatte... Das lies sich mit einer Fahrt zur Tankstelle beheben, aber das ist trotzdem ein gutes Beispiel, wie Pläne und Realität teils auseinanderlaufen.
 
Passiert doch nicht, ist halt trotzdem sehr selten und begrenzt. Wie sehr man sich für den Fall wapnen sollte, muss jeder selbst wissen.
Es gibt die Möglichkeit einer Pufferbatterie oder ein Notstromaggregat mit all den Problemzonen, die Du schon erwähnt hast.
Ansonsten geht nur etwas, was keinen Strom braucht: Kamin, Öl- oder Kohleheizung (wobei auch da eine Pumpe laufen muss.

Wir haben einen Kamin in unserem eigenen Haus, nutzen ihn aber sehr selten.
 
Für mich ist am allerwichtigsten ein Kamin im Haus, wir nutzen ihn zwar auch selten, aber wenn, dann beheizt er fast das ganze Haus.
Im Zuge der Modernisierung der Heizungsanlage habe ich die Zuleitung aller wichtigen Stromabnehmer zentral gelegt, so dass ich mit einem Notstromaggregat über die Runden kommen würde, sofern es denn funktioniert.:(
Ach ja, die WP schlägt sich wacker.

IMG_7319.jpeg
 
Ja, die Statistik kenne ich, wenn man dann betroffen ist, dann hilft das natürlich wenig. Ich denke das ist wie mit Versicherungen, man muss für sich entscheiden was einem wichtig ist.
Wir haben keinen Kamin frei für einen Kachelofen, das wäre mit Wärmepumpe natürlich anders. Eine einfache Heizquelle würde mir auch genügen, muss ja keine Zentralheizung sein. Verbrennen kann man ja im Fall der Fälle dann alles mögliche, da findet sich immer was.

Was mich an Wärmepumpen stört ist der Lärm den sie machen (im Neubaugebiet echt nervig wenn man da mal spazieren geht), dass sie ganz oft hässlich vor oder neben dem Haus stehen und dass aktuell aus meiner Sicht ganz übel abgezockt wird mit dem Thema. Ich hab noch Angebote hier liegen von vor zehn Jahren (ja ist lange her), da waren das 70 Prozent weniger Kosten... Da greifen gerade ganz viele die Förderung ab.

Alles auf Strom umzustellen wird für mich sowieso erst rund wenn man selbst viel mit Solar abdecken kann (im Mittel natürlich) oder auf Erneuerbare Energie setzt.

Bisher läuft unsere Pellets Heizung einwandfrei, da mache ich erst mal nix (auf Pellets klopf)
 
Ja, die Statistik kenne ich, wenn man dann betroffen ist, dann hilft das natürlich wenig. Ich denke das ist wie mit Versicherungen, man muss für sich entscheiden was einem wichtig ist.
Wir haben keinen Kamin frei für einen Kachelofen, das wäre mit Wärmepumpe natürlich anders. Eine einfache Heizquelle würde mir auch genügen, muss ja keine Zentralheizung sein. Verbrennen kann man ja im Fall der Fälle dann alles mögliche, da findet sich immer was.
Man kann immer noch einen Außenkamin installieren. Das werden wir auch dann machen, da wir den Kamin komplett abgebrochen haben bei der Sanierung des Hauses. Der war sowieso blöd platziert und würde jetzt mitten im Raum stehen, dazu war er zwei Zügen und jetzt bräuchte man nur noch maximal einen.

Was mich an Wärmepumpen stört ist der Lärm den sie machen (im Neubaugebiet echt nervig wenn man da mal spazieren geht), dass sie ganz oft hässlich vor oder neben dem Haus stehen und dass aktuell aus meiner Sicht ganz übel abgezockt wird mit dem Thema. Ich hab noch Angebote hier liegen von vor zehn Jahren (ja ist lange her), da waren das 70 Prozent weniger Kosten... Da greifen gerade ganz viele die Förderung ab.
(...)
"Lärm" macht unsere nur wenn sie wirklich Leistung bringt. Aber selbst das ist nur das Geräusch eines großen Lüfters. Als Lärm kann man das kaum bezeichnen. Wenn sie Leistung bringt, ist es draußen kalt - da bin ich nicht viel draußen, also kann es mir egal sein. Der Aufstellort ist so gewählt das es auch niemand anderen stören kann.
Das andere Anlagen hier lauter sind, kenne ich auch, aber das liegt an vielen Gründen. Sei es ein ungeeignetes Fundament, fehlende Entkopplung, schlechter Aufstellort oder auch falsche Dimensionierung.
Aber manche sind eben eingeschränkt vom Aufstellort. Und jeder Meter Leitung kostet Geld.
Das ist kein generelles Problem einer WP.
Mir wäre auch eine andere Art von WP lieber gewesen (Erdsonde oder Erdkörbe), da hätte man das ganze Thema gar nicht und in der Regel auch eine höhere JAZ. Ging aber leider nicht bei uns.
 
Man kann immer noch einen Außenkamin installieren. Das werden wir auch dann machen, da wir den Kamin komplett abgebrochen haben bei der Sanierung des Hauses. Der war sowieso blöd platziert und würde jetzt mitten im Raum stehen, dazu war er zwei Zügen und jetzt bräuchte man nur noch maximal einen.


"Lärm" macht unsere nur wenn sie wirklich Leistung bringt. Aber selbst das ist nur das Geräusch eines großen Lüfters. Als Lärm kann man das kaum bezeichnen. Wenn sie Leistung bringt, ist es draußen kalt - da bin ich nicht viel draußen, also kann es mir egal sein. Der Aufstellort ist so gewählt das es auch niemand anderen stören kann.
Das andere Anlagen hier lauter sind, kenne ich auch, aber das liegt an vielen Gründen. Sei es ein ungeeignetes Fundament, fehlende Entkopplung, schlechter Aufstellort oder auch falsche Dimensionierung.
Aber manche sind eben eingeschränkt vom Aufstellort. Und jeder Meter Leitung kostet Geld.
Das ist kein generelles Problem einer WP.
Mir wäre auch eine andere Art von WP lieber gewesen (Erdsonde oder Erdkörbe), da hätte man das ganze Thema gar nicht und in der Regel auch eine höhere JAZ. Ging aber leider nicht bei uns.

….wobei sie natürlich schon auch Lärm machen, wenn sie im Sommer kühlen….😉

Gruss
 
Stimme eigentlich das Gerücht, dass hunderte Wärmepumpen in Berlin dem Frost zum Opfer gefallen sind, Totalschaden bis zu 20.000 Euro? Oder hat hier eine gewisse B-Zeitung wieder maßlos übertrieben?

Mein alter Herr hat seit 2 Jahren eine WP in Betrieb. Bei der Abnahme wurde alles erklärt wie wo was wann usw.
ABER was man bei einem längeren Stromausfall machen muss, das wurde nicht angesprochen.
Nach Berlin hat er jetzt mal nachgefragt, da kam dann die Antwort, dass man bei längerem Stromausfall schon tätig werden muss, damit da nichts in der WP auffrieren kann.
 
Dazu braucht es keine KI, der gesunde Menschenverstand sagt einem schon, dass unter Null Grad das Wasser einfriert und bei Monoblock Geräten ist nun mal normales Heizungswasser drin und die meisten Firmen bauen auch keine Frostschutzventile ein, die das Wasser automatisch ablassen, wenn eingefrieren droht.

Hatte ja schon damals meine Befürchtung hierüber geäußert.

Monoblock Wärmepumpen und mehrtägiger Stromausfall, das hatten wohl viele auch nicht auf dem Schirm, ich hoffe dass die betroffenen Berliner daran gedacht haben die Aussengeräte zu entleeren, sonst gibt es ein böses Erwachen.
 
Dazu braucht es keine KI, der gesunde Menschenverstand sagt einem schon, dass unter Null Grad das Wasser einfriert und bei Monoblock Geräten ist nun mal normales Heizungswasser drin und die meisten Firmen bauen auch keine Frostschutzventile ein, die das Wasser automatisch ablassen, wenn eingefrieren droht.

Hatte ja schon damals meine Befürchtung hierüber geäußert.

Hallo. Kann man des selber machen? Und wenn der Strom wieder da ist? Selber füllen?

Gruss
 
Hatte ja schon damals meine Befürchtung hierüber geäußert.
Dann ein (Diesel)notstromaggregat neben die Wärmepumpe stellen. Das Teil erkennt wenn Stromausfall ist, und startet dann die Stromversorgung.

Klasse. Ist wie beim E-Auto mit Diesel Strom erzeugen und Auto laden :whistle: :4guitaris





*böse hehe*
 
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Dann ein (Diesel)notstromaggregat neben die Wärmepumpe stellen. Das Teil erkennt wenn Stromausfall ist, und startet dann die Stromversorgung.

Klasse. Ist wie beim E-Auto mit Diesel Strom erzeugen und Auto laden :whistle: :4guitaris





*böse hehe*
Brauch ich nicht, Strom erzeugt bei Bedarf meine Frau mit dem Hometrainer.:D
 
Nicht jeder, der ein oder andere hier, wie Airklaus oder Ucla, bestimmt.

Hallo

Bedeutet unterm Strich, dass man quasi keine Chance hat. 😳Man bekommt ja kaum einen Termin für eine Reparatur, oder einen Service. Wer soll denn da innerhalb von ein paar Stunden auftauchen, zumal es dann ja Alle brauchen.🤔

Gruss
 
Steht da nichts in einer Anleitung was man bei welchen Fehlern auch immer wo was machen muss?
Da ist eventuell auch Stromausfall aufgeführt?
(Sorry, habe keine WP, aber so ein FAQ sollte doch dabei sein, wenn ich das kaufe)
 
Man braucht doch nicht krampfhaft das Haar in der Suppe suchen...Wir haben ja schon festgestellt das das Bild Niveau ist ;) 100e "tote"... Und dann 20.000€ Schaden...In gleichem Nniveau gesprochen: Wer so nen Heizbomber braucht, der lacht angesichts der riesigen Villa dahinter über den Schaden...

Also:
Sowieso Absperr- und Entleerhähne nach der mit etwas Gefälle ausgeführten Rohrdurchführung ins Haus. Das sollte Standard sein - hoffe ich doch. D.h. bei Frost und längerem Stromausfall Absperren, Eimer drunter oder Gartenschlauch dran. Wenn die Wärmepumpe direkt hinter der Hauswand steht, ist das nicht irre viel was da an Wasser in der Leitung und Wärmepumpe abzulassen ist. Ja, das Prozedere sollte man sich ohne Hintergrundwissen bei Übergabe vielleicht mal erklärt lassen. Aber der Durchschnittliche Hauseigentümer der es schafft vor dem Winter seine Wasserhähne zu entleeren, der sollte das vom Prinzip zur Not auch hinbekommen.
Ob man es dann vor der Wiederinbetriebnahme verantworten kann (Wasserqualität) und möchte entgegen der Norm in so einem Fall das verlorene Wasser einfach wieder mit etwas Leitungswasser zu ersetzen, darf man dann mit sich ausmachen...verboten ist das jedenfalls genauso wenig wie beim Heizkörperentlüften mit Leitungswasser nachzufüllen. Verboten ist allerdings den Befüllschlauch/Leitung ohne Systemtrenner dauerhaft dran zu lassen...(<- an der Stelle viel Spaß beim nachschauen 😉)

Und wer damit immernoch nicht ruhig schlafen kann, Glykol beimischen.
Und wer dann immer-immernoch Angst hat der wählt halt ne Split Wärmepumpe, auch wenn wegen der Simplizität und damit des niedrigen Gesamtpreis der Trend stark zum Monoblock geht gibt's die Möglichkeit immernoch.

Steht da nichts in einer Anleitung was man bei welchen Fehlern auch immer wo was machen muss?
Da ist eventuell auch Stromausfall aufgeführt?
(Sorry, habe keine WP, aber so ein FAQ sollte doch dabei sein, wenn ich das kaufe)
...nur lässt sich ein Fehlercode ohne Strom weder ausgeben noch Ablesen. Ich kann mich nur wiederholen für meine Wasserhähne hab ich weder Display noch Anleitung.
(aber ja, sowas steht i.d.R. im Geheimen Buch)
 
@Ucla.
Warum so ein rumgeschreibe. :b
Also:
Sowieso Absperr- und Entleerhähne nach der mit etwas Gefälle ausgeführten Rohrdurchführung ins Haus. Das sollte Standard sein - hoffe ich doch. D.h. bei Frost und längerem Stromausfall Absperren, Eimer drunter oder Gartenschlauch dran.
Diese Info hat doch gereicht 👍 Thema Wasserhahn frostfrei machen. Machen Hausbesitzer jedes Jahr, wenn sie nicht Frostsichere Hähne verbaut haben.
 
@Ucla.
Warum so ein rumgeschreibe. :b

Diese Info hat doch gereicht 👍 Thema Wasserhahn frostfrei machen. Machen Hausbesitzer jedes Jahr, wenn sie nicht Frostsichere Hähne verbaut haben.
Harald, das ist kein Rumgeschreibe, Ucla hat bis auf den ersten Absatz alles fachlich richtig beschrieben, sollte man also nicht so abtun, die Wiederinbetriebnahme ist etwas aufwendiger als beim Gartenwasser, evtl. muss man die Leitungen am Aussengerät noch entlüften, man sollte sich also im Vorfeld mit dem Thema schon etwas auseinandersetzen.
 
Harald, das ist kein Rumgeschreibe, Ucla hat bis auf den ersten Absatz alles fachlich richtig beschrieben, sollte man also nicht so abtun, die Wiederinbetriebnahme ist etwas aufwendiger als beim Gartenwasser, evtl. muss man die Leitungen am Aussengerät noch entlüften, man sollte sich also im Vorfeld mit dem Thema schon etwas auseinandersetzen.
Danke
@Ucla entschuldigung
 
Alles gut ich weiß ja selber das es mir schwer fällt wenn ich mal was schreibe mich kurz zu fassen :whistle::) :-)

Ich wollte nur mit den Vorbehalten der der Risikoberwertung ein paar Umstände klarstellen und so eben ausgeführt.
Ich behaupte mal es finden sich sicher bessere Gründe gegen eine Wärmepumpe als dieses Szenario: Längerer Stromausfall bei tiefen Minusgraden, Eigentümer einer WP als Monoblock, keine entsprechenden Ventile, keine Ahnung das Wasser da gefrieren könnte, nicht wissen was zu tun ist, sich nicht zu helfen wissen trotz Telefon, Internet, Nachbarn, Familie (Mobilnetz ist bspw. in Berlin ja auch nicht gänzlich ausgefallen...)...und danach im "Blackoutstress" nicht genug Zeit zum Nachdenken oder rechachieren wie man da wieder Wasser rein bekommt.

Es gäbe überdies noch weitere kreative Schutzmöglichkeiten, kleiner zuschaltbarer Parallelkreis mit 12V Pumpe an ner Batterie z.B., oder einfach für die Zeit Leitungswasser durch die WP durchzirkulieren lassen usw...

Nebenbei wenn ich Prepper wäre...wäre ich beim Blackout im Januar mit meiner Wärmepumpe und nem Dieselgenerator den ich mit Heizöl betreibe ungefähr genauso lang im Warmen gesessen, als wenn ich mit dem Generator eine Öl-Heizung betreiben würde.
--------Szenario Wärmepumpen betrieb im Januar Ucla------
Der Januar war der kälteste Monat seit Betrieb meiner WP mit durchschnittlich -2,1°C
Ich hab im Januar 3307 kWh Wärme erzeugt bzw gebraucht.
Dafür hat der Zähler vor der Wärmepumpe 969 kWh Strom gezählt.
(Durchschnittlicher COP 3,41)
Maximal hat die Wärmepumpe um 2 kW gezogen, einphasig. Die Maximalleistung ließe sich auch begrenzen, geht dann auf die Laufzeiten...

Öl/Dieselverbrauch in nem 08/15 Generator der "bis 5kW Leistungsklasse": lt. google ca. 0,4 l Diesel pro kWh
--> Heizölverbrauch für 969 kWh Strom = 388 Liter

------ Gegenüberstellung Öl-Brennwertgerät einfache Therme mit integrierter Pumpe----
Was wäre wenn ich diese Menge Diesel/Heizöl zur verfügung gehabt hätte um einen Generator mit Ölheizung zu betreiben.
Elektrische Leistungsaufnahme Therme+Pumpe ca. 100W
Verbrauch, Betriebszeit 744h = 74,4 kWh
Ölverbrauch Generator = 186 l = 30 Liter
Restliches Öl für Heizzwecke = 358 liter
Wirkungsgrad Öl-Brennwertgerät = 90%
Wärme aus Restölmenge = 358l * 10 kWh/l * 0,9 = 3222 kWh Wärme

(Klar täte es für den Betrieb der Ölheizung + Haus auch ein kleiner günstiger Generator, die kleineren sind aber wieder deutlich ineffizenter. Ist also schon echt ne sehr theoretische Grenzbetrachtung - zugegeben. Wenn wirklich alles passt, sollte der Wirkungsgrad einer neuen Bremmwertheizung auch etwas höher sein. Aber ich würde mal festhalten ich wäre zumindest irgendwo pari, bzw. würde mit der Ölheizung in diesem Extrembeispiel nicht wirklich Treibstoff sparen. Im Sommer wo es nur um Warmwasser geht oder in den Übergangszeiten setzt sich die Wärmepumpe aber sehr sicher sehr deutlicher ab)

Beste Grüße :) :-)
 
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Reaktionen: H-P
Nebenbei wenn ich Prepper wäre...wäre ich beim Blackout im Januar mit meiner Wärmepumpe und nem Dieselgenerator den ich mit Heizöl betreibe ungefähr genauso lang im Warmen gesessen, als wenn ich mit dem Generator eine Öl-Heizung betreiben würde.
Ich bin zwar kein Prepper, aber genau diesen Gedankengang habe ich auch und mit ein Grund, warum ich mich für Hybrid entschieden habe und nicht für ne reine WP,
 
Ich habe hier fast den Eindruck, als ob auch noch der letzte und unwahrscheinlichste Fall untersucht werden muss, bei dem von jetzt auf gleich die Lebensgrundlage wegfällt. Mit der Heizung und dem Strom fällt dann auch das Meiste in der Küche aus samt Kühlschrank, Gefrierschrank und Kochgelegenheit. Die Alarmanlage funktioniert nicht mehr, man muss sich also beizeiten mit einem Produkt von Oerlikon samt Munitionslager auf dem Dach anfreunden. Die Regale im Supermarkt sind leergefegt, weil sich jeder auf eine Apokalypse vorbereitet...und vor allem gibt es dann kein Klopapier mehr (wo hab ich das schon mal gehört...).

Mal im Ernst:
Der Stromausfall in Berlin ist in dieser Länge ein Sonderfall. Hier fällt auch immer mal wieder etwas aus (Strom, Internet, sogar Wasser), meist wegen Wartungs- oder Reparaturarbeiten. Das ist im Höchstfall eine Sache von ein paar Stunden. Damit reduziert sich die Anzahl der echten Problemfälle schon dramatisch, weil eine ganze Menge Menschen sich anstrengen, um den Normalzustand wieder herzustellen.
Bei meinem Freund ist vorletzte Woche eine WP eingebaut worden (Umstieg von Gas), er hatte dadurch mitten im Winter zwei Tage keine Heizung. Er hat das mit einem kleinen Heizlüfter überbrückt.
Wer sich wirklich absichern will gegen Stromausfall, der stellt sich ein Notstromaggregat hin.
Wer sich gegen Heizungsausfall absichern will, setzt eine zweite Heizquelle ein (Kamin, Gas, Pellets).

In mittlerweile 12 Jahren habe ich typische Ausfälle gesehen, die aber im schlimmsten Fall nur zu meckernden Ehefrauen geführt haben, weil sie kälter duschen mussten.
3 Häuser mit Flächenkollektoren (ca. 350 m²): beste Lösung, wenn Platz für Kollektoren da ist. Auf der Fläche kann man aber nichts tiefgreifendes mehr pflanzen oder bauen. Ausfälle innerhalb der WP (frühe Bauarten, Undichtigkeiten etc). Keine Probleme von Bedeutung für die Hausbewohner.
2 Häuser mit Luftwärmepumpen, eine mit Propan, die andere mit Wasser betrieben. Bei Propan stellt sich die Frage nach der Frostsicherheit nicht. Bei beiden gab es in 1,5 Jahren nach Installationsjustierungen keine Probleme mehr trotz mehrerer Stromausfälle.
1 Anlage mit Pflegebetrieb (besondere Auflagen zum Betrieb): 2 große Luftwärmepumpen, unterstützt durch eine Gastherme zum Abfangen von Spitzen. Einige Nacharbeiten aufgrund fehlerhafter Installation (Gas wurde zuerst genutzt, dann erst die WPs). Keine Probleme von Bedeutung im Betrieb. Das ist bei diesem Objekt unverzichtbar, da es eine Tagespflege und eine Demenz-WG im Haus gibt und daher eine stabile Leistung gesichert sein muss. Die Anlage betreibe ich seit 12 Jahren.

Ich führe das hier aus, um die verschiedenen Anforderungsprofile klarzustellen. Wenn wir einen Pflegekomplex mit hohen Betriebsauflagen betreiben können, ohne uns doppelt und dreifach abzusichern, sollte das mit einem simplen EFH auch möglich sein. Wer das für zu risikoreich hält, kann ja bei Öl, Gas oder Kohle bleiben und die steigenden Preise beobachten.
 
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Jepp, sollte man nicht so leichtfertig abtun, es muss ja kein Stromausfall sein, es kann ja sonst was kaputt gehen und wenn dies über mehrere Tage geht, kann im Winter der Wärmetauscher im Aussengerät auffrieren. Als Betreiber sollte man sich dessen bewusst sein und sich im Vorfeld darüber informieren, wie man sich selber helfen kann, wenn kein Handwerker erreichbar.

P.S. Wäre interessant zu wissen, ob man so etwas versichern kann.
 
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