Ich habe gerade Gemini gefragt:
Ja, das ist möglich, aber es gibt wichtige technische Einschränkungen und Sicherheitsaspekte, die du beachten solltest.
Die FRITZ!DECT 210 ist eine smarte Außensteckdose, die bis zu 3.450 Watt (15 Ampere) schalten kann. Um damit ein E-Auto mit PV-Überschuss zu laden, benötigst du ein "Bindeglied", das deiner FRITZ!Box sagt, wann genügend Sonne scheint.
1. Wie funktioniert die Steuerung?
Die FRITZ!Box selbst weiß ohne Zusatzgeräte nicht, wie viel Strom deine PV-Anlage gerade produziert. Du hast zwei gängige Wege, dies zu lösen:
* Über einen Energiemanager (z. B. SMA Sunny Home Manager): Viele Wechselrichter-Hersteller bieten Energiemanager an, die direkt mit der FRITZ!Box kommunizieren können. Du fügst die FRITZ!DECT 210 im Portal des Herstellers hinzu und definierst sie als "Verbraucher für Überschuss".
* Über Drittanbieter-Apps (z. B. clever-PV): Es gibt herstellerunabhängige Software-Lösungen, die deine PV-Daten (über die Cloud oder lokale Schnittstellen) auslesen und die FRITZ!DECT-Steckdose passend ein- und ausschalten.
2. Die Hardware-Seite: Das Ladekabel
Da die FRITZ!DECT 210 eine herkömmliche Schukosteckdose ist, kannst du dein Auto nur über das sogenannte Notladekabel (ICCB) laden.
* Ladeleistung: Diese Kabel laden meist mit ca. 2,3 kW (10 A), selten bis zu 3 kW. Das ist deutlich langsamer als eine Wallbox (11 kW), reicht aber oft aus, um über den Tag verteilt den Mittagsüberschuss in den Akku zu füllen.
3. Wichtige Sicherheitshinweise

Das Laden eines E-Autos über eine normale Steckdose ist eine Dauerlast. Hier lauern Gefahren:
* Überhitzung der Hausinstallation: Deine Wandsteckdose muss für die stundenlange Belastung von 10–13 Ampere ausgelegt sein. Alte Leitungen oder lockere Klemmen können brandgefährlich werden.
* Verschleiß der Relais: Die FRITZ!DECT 210 ist robust, aber ständiges Schalten unter hoher Last (wenn z. B. Wolken ziehen und die Dose alle 2 Minuten an/aus geht) beansprucht die Hardware stark.
* Schaltzyklen begrenzen: Konfiguriere dein System so, dass die Steckdose nicht bei jeder kleinen Wolke abschaltet (Stichwort: Mindestlaufzeit oder Hysterese).
Zusammenfassung: Pro & Contra
| Vorteil | Nachteil |
|---|---|
| Sehr kostengünstig (ca. 50 €) | Sehr langsames Laden (1-phasig, max. 3 kW) |
| Einfache Integration in FRITZ!-Smart-Home | Hohe thermische Belastung für Schukosteckdosen |
| Ideal für kleine PV-Anlagen / Balkonkraftwerke | Kein echtes "regeln", nur hartes An/Aus |
Mein Tipp: Wenn du dies dauerhaft nutzen möchtest, lass von einem Elektriker prüfen, ob die Zuleitung zur Steckdose für die Dauerlast geeignet ist, oder lass eine spezielle "Green Up" Steckdose installieren, die für E-Auto-Ladungen verstärkt ist.